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10.12.2012, 16:10

Stuttgart: Labbadia wartet weiter ab

VfB im Aufwind: "Die Tabelle lügt nie"

Von "Weltuntergangsstimmung" zu Champions-League-Träumen in 44 Stunden: Der VfB Stuttgart hat das blamable 0:1 gegen Molde eindrucksvoll vergessen gemacht, auf einmal ist er in der Bundesliga-Tabelle oben dabei. Zufall? Die Zahlen sagen etwas anderes.

Sven Ulreich jubelt beim 3:1 gegen Schalke
Einmal Weltuntergang und zurück: Sven Ulreich verarbeitete das Molde-Spiel mit seinen Stuttgarter Kollegen bestens.
© Getty ImagesZoomansicht

Der Kader ist klein, die Kasse leer, die Belastung hoch - doch der VfB Stuttgart tanzt weiter munter auf drei Hochzeiten. Dem Zitter-Weiterkommen in der Europa League folgte zwei Tage später mit dem verdienten 3:1 gegen Schalke 04 in der Liga ein "großer Sieg" (Trainer Bruno Labbadia). Im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Köln kann kurz vor Weihnachten "das Sahnehäubchen" (Manager Fredi Bobic) serviert werden.

Schien der VfB bis vor wenigen Wochen noch in der tabellarischen Bedeutungslosigkeit zu versinken, ist auf einmal Platz drei nur noch zwei Punkte entfernt. "Aber keiner merkt's", brummte Labbadia. Nach dem Molde-Spiel fanden sich die Stuttgarter im Stimmungstief wieder, ausgepfiffen von den eigenen Fans. "Da wurde fast so etwas wie Weltuntergangsstimmung verbreitet", ärgerte sich Manager Bobic. Nun gelang der vierte Liga-Sieg in den letzten fünf Spielen, und das gegen einen von vier Gegnern, so Labbadia, "die von ihren Möglichkeiten weit weg von uns sind". Der VfB im Aufwind.

Erstmals in den Top 6

Eine Momentaufnahme? Mitnichten! Zufällig stehen die Schwaben nicht, wo sie stehen - sagen jedenfalls die Zahlen: Abgesehen vom 1:6 bei Spitzenreiter Bayern verlor der VfB in der laufenden Saison gegen kein Team der derzeitigen Top acht in der Bundesliga. Und: Im Kalenderjahr 2012 holten nur der FCB (77), Dortmund (74) und Leverkusen (58) mehr Punkte als Labbadias Team (56). "Die Tabelle", weiß Bobic, "lügt nie."

Vertragsverlängerung? Labbadia will weiter "beobachten"

Berücksichtigt man dann noch die vielen Personalsorgen und den engen finanziellen Rahmen, in dem der Kader im Sommer zusammengestellt werden musste, ist sonnenklar, dass der VfB Labbadias auslaufenden Vertrag unbedingt ausdehnen will. Der 46-Jährige lässt sich allerdings noch Zeit. "Ich bin den Weg des Vereins bisher gnadenlos mitgegangen", sagt er, nun wolle er sich die Freiheit nehmen, "zu beobachten, welchen Weg der Klub nehmen will".

Wir können uns freuen, dürfen aber nicht anfangen, uns etwas darauf einzubilden.Bruno Labbadia und der Blick auf die Tabelle

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Dass auch 2013 keine großen Investitionen möglich sein werden, ist jedoch schon jetzt klar. Bobic gegenüber dem kicker: "Wir sind nach wie vor in einer wirtschaftlichen Situation, in der wir aufpassen müssen." Labbadia habe stets seine volle Rückendeckung erhalten, "er hat so viel Vertrauen genossen, aber wir können nun mal kein Geld irgendwo hervorholen, wo keines da ist". Es sei denn natürlich, die Hochzeiten des VfB halten noch ein wenig an.

Tabellenrechner 1.Bundesliga
10.12.12
 

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