Der VfB Stuttgart war im Fernduell mit dem FC Kopenhagen bei Steaua Bukarest gefordert - und lieferte eine famose erste Hälfte ab! Ein frühes Kopfballtor von Tasci (5.) löste bei den Schwaben alle Fesseln. Bis zur Pause schenkten die Schützlinge von Trainer Bruno Labbadia dem Tabellenführer der Gruppe E drei weitere Tore ein. Zweimal schlug dabei die Nippon-Connection Sakai/Okazaki zu - vor allem Sakais Treffer verdiente sich das Prädikat "sehenswert". Es war der erste Pflichtspieltreffer des Außenverteidigers im VfB-Dress. Okazaki, nicht gerade als Ungetüm der Lüfte bekannt, traf per Kopf und legte nach der Pause ein weiteres Tor nach. Steaua, das noch auf 1:5 verkürzte, bleibt zwar Spitzenreiter, muss am letzten Spieltag aber noch nach Kopenhagen.
Die Dänen kassierten in Molde den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich - damit wäre Stuttgart bereits durch gewesen -, wahrten dank Gislasons 2:1-Siegtor (76.) aber die Chancen aufs Weiterkommen. Fest steht: Gewinnt der VfB Stuttgart sein abschließendes Heimspiel gegen das nunmehr ausgeschiedene Molde, sind die Schwaben sicher weiter und überwintern in Europa.
Dieses Ziel hat Borussia Mönchengladbach bereits erreicht. Das Heimspiel gegen AEL Limassol wurde für den VfL zur befürchteten Geduldsprobe. Überlegen war die Borussia zwar, doch ausnutzen konnte sie das lange nicht. Als sich der zyprische Meister durch eine Notbremse eine Viertelstunde vor Schluss selbst dezimierte, brach das Team von Trainer Lucien Favre den Bann: Fünf Minuten nach seiner Einwechslung erzielte de Camargo die erlösende Führung (79.), in der Nachspielzeit machte der Belgier per Kopf dann alles klar.

Dank türkischer Schützenhilfe ist die Zwischenrunde für Gladbach damit erreicht. Ein herrliches Fallrückzieher-Tor von Innenverteidiger Irtegün (40.) reichte Fenerbahce zu einem 1:0-Erfolg in Marseille. Der war allerdings höchst schmeichelhaft, denn in der zweiten Hälfte ging es nur noch in eine Richtung. Das ersatzgeschwächte "OM" erspielte sich Chance um Chance, nutzte jedoch keine. Ein Lattenschuss spät in der Nachspielzeit war der Schlusspunkt. Marseille ist draußen, "Fener" als Gruppensieger weiter.
Anschi Machatschkala buchte sein Zwischenrundenticket in der Gruppe A durch einen 2:0-Erfolg gegen Udinese Calcio. Der frühere Herthaner Samba und Stürmerstar Eto'o stellten die Weichen in der zweiten Hälfte mit einem Doppelschlag binnen drei Minuten (72./75.) auf Sieg. Dem FC Liverpool (mit dem früheren Dortmunder Sahin) fehlten noch zwei Minuten zur Runde der letzten 32. Dann gelang Zverotic für Young Boys Bern an der Anfield Road jedoch der 2:2-Ausgleichstreffer. Das zwischenzeitliche 1:1 für die Schweizer, die weiter Chancen auf die nächste Runde haben, erzielte der Ex-Gladbacher Bobadilla nach Zuspiel des ehemaligen Stuttgarters Farnerud.
Titelverteidiger Atletico Madrid kann mit weiteren Europacup-Einnahmen planen. Ein frühes Tor von Raul Garcia (7.) langte zum 1:0-Erfolg gegen Hapoel Tel Aviv. Durch diesen übernehmen die Colchoneros Platz 1 in der Gruppe B, da Viktoria Pilsen bei Academica Coimbra nicht über ein 1:1 hinauskam. Den Tschechen reicht dieses Resultat aber ebenfalls zum sicheren Weiterkommen.
Tickets abgeholt heißt es auch in der Gruppe D, wo Newcastle United (1:1 gegen Maritimo Funchal) und Girondins Bordeaux (2:0 beim FC Brügge) durch sind und sich am letzten Spieltag in Frankreich nun um den Gruppensieg duellieren.
Und auch in der Gruppe G wird am letzten Spieltag keine Spannung mehr aufkommen. Dnipro Dnipropetrowsk zieht nach dem 2:1 in Eindhoven als Gruppensieger weiter, der SSC Neapel sicherte sich sein Ticket in dramatischer Manier: In der 94. Minute verwertete Torjäger Cavani bei AIK Solna einen an ihm selbst verursachten Foulelfmeter zum 2:1.