Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

18.11.2012, 23:39

Wolfsburg: Schaaf-Verpflichtung "aktuell" kein Thema

Allofs: "Ich bin doch kein Söldner"

Es war irgendwie ein Werder-Moment, auch wenn kein einziger Bremer beteiligt war: Am Sonntag traf der Ex-Bremer Naldo gegen den Ex-Bremer Wiese - und draußen musste der Ex-Bremer Klaus Allofs lachen. Der neue Manager erlebte mit dem 3:1 gegen Hoffenheim einen perfekten Einstand beim VfL Wolfsburg. Mit dem kicker sprach er über seinen Wechsel.

- Anzeige -
Klaus Allofs
Ein neues "W" auf der Jacke: Klaus Allofs begutachtet beim Spiel in Hoffenheim seine neue Arbeitskleidung.
© picture alliance Zoomansicht

Das Türschild "Manager Klaus Allofs" war schon angebracht: Keine 24 Stunden nach seiner Vorstellung in Wolfsburg empfing Allofs den kicker zum Interview. Sein Wechsel von Bremen zum VfL, der nach anfänglichen Dementis am vergangenen Mittwoch endgültig über die Bühne gegangen war, war das Thema schlechthin in den letzten Tagen.

"Ich betone nochmals", blickte Allofs zurück, "alle waren eingeweiht - meine Kollegen, der Aufsichtsrat und Thomas Schaaf. Es gab eine Phase von drei Tagen, an denen wir gesagt haben, im Interesse der Mannschaft fahren wir dieses Thema nicht so offensiv." Von Vertragsbruch könne daher keine Rede sein, von anderen Unterstellungen erst recht nicht: "Wer über 13 Jahre bei einem Klub arbeitet, dem kann doch schwerlich vorgeworfen werden, ein Söldner oder Legionär zu sein."

Wir sind im Moment nicht auf Trainersuche. Klaus Allofs

Ein schlechtes Gewissen ob des Abgangs mitten in der Saison plage ihn nicht, betonte Allofs: "Nein, wenn ich das Gefühl hätte, Werder ist in Not, wäre ein Wechsel für mich kein Thema gewesen. Doch der Klub ist auf dem richtigen Weg, wirtschaftlich gesund, auch wenn wir für das letzte Jahr rote Zahlen verkündet haben."

In Wolfsburg, so das Klischee, haben rote Zahlen eine geringere Bedeutung, der finanzielle Spielraum ist weitaus größer. Ist der VfL ein Paradies für Manager? "Nein", entgegnet Allofs, "was ist schon ein Paradies? Es wäre aus meiner Sicht auch kein Paradies, wenn es hieße: Mach, was du willst, egal was es kostet! Es bedeutet ja nicht, dass sich der Erfolg dann automatisch einstellt."

Dazu gehört naturgemäß mehr als teure Neuverpflichtungen - zum Beispiel ein Trainer, bei dem die Chemie mit der Mannschaft stimmt. Einer wie Lorenz-Günther Köstner im Moment. Einer wie Thomas Schaaf in Zukunft? Eine Verpflichtung seines langjährigen Wegbegleiters hatte Allofs erst einmal nicht ausgeschlossen.

"So etwas kann ich auch nicht machen", erläutert der Magath-Nachfolger nun: "Ich kann aber versichern, dass es in unseren Gesprächen nicht darum ging und dass es aktuell überhaupt kein Thema ist. Wir sind im Moment nicht auf Trainersuche und werden versuchen, die beste Lösung für den VfL zu finden."


"Viele Spieler aus dem VfL-Aufgebot hätte ich auch gern verpflichtet": Allofs über seine neue Welt, Naldo, Diego und das Modell Magath - das ganze Interview finden Sie im kicker vom Montag!

18.11.12
 

- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -