| Vorname: | Jupp |
| Nachname: | Heynckes |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Bayern München |
Es ist ein schmaler Grat beim Rekordmeister: Nach dem ersten Punkteverlust im neunten Bundesliga-Spiel nahmen die Über-Bayern auch im medialen Umfeld der Münchner schnell wieder menschliche Züge an - Jupp Heynckes gefallen diese Extreme nicht. "Vor dem Spiel gegen Leverkusen waren wir die Schalen-Bayern und unschlagbar, da haben wir die Liga dominiert. Jetzt wird alles kontrovers diskutiert und dargestellt."
Er forderte sein Starensemble dazu auf, "gelassen" damit umzugehen. "Man sollte keine Szenarien herbeireden. Denn eins ist klar", so der Bayern-Coach: "Meine Mannschaft ist gefestigt." Schon gegen den 1. FC Kaiserslautern haben die Münchner am Mittwoch (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) vor 71.000 Zuschauern die Pflicht, die Niederlage vom Sonntag - Thomas Müller nennt sie eine "kleine Scharte" - vergessen zu machen. Müller: "Da kommt man gleich wieder auf andere Gedanken."
Auch wenn die Mannschaft eine andere sein wird. Heynckes wird rotieren lassen. "Mein Credo lautet: Ich honoriere immer Leistung. Ich habe qualitativ hochwertige Optionen." Aber: "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen." Erwartet wird unter anderem, dass im Tor Tom Starke sein Pflichtspieldebüt für die Bayern geben wird. Auch Rafinha, Anatoliy Tymoshchuk und Claudio Pizarro dürfen sich Einsatzchancen ausrechnen.
„ Die sind nicht schlechter als die Mannschaften, die unten in der Bundesliga stehen. “ Arjen Robben über den 1. FC Kaiserslautern
Während Franck Ribery (muskuläre Probleme), den Heynckes als nicht unersetzbar bezeichnete, erneut auszufallen droht und Holger Badstuber (Muskelfaserriss) definitiv fehlt, sind Luiz Gustavo (Pferdekuss) und Arjen Robben startklar. Der Niederländer gab denn auch gleich eine eindringliche Warnung vor dem FCK aus: "Die sind nicht schlechter als die Mannschaften, die unten in der Bundesliga stehen. Die haben nichts zu verlieren - und wir haben alles zu verlieren."
Heynckes betonte, er habe "überhaupt keine Bedenken", dass Leverkusen mehr war als ein Ausrutscher. Und trotzdem gab er auf der Pressekonferenz die Spaßbremse. Eine scherzhafte Frage über "Stürmer" Manuel Neuer würgte der Fußballlehrer energisch ab: "Es ist nicht die Zeit, um zu flachsen. Das können wir machen, wenn wir bei einem Bier oder einem Glas Wein sitzen."