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18.10.2012, 18:52

Deutliche Kritik am Konzept "Sicheres Stadionerlebnis"

Union und St. Pauli auf Konfrontationskurs

Die beiden Zweitligisten FC St. Pauli und 1. FC Union Berlin gehen auf Konfrontationskurs zur Deutschen Fußball-Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Sowohl die Hamburger als auch die "Eisernen" lehnen das Konzeptpapier "Sicheres Stadionerlebnis" ab.

Fans des FC St. Pauli feiern mit Konfetti.
Fans des FC St. Pauli feiern mit Konfetti.
© picture allianceZoomansicht

Union Berlin und der FC St. Pauli sind mit den neuen Sicherheitskonzepten des DFB und der DFL nicht einverstanden. Fehleinschätzungen, Aktionismus, mangelnde Kritikfähigkeit und kein Wille zur Diskussion: Union hat den Maßnahmenkatalog gegen Gewalt in Fußballstadien deutlich abgelehnt. Auch die Hamburger distanzieren sich von dem Schriftstück.

Die Vertreter des FC St. Pauli monieren vor allem, "dass der vielfach unterstellte Anstieg von Gewalttaten im Fußball empirisch bislang unbelegt geblieben ist". Die vorgeschlagenen Maßnahmen seien daher unverhältnismäßig, unangemessen und in Teilen unzweckmäßig. Vize-Präsident Dr. Gernot Stenger zog sich deshalb aus der "Kommission Sicherheit" zurück, dennoch sei der Klub bereit, einen Reformprozess zu begleiten.

"Der vorliegende Maßnahmenkatalog ist kein sinnvolles Mittel, um den fraglos vorhandenen Problemen zu begegnen", verkündeten die Berliner: "Einigen konstruktiven und nachvollziehbaren Ansätzen steht eine Vielzahl von oben herab bestimmten Maßnahmen und rechtlich anzuzweifelnder Sanktionierungen entgegen, die nicht zur Normalisierung beitragen und dem notwendigen Dialog im Weg stehen."

Konzeptpapier "Sicheres Stadionerlebnis"

Unions Hauptkritik: Für die Grundannahme, dass es in letzter Zeit überhaupt zu mehr Gewalttaten in und um Fußballstadien gekommen sei, fehlten belastbare Zahlen. Die Verbände würden zudem mit den neuen Sanktionsmaßnahmen den Dialog mit den Fans behindern. Und dass "DFB/DFL ihre Macht derart ausspielen", führe "derzeit auf eine beunruhigende Eskalation zu". Also eigentlich genau das, was die Verbände eigentlich verhindern wollen.

In ihrer Stellungnahme machen die Berliner auch konkrete Vorschläge. So sollen Fanvertreter als Beisitzer in den Vorstand des Ligaverbands, des Aufsichtsrats der DFL und des Präsidiums des DFB aufgenommen werden. Zudem sei eine Erhöhung der Mittel für Fanprojekte zwingend notwendig.

Union war bereits am 17. Juli in Berlin der Sicherheitskonferenz der 56 Vereine der 1., 2. und 3. Liga als einziger Verein ferngeblieben, weil nach Meinung des Klubs über die Inhalte vorher nicht mit den Fans diskutiert werden konnte.

Bis Montag sollten sich alle Vereine zu dem Positionspapier äußern. Am 12. Dezember soll es auf einer Vollversammlung der Vereine beschlossen werden, damit die Maßnahmen zum Start der Spielzeit 2013/14 greifen können.

Der unter der Leitung des Vizepräsidenten Peter Peters erarbeitete Katalog enthält für etwaige Vergehen unter anderem die Streichung von TV-Geldern, Lizenzstrafen, verstärkte Kontrollen und längere Stadionverbote.

Vereinheitlicht werden soll zudem die Video-Überwachung und die Schulung der Sicherheitskräfte. Auch der Austausch mit der Polizei soll intensiviert werden. Allerdings sollen auch stärke Personenkontrollen ("Vollkontrollen") vor dem Spiel möglich sein.

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