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09.02.2012, 15:47

Paderborn: Vor dem Verfolgerduell gegen Greuther Fürth

Schmidt: "Unser Ziel: Tore schießen, nicht verhindern"

Trainer Roger Schmidt (44) hat dem SC Paderborn eine offensive Spielweise eingetrichtert - in die Defensive geht der Tabellendritte nur beim Thema Aufstieg. Am Sonntag muss paderborn bei der SpVgg Greuther Fürth ran. Nach zwei Niederlagen in dieser Saison gegen die Franken will Schmidt mit seinen Schützlingen diesmal den Spieß unbedingt umdrehen.

Hat gut Lachen: Paderborns Trainer Roger Schmidt vor dem Verfolgerduell bei der SpVgg Greuther Fürth.
Hat gut Lachen: Paderborns Trainer Roger Schmidt vor dem Verfolgerduell bei der SpVgg Greuther Fürth.
© picture allianceZoomansicht

kicker: Herr Schmidt, herzlichen Glückwunsch!

Roger Schmidt: Nehme ich zwar gerne an, nur, für was genau?

kicker: Mit dem 3:2 über Union haben Sie und Ihr Team das Saisonziel Klassenerhalt endgültig eingetütet.

Schmidt: Dieses Thema war für uns schon vorher durch. Im Lauf der Hinrunde konnten wir absehen, dass wir genügend Qualität haben und auch richtig gut Fußball spielen können.

kicker: Was ist nun das Thema?

Schmidt: Unseren Lauf am Sonntag fortzusetzen und in Fürth Platz drei zu verteidigen mit allem, was wir haben. Weiter denken wir jetzt erst mal nicht.

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kicker: Das ist eine Binse.

Schmidt: Mag sein, aber das ist eine Vorgehensweise, die so alt ist wie der Fußball selbst. Vor dem Hintergrund, dass wir den geringsten Etat und die schlechtesten Rahmenbedingungen aller Zweitligisten haben, leben wir das Von-Spiel-zu Spiel-Schauen konsequent. Alles andere wäre auch unseriös. Und: So schlecht sind wir damit bislang nicht gefahren.

kicker: Stimmt, nur gegen Greuther Fürth hat das bislang nicht funktioniert. Die SpVgg hat Ihre Mannschaft erst in der Liga mit 1:0 besiegt, dann im DFB-Pokal mit 4:0 - die einzigen Niederlagen seit Mitte August. Sind die Franken der Angstgegner des SCP?

. . . auch wenn es sauschwer wird

Schmidt: Es waren, auch wenn das Pokalergebnis etwas anderes ausdrückt, zwei sehr enge Spiele, in denen die SpVgg vor dem Tor kälter war als wir und deswegen am Ende verdient gewonnen hatte. Dies wollen wir jetzt natürlich ändern und etwas aus Fürth mitnehmen - auch wenn es sauschwer wird.

kicker: Apropos kalt vorm Tor. Dass der in der Defensive bekannt starke SCP auch ein gutes, durchschlagkräftiges Offensivspiel aufziehen kann, damit hatte im Sommer kaum einer gerechnet. Im Gegensatz zu Ihnen. Sie hatten prophezeit, dass Ihnen die Offensive keine Sorge bereiten wird, obwohl mit Edmond Kapllani der beste Torschütze zurück zum FCA ging. Woher nahmen Sie diese Zuversicht?

Wir trainieren fast ausschließlich das Spiel mit dem Ball.Paderborns Trainer Roger Schmidt

Schmidt: So etwas kann man als Trainer ja auch ein Stück weit selbst bestimmen.

kicker: Inwiefern?

Schmidt: Durch die tagtägliche Arbeit. Wir trainieren fast ausschließlich das Spiel mit dem Ball. Unser Grundziel lautet nicht, Tore zu verhindern, sondern welche zu schießen. Jeder bei uns beteiligt sich am Angriffsspiel, somit haben wir in der Offensive mehrere Waffen und sind schwer auszurechnen.

kicker: Was dem SCP bisher 42 Punkte und damit Planungssicherheit einbrachte. Was bedeutet der jetzige Erfolg für die neue Saison?

Schmidt: Der eine oder andere Akteur sieht, dass man sich auch in Paderborn in den Fokus spielen kann - aber wir werden erneut mit einem der kleinsten Etats der Liga ins Rennen gehen.

kicker: Und was passiert, wenn der große Wurf gelingt?

Schmidt: Wir leben wie gesagt zu hundert Prozent im Hier und Jetzt - wenn uns aber die Sensation gelingen sollte, werden wir vernünftig mit ihr umgehen.

Interview: Christian Biechele

09.02.12
 
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weitere Infos zu Schmidt

Vorname:Roger
Nachname:Schmidt
Nation: Deutschland
Verein:SC Paderborn 07

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