| Vorname: | Robin |
| Nachname: | Dutt |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | Bayer Leverkusen |
"Was ist denn passiert? Ich habe einen Spieler ausgewechselt - und wir haben das Spiel gewonnen", sagte der Coach mit Bezug auf das 3:2 zum Rückrundenauftakt gegen Mainz in der Sendung "Doppelpass" beim TV-Sender Sport1. In dieser Partie hatte Dutt den Mittelfeldspieler nach einer schwachen Leistung in der 60. Minute durch Stefan Kießling ersetzt und damit eine lebhafte Diskussion in Gang gesetzt. Sein Verhältnis zu Ballack habe deshalb aber keinen Schaden genommen: "Wir geben uns die Hand und reden miteinander."
Ballack-Berater Michael Becker hatte im SID-Gespräch am Freitag erklärt, sein Schützling sei ein "Bauernopfer". "Das ist ein billiger Trick, um von den eigenen Problemen mit dem Trainer abzulenken", so Becker. Aus Sicht von Dutt gebe es keinen Grund für ein Bauernopfer. "Michael Becker hat die verbale Schrotflinte ausgepackt, das kennen wir aus der Nationalmannschaft." Und auch Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser hat eine klare Meinung zu Ballacks Berater. "Michael Becker ist von Hause aus Berater von Michael Ballack und gleichzeitig Jurist. In der Kombination ist er Verteidiger. Und der Verteidiger hat manchmal eine andere Ansicht als die Gegenseite. Ich lasse das mal so im Raume stehen."
„Das drückt mir so auf das Herz, ich konnte drei Tage lang gar nicht schlafen.“Manuel Friedrich zur Unruhe der letzten Tage
Holzhäuser machte am Samstag jedenfalls kein Geheimnis daraus, dass er den Spieler bei einem entsprechenden Angebot ziehen lassen würde. Dutt würde den einstigen Kapitän der Nationalmannschaft hingegen gerne behalten. "Das ist für mich kein Thema. Ich bin froh um jeden Spieler."
Was sagt der Spieler selbst? Statt die Situation aufzuklären, kam kein entspannendes Wort von ihm, die meisten Kollegen empfinden es längst als Belastung, pausenlos auf ihn angesprochen zu werden. Mit viel Ironie kommentierte Manuel Friedrich das Theater der letzten Tage: "Das drückt mir so auf das Herz, ich konnte drei Tage lang gar nicht schlafen und bin froh, dass ich die 90 Minuten irgendwie durchgehalten habe."