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12.12.2011, 09:54

Bielefeld - Osnabrück: Arminia-Coach lobt Nehmerqualitäten

Fuchs sauer - Wollitz soll langfristig bleiben

Bielefeld benötigte eine lange Anlaufzeit, um im Derby gegen Osnabrück auf Touren zu kommen. Unter dem Strich stand aber ein gewonnener Punkt gegen einen spielerisch besseren Gegner. "Man konnte bereits in den ersten Minuten sehen, dass es ein zähes Spiel für uns wird", sagte Arminias Trainer Stefan Krämer, "wir haben die zweiten Bälle nicht bekommen und unseren Rhythmus nicht gefunden."

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Kevin Kampl (Osnabrück)
Danke, Uwe Fuchs: Osnabrücks Torschütze Kevin Kampl demonstriert nach seinem Führungstreffer Verbundenheit zum entlassenen Trainer.
© imago Zoomansicht

Trotzdem war der 44-Jährige nicht unzufrieden. "Die Mannschaft hat große Nehmerqualitäten gezeigt", erklärte Krämer, der in der hart umkämpften zweiten Halbzeit mit einer Systemumstellung Erfolg hatte. Mit Joker Fabian Klos hatte Bielefeld zwei Stürmer. Der 24-Jährige war froh: "Wir wollten das Derby nicht verlieren, das waren wir unseren Fans schuldig. Auch wenn es mal ein nicht so gutes Spiel von uns war, sehen wir positiv in die Zukunft." Krämer lobte: "Klos war sehr präsent. Er ist ein ganz wichtiger Spieler in unserem System."

Turbulent waren die vergangenen Tage in Osnabrück: Nach dem überraschenden Rauswurf von Trainer Uwe Fuchs und den Verhandlungen mit Wunschkandidat Claus-Dieter Wollitz (zuvor Energie Cottbus) setzte die Mannschaft mit einem starken Auftritt in Bielefeld ein Zeichen. "Es war nicht einfach in den letzten Tagen. Umso mehr kann man stolz auf diese Leistung sein. Das ist ein richtig guter Haufen", kommentierte Interimscoach Alexander Ukrow. Trotz einiger Chancen blieb es beim einzigen Treffer durch den überragenden Kevin Kampl. Und der wusste auch sofort, wem er dieses Tor zu widmen hatte: Er riss sein Trikot hoch und entblößte ein Shirt, auf dem zu lesen stand: "Danke, Uwe Fuchs". Eine Aktion, die auch im Kollegenkreis gut ankam. Fuchs selbst zeigte sich menschlich enttäuscht von der Klubführung: "Ich fühle mich ungerecht behandelt und bin zutiefst enttäuscht. Der Vorwurf, die Mannschaft hätte keine Entwicklung gezeigt, ist absurd."

Gleichwohl freut sich Kampl auf die Zusammenarbeit mit Wollitz: "Ich habe viele gute Sachen über ihn gehört, das verspricht interessant zu werden." Wollitz, der in Bielefeld auf der Tribüne saß, verhandelt noch mit dem VfL, die Präsentation dürfte Mitte der Woche erfolgen. Laut Präsident Dirk Rasch ist dem Verein an einem langfristigen Engagement gelegen.

12.12.11
 
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