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12.12.2011, 16:09

Burghausen: Aufsichtsratschef Steindl tritt zurück

Bommer sitzt in Oberhausen auf der Bank

Zunächst wurde Burghausens Trainer Rudi Bommer nach dem 4:2-Sieg gegen den FC Carl Zeiss Jena in der Wacker-Arena noch von den Fans mit Sprechchören gefeiert, dann folgte der Eklat in der Pressekonferenz. Nach einem Krach zwischen dem nach Cottbus wechselnden Coach und der Klubführung kam es zum Verwürfnis. Dennoch wird Bommer in Oberhausen auf der Wacker-Bank Platz nehmen.

Sauer: Zwischen Burghausens Trainer Rudi Bommer und der Klubführung kam es zum Verwürfnis.
Sauer: Zwischen Burghausens Trainer Rudi Bommer und der Klubführung kam es zum Verwürfnis.
© picture allianceZoomansicht

Burghausens scheidender Trainer Rudi Bommer wird trotz des Streits mit den Wacker-Bossen beim letzten Spiel vor der Winterpause noch auf der Bank sitzen. Bommer werde die Mannschaft bei Rot-Weiß Oberhausen am Samstag wie vereinbart betreuen, sagte Aufsichtsratschef Hans Steindl gegenüber der dpa. "Das hat er mir zugesagt", so Steindl.

Bommers letzter Heimauftritt als Trainer des SV Wacker Burghausen endete am Samstag in einem Eklat. Denn auf der Pressekonferenz nach dem 4:2 gegen Jena, mit 58 Minuten und 43 Sekunden wohl die längste in der Vereinsgeschichte, krachte es gewaltig zwischen Bommer und seinen "Noch-Chefs". Auslöser war ein Online-Interview mit dem "Wochenblatt-Altötting". Dort hatte der frühere Nationalspieler dem Verein schlechte Kommunikation und Konzeptlosigkeit vorgeworfen.

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Als das am Samstag nach dem Spiel vor den Journalisten thematisiert wurde, heizte sich die Stimmung auf dem Podium immer weiter auf. Nach einem Wortgefecht mit dem kommisarischen Präsidenten Klaus Schultheiss stand Bommer dann auf und verließ den Raum.

Zuvor war Bommer, der zum 1. Januar 2012 auf Claus-Dieter Wollitz in Cottbus als Cheftrainer folgt, in seinem letzten Heimspiel in der Wacker-Arena von den Fans mit Sprechchören gefeiert worden. Seine Spieler schenkten ihm einen Sieg zum Abschied. "Die Mannschaft hat sich von den letzten zwei turbulenten Tagen nicht aus der Ruhe bringen lassen und gut gespielt", freute sich Bommer.

Wer Bommer in Burghausen ersetzen wird, ist unterdessen noch unklar. Co-Trainer Georgi Donkov habe keine deutsche Fußballtrainer-Lizenz, sagte Steindl. Eine Entscheidung soll erst Anfang des Jahres fallen.

Aufsichtsratschef Steindl tritt zurück

Steindl selbst gab seinen Rückzug zum Ende des Monats bekannt. "Das hat nichts mit der Personalie Bommer zu tun. Das habe ich dem Verein schon vor drei Wochen mitgeteilt", so Steindl. Zumindest seine Nachfolge ist vorerst geklärt: Vize-Präsident Klaus Schultheiss übernimmt das Amt kommissarisch.

12.12.11
 
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