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05.11.2012, 15:40

Köln: Nach der 0:2-Pleite in Aalen

FC schockiert sich selbst

Fünf Ligaspiele blieb der 1. FC Köln zuletzt ungeschlagen. Man wähnte sich schon auf dem Weg in die oberen Gefilde der 2. Liga. Doch die jüngste 0:2-Niederlage beim VfR Aalen brachte die Geißböcke wieder zurück auf den Boden der Tatsachen und sorgte für Rat- und Fassungslosigkeit bei allen Beteiligten.

Holger Stanislawski
Der Auftritt seiner Mannschaft sorgte bei Trainer Holger Stanislawski für Ratlosigkeit
© imago

Nach dem Spiel fehlten Kölns Matthias Lehmann fast die Worte. Was er jedoch rausbrachte, klang alarmierend. Eine "schockierende Leistung" attestierte der Neuzugang aus St. Pauli sich und seinem Team. Der Bundesligaabsteiger legte bei der 0:2 (0:1)-Pleite auf der Schwäbischen Alb über weite Strecken eine Plan- und Ideenlosigkeit an den Tag, die neben den Fans auch Trainer und Spieler zu denken gab. "Das war grottenschlecht und beschämend. Mehr braucht man dazu nicht sagen", fuhr Lehmann fort.

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Im Vergleich zum Pokalerfolg bei Wormatia Worms (4:3 nach Elfmeterschießen) stellte Coach Holger Stanislawski seine Mannschaft auf einer Position um. Für Daniel Royer rückte Jonas Hector in die Startformation. In einer offensiven 4-2-3-1-Ausrichtung versuchten die Rheinländer ihren Gegner vor allem über die Außen immer wieder unter Druck zu setzen. Gefährliche Chancen kamen dabei aber nicht rum. Zudem präsentierte sich die Elf von Stanislawski, im Gegensatz zum Gegner, während des gesamten Spiels weniger als eine Einheit, denn als eine Anhäufung von elf Einzelspielern. Der Auftritt seiner Mannschaft machte auch den Übungsleiter ratlos: "Unsere Automatismen haben überhaupt nicht gegriffen. Wir haben nicht umsetzen können, was wir die ganze letzte Woche im Training geübt haben."

Köln schaffte es nicht, den Gastgeber in der eigenen Hälfte unter Druck zu setzen und geriet immer wieder in blitzschnelle Konter. So wie vor dem spielentscheidenden 2:0, bei dem VfR-Torjäger Cidimar nach einer Flanke von Sascha Traut den Ball unbedrängt ins Tor köpfte. Konnten die zuletzt eingefahrenen Punkte die spielerische Armut der Kölner noch überdecken (Christian Eichner: "Das Regensburg-Spiel war im Prinzip deckungsgleich, nur ohne die drei Tore von uns"), zeigt die Pleite in Aalen schonungslos auf, woran es tatsächlich hapert: Mannschaftliche Geschlossenheit, spielerische Klasse und am taktischen Verständnis.

Anstatt Aufbruchs- herrscht in der Domstadt nun triste Katerstimmung. 13 magere Punkte aus zwölf Partien werden niemanden im Verein zufrieden stellen. Nun droht eine lange Saison im grauen Mittelmaß, wenn nicht sogar ein kräftezehrender Abstiegskampf. Am kommenden Freitag hat der dreimalige deutsche Meister daheim gegen den MSV Duisburg die Gelegenheit, diesem vorerst aus dem Weg zu gehen.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
05.11.12
 

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weitere Infos zu Stanislawski

Vorname:Holger
Nachname:Stanislawski
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Köln

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