| Vorname: | Andrea |
| Nachname: | Pirlo |
| Nation: | Italien |
| Verein: | Juventus Turin |
| Geboren am: | 19.05.1979 |
So richtig hatte Italien - zumindest im Auftaktspiel gegen Spanien - keiner auf der Rechnung. Der Wettskandal hatte die Vorbereitung der Azzurri empfindlich gestört, das letzte Testspiel gegen Russland (0:3) gab den Kritikern und Pessimisten zusätzliche Nahrung. Es kam anders als gedacht. "Bravi! In den schwierigsten Momenten holen wir das Beste aus uns heraus", fand Giorgio Napolitano, das 86-jährige Staatsoberhaupt, die passenden Worte.
Italien spielte mutig nach vorne, Italien hatte mehr Chancen als die Iberer, Italien stand gewohnt gut organisiert in der Defensive, Italien verdiente das 1:1. "Von diesem Italien habe ich geträumt", sagte Torwart und Kapitän Gianluigi Buffon. "Das ist Italien!", legte Nationalcoach Cesare Prandelli nach.
Auch in der heimischen Presse fand die Leistung Anerkennung, vergessen das WM-Debakel in Südafrika, als die damals als Weltmeister angereisten Tifosi ohne Vorrundensieg im Gepäck wieder die Heimreise antreten durften. "Sì Italia - Oh, wie bist du schön", titelte der "Corriere dello Sport", die "Gazzetta dello Sport" meinte: "Bella Italia. So wollen wir dich sehen!"
„Ein großartiges Spiel gegen eine große Mannschaft, das uns Selbstvertrauen gibt.“Regisseur Andrea Pirlo
Einzig "Enfant terrible" Mario Balotelli konnte nicht überzeugen. Erst holte er sich eine Gelbe Karte ab, um dann auch noch die Riesenchance zur Führung behäbig zu vertändeln. "Balotelli war gut - bis er eingeschlafen ist", kommentierte Mitspieler Daniele de Rossi die Szene in der 53. Minute. "Ich weiß nicht, was mit Balotelli los war", ließ Prandelli wissen, der kurz danach Torschütze Antonio di Natale für den 21-Jährigen auf das Feld schickte. Unabhängig von Balotelli wusste Italien zu überzeugen. "Wir haben unserem Land ein wichtiges Signal gegeben", erklärte Buffon - und auch der Konkurrenz um den Titel.