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30.01.2012, 23:05

Stuttgart: Vierte Niederlage in Folge

Bobic und der unruhige Blick auf die Tabelle

Sechs Spiele ohne Dreier, nur ein Zähler, vier Niederlagen in Folge - der VfB Stuttgart bewegt sich langsam aber sicher Richtung Relegationsplatz. Daran konnte auch Neuzugang Vedad Ibisevic nichts ändern, der bei seinem Debüt gegen Mönchengladbach (0:3) leer ausging. Und Antonio Rüdiger, der überraschend erstmals Bundesliga-Luft schnuppern durfte. "Die Tabelle wird immer enger", sagt Trainer Bruno Labbadia - und der Blick für den VfB darauf langsam unangenehm.

Julian Schieber, Vedad Ibisevic und Raphael Holzhauser (v.li.).
Ratlosigkeit beim VfB: Julian Schieber, Vedad Ibisevic und Raphael Holzhauser (v.li.).
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"Wir waren nicht zwingend genug und haben zu viele Fehler gemacht." Das sagte Jürgen Kramny, Trainer der Reserve des VfB nach dem 1:3 seines Teams im Drittliga-Spiel in Erfurt. Eine Analyse, die durchaus auch auf die Bundesliga-Mannschaft der Schwaben nach dem Duell mit Gladbach greift. Dem VfB fehlte ein Taktgeber - und auch eine Struktur, die Sturmspitzen Cacau und Ibisevic wurden kaum eingebunden.

Der Neuzugang aus Hoffenheim, für den Trainer Bruno Labbadia vom zuletzt bevorzugten 4-2-3-1 auf ein 4-4-2 umstellte, mühte sich redlich, versuchte im Kombinationsspiel eine führende Rolle zu finden. Doch mangels brauchbarer Hilfe von den Offensivkollegen, blieb die neue Spitze stumpf. So muss der 34-fache Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina weiter auf sein 50. Bundesliga-Tor warten - und der VfB auf das Ende seiner Talfahrt.

Der Blick auf die Tabelle sorgt nicht gerade für Selbstvertrauen.Fredi Bobic

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Die Abstiegsplätze kommen bedrohlich nahe. Und die nächste Partie in Leverkusen verspricht keine leichten Punkte. "Der Blick auf die Tabelle", sagt Fredi Bobic nach den Ursachen forschend, "sorgt nicht gerade für Selbstvertrauen." Der Stuttgarter Manager ist vor allem angefressen wegen der vielen Gegentreffer nach Standards. Von bisher 26 Gegentoren entsprangen zwölf ruhenden Bällen. Diesmal das 0:1, das die Schwaben auf die Verliererstraße einbiegen ließ. "Das sind individuelle Dinge, die wir schon sehr oft angesprochen haben. Da muss man halt mal enger am Gegenspieler dran sein."

Labbadia: "Wir sind nicht blauäugig"

"Gerade bei Standardsituationen müssen wir wieder konzentrierter am Mann sein und uns wieder gegenseitig mehr helfen", schlägt Labbadia in die gleiche Kerbe. Kann in Kürze Kapitän Matthieu Delpierre da weiterhelfen? Der 30-Jährige sammelte beim VfB II in Erfurt nach seiner zehnmonatigen Verletzungspause (Sehnen- und Muskelriss im Oberschenkel) erstmals Spielpraxis in dieser Saison.

Für die beiden kommenden Aufgaben in der Liga gegen Leverkusen und im DFB-Pokal-Viertelfinale im Südschlager gegen den FC Bayern ist er kein Thema, Labbadia wird wohl weiter auf Serdar Tasci und Maza setzen. Und auch darauf, dass sein Team "insgesamt in allen Bereichen wieder kompakter" auftritt. "Viele Teams können unten reinrutschen. Wir schätzen uns realistisch ein und sind nicht blauäugig." Aber unruhig, sofern der Negativtrend anhält.

30.01.12
 
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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München46:1340
 
2Borussia Dortmund43:1440
 
3FC Schalke 0445:2440
 
4Borussia M'gladbach31:1239
 
5Werder Bremen31:3231
 
6Bayer Leverkusen26:2530
 
7Hannover 9621:2427
 
81899 Hoffenheim20:2223
 
9VfL Wolfsburg24:3623
 
10VfB Stuttgart24:2622
 
11Hamburger SV24:3322
 
121. FSV Mainz 0527:3321
 
131. FC Nürnberg19:2921
 
141. FC Köln28:4021
 
15Hertha BSC25:3020
 
161. FC Kaiserslautern15:2318
 
17FC Augsburg17:3116
 
18SC Freiburg23:4216
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