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Bayern München

Bayern München

Deutschland
4
:
2

nach Verlängerung
2:2 (0:2)
Hinspiel: 2:2
Nach Hin- & Rückspiel: 6:4
Juventus Turin

Juventus Turin

Italien

BAYERN MÜNCHEN
JUVENTUS TURIN
15.
30.
45.






60.
75.
90.












105.


120.





Müller sorgt spät für die Verlängerung

4:2 nach 0:2! FCB mit Dramatik ins Viertelfinale

Sechs Tore, zwölf Gelbe Karten, ein Comeback und eine Verlängerung. Beim 4:2-Erfolg des FC Bayern gegen Juventus Turin sorgten beide Mannschaften für eine äußerst abwechslungsreiche Champions-League-Begegnung, in der die Alte Dame lange wie der der Sieger aussah. Doch nach schwacher erster Hälfte nebst 0:2-Rückstand rettete sich der FCB zunächst noch in die Verlängerung und drehte dort schließlich die Partie vollends.

Thomas Müller
Ausgleich in der Nachspielzeit: Thomas Müller trifft.
© Getty ImagesZoomansicht

Münchens Coach Pep Guardiola nahm nach dem 5:0-Sieg gegen Werder Bremen drei Änderungen in seiner Startelf vor: Statt Coman, Götze und Thiago (alle Bank) begannen Douglas Costa, Vidal und Lewandowski. Robben, bei dem am Sonntag im Training Adduktorenprobleme aufgetreten waren, stand nicht im Kader.

Juventus-Trainer Massimiliano Allegri sah sich im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Sassuolo Calcio in der Serie A sogar zu fünf Wechseln gezwungen: Neben Marchisio (Wadenzerrung) fiel auch Dybala, Torschütze zum 1:2 im Hinspiel, aufgrund eines Überlastungsödems im Unterschenkel verletzt aus. Der Ex-Münchner Mandzukic musste mit Leistenproblemen auf der Bank Platz nehmen. Rugani und Asamoah rutschten aus dem Team. Es begannen die geschonten Pogba, Evra und Lichtsteiner sowie Morata und Hernanes.

Pogba und Cuadrado schlagen zu

Erst zum zweiten Mal in seiner Zeit als Coach der Münchner (nach einem 3:1 bei ZSKA Moskau am 27. November 2013) verzichtete Guardiola in der Champions League in seiner Startelf auf den am Wochenende gegen Werder brillierenden Mittelfeldstrategen Thiago (kicker-Note: 1,5). Nur in den ersten Minuten schien die Offensivmaschinerie des FC Bayern auch ohne den Spanier mit brasilianischen Wurzeln gut zu laufen. Vidal, der schon in der 2. Minute frei vor Buffon von Douglas Costa angespielt wurde, versprang der Ball jedoch bei der Annahme, und verpasste daher früh eine große Gelegenheit.

Statt 1:0 für den deutschen Rekordmeister traf wenig später der italienische: Khedira schickte Lichtsteiner halbrechts ins Laufduell mit Alaba. Weil der Österreicher bei seinem Klärungsversuch am Ball vorbeischlug und Neuer aus seinem Tor gekommen war, konnte nicht nur Lichtsteiner in der Mitte Pogba bedienen, sondern dieser auch noch ins verwaiste Münchner Gehäuse einschieben (5.). Der Treffer zeigte Wirkung dem FCB, der fortan trotz enorm viel Ballbesitz gegen die clever verschiebenden Turiner kaum Gefahr erzeugen konnten.

Ein Fauxpas von Neuer legte Juventus beinahe das 2:0 auf. Ein Klärungsversuch des Keepers landete bei einem Juventus-Spieler, von dem der Ball zu Morata prallte. Dessen Heber wäre im Tor gelandet, doch Referee Jonas Eriksson pfiff den Spanier wegen Abseits zurück - Glück für den FC Bayern. Fünf Minuten später war es aber soweit: Nach Ballverlust der Münchner am gegnerischen Strafraum konterte Juve über Morata mit hohem Tempo, der schließlich Cuadrado freispielte. Der Kolumbianer tanzte Benatia aus und überwand Neuer mit einem wuchtigen Abschluss ins rechte Toreck (28.).

Das zweite Gegentor war dem Tabellenführer der Bundesliga deutlich anzumerken, der sich in den Minuten nach dem Treffer sichtlich beeindruckt vom zielstrebigen Spiel der Italiener zeigte. Erst kurz vor der Pause hatte Müller nach feiner Vorarbeit von Douglas Costa die einzige hochkarätige Gelegenheit des FCB, er kam jedoch nicht an Buffon vorbei (42.). Einem Tor noch näher kam indes Cuadrado auf der Gegenseite, der - von Pogba wunderbar freigespielt - am rechten Pfosten aus kurzer Distanz an Neuer scheiterte (44.).

Lewandowski und Müller antworten spät

Juan Cuadrado, Manuel Neuer (r.)
Juan Cuadrado dreht nach seinem 2:0 jubelnd ab.
© Getty Images

In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel wurde die Partie emotional. Binnen fünf Minuten zeigte der schwedische Unparteiische gleich viermal Gelb. Gleichzeitig vermochten es die Münchner in dieser Phase nicht, konstant Druck zu erzeugen. Vielmehr konterte Juventus immer wieder über Morata gefährlich. Zunächst scheiterte der Spanier nach Ballverlust von Alaba an Neuer (56.). Kurz darauf schloss der Angreifer ein sehenswertes Solo an mehreren Gegenspielern vorbei mit einem Schuss knapp über die Querlatte ab (57.).

Erst die Hereinnahme von Coman in der 60. Minute, für den Xabi Alonso weichen musste, brachte nach und nach ein wenig mehr Leichtfüßigkeit und spielerischen Esprit bei den Bayern. Gleichzeitig wirkte Juventus mit zunehmender Spieldauer in den Zweikämpfen ein wenig müder. Hochkarätige Gelegenheiten blieben jedoch Mangelware - bis in die 73. Minute: Douglas Costa konnte nach einem Angriff über die rechte Seite nach Zuspiel von Coman unbedrängt an den langen Pfosten flanken, wo Lewandowski aus kurzer Distanz per Kopf vollstreckte. Der Treffer verlieh den Münchnern neuen Mut.

Auch wenn die Turiner weiter mit letztem Einsatz verteidigten, blieb der Druck auf das Tor von Buffon nun groß. Am Ende wurden die Bemühungen der Bayern auch belohnt. Nach einem Ballverlust vor dem Strafraum war es erneut eine Flanke von rechts an den langen Pfosten, die ein Tor bescherte. Coman flankte fast von der Torauslinie nach links zu Müller, der aus kurzer Distanz einköpfte - das 2:2 nach einer Achterbahn der Gefühle für den FC Bayern (90.+1).

Thiago kommt rein und trifft

Thiago, Gianluigi Buffon
Die Vorentscheidung: Thiago (l.) nach seinem 3:2.
© Getty Images

In der fälligen Verlängerung blieben die Hausherren zwar klar tonangebend, doch die die beste Chance der ersten Hälfte hatte Lichtsteiner für Turin, der nach Ablage von Mandzukic am aufmerksamen Neuer scheiterte. In der 101. Spielminute brachte Guardiola Thiago für den ausgepumpten Antreiber Ribery.

Wie die Hereinnahme von Coman zuvor sollte sich auch dieser Wechsel schnell bezahlt machen. Denn Thiago erzielte nach einem sehenswerten Doppelpass mit Müller in der 108. Minute prompt das 3:2 für den FC Bayern. Kurzzeitig vernachlässigte Juventus daraufhin die Defensive, was Coman nur zwei Minuten später nach einem Konter in Robben-Manier aus halbrechter Position mit links ins lange Eck zum 4:2 nutzte (110.). Beinahe machten es die Italiener, die bei einem 4:4 weitergekommen wären, danach wieder spannend. Doch Mandzukic und Bonucci kamen aus kurzer Distanz nicht an Neuer vorbei (116., 119.), Sturaro verzog aus sechs Metern deutlich (116.). So blieb es nach einer dramatischen Begegnung beim 4:2 für München.

Am Samstag (15.30 Uhr) gastiert der FC Bayern beim 1. FC Köln. Juventus bekommt es am Sonntag (15 Uhr) im Stadtduell mit dem FC Turin zu tun. Die Auslosung für das Viertelfinale findet am Freitag in Nyon statt.

Champions League, 2015/16, Achtelfinale
Bayern München - Juventus Turin 4:2
Bayern München - Juventus Turin 4:2
Champions-League-Atmosphäre vor dem Anpfiff

Ein Blick durch den Champions-League-Bogen in die (noch) leere Münchner Arena.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayern München
Aufstellung:
Neuer (3) - 
Lahm (3,5)    
Kimmich (4,5)    
Benatia (6)    
Alaba (5) - 
Xabi Alonso (4,5)    
T. Müller (2,5)    
Vidal (2)    
F. Ribery (3,5)    
Lewandowski (3)        

Einwechslungen:
46. Juan Bernat (4)     für Benatia
60. Coman (1)     für Xabi Alonso
101. Thiago         für F. Ribery

Trainer:
Guardiola
Juventus Turin
Aufstellung:
Buffon (3)    
Lichtsteiner (3)    
Barzagli (4) , 
Bonucci (3,5)    
Evra (4) - 
Khedira (3)        
Hernanes (3) - 
Cuadrado (2)            
Alex Sandro (3) - 
Pogba (3)    
Morata (1,5)        

Einwechslungen:
68. Sturaro (4)     für Khedira
72. Mandzukic (3) für Morata
89. Pereyra (4)     für Cuadrado

Trainer:
Allegri

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Pogba (5., Rechtsschuss, Lichtsteiner)
0:2
Cuadrado (28., Rechtsschuss, Morata)
1:2
Lewandowski (73., Kopfball, Douglas Costa)
2:2
T. Müller (90. + 1, Kopfball, Coman)
3:2
Thiago (108., Rechtsschuss, T. Müller)
4:2
Coman (110., Linksschuss)
Gelbe Karten
Bayern:
Kimmich
(2. Gelbe Karte)
,
Vidal
(2.)
,
Lewandowski
(2.)
,
Thiago
(1.)
,
Juan Bernat
(1.)
Juventus:
Khedira
(1. Gelbe Karte)
,
Morata
(2.)
,
Lichtsteiner
(1.)
,
Bonucci
(1.)
,
Cuadrado
(1.)
,
Pereyra
(1.)
,
Sturaro
(3.)

Spieldaten

Bayern München       Juventus Turin
Tore 4 : 2 Tore
 
Torschüsse 26 : 16 Torschüsse
 
gespielte Pässe 926 : 307 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 828 : 207 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 98 : 100 Fehlpässe
 
Passquote 89% : 67% Passquote
 
Ballbesitz 75% : 25% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 45% : 55% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 19 : 26 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 23 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 3 Abseits
 
Ecken 5 : 2 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
16.03.2016 20:45 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
70000 (ausverkauft)
Spielnote:  1
taktisch dank Juventus auf hohem Niveau, ab der 73. Minute lebte das Spiel von der immensen Spannung.
Chancenverhältnis:
7:9
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Jonas Eriksson (Schweden)   Note 2,5
hatte das Spiel gut im Griff. Zwar entschied er bei Juves Großchance (22.) zu Unrecht auf Abseits, aber mit bloßem Auge war das kaum zu erkennen.
Spieler des Spiels:

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