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FC Chelsea

 - 

Inter Mailand

 

0:1 (0:0)

Hinspiel: 1:2

Nach Hin- & Rückspiel: 1:3

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FC Chelsea
Inter Mailand
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.














Drogba sieht kurz vor Schluss Rot - 3. Gelbe Karte für Lucio und Thiago Motta

Eto'o veredelt Sneijders Traumpass

In einer intensiven Partie machte Inter an der Stamford Bridge das Viertelfinale nahezu mühelos perfekt. Die taktisch ausgebuffte und technisch bessere Mourinho-Elf geriet beim uninspirierten FC Chelsea nur selten in Gefahr. Die Lombarden hielten die Blues im ersten Durchgang gut in Schach, übernahmen mit zunehmender Dauer immer mehr das Kommando und beseitigten zehn Minuten vor Schluss alle Zweifel am Weiterkommen.

Samuel bleibt gegen Drogba Kopfballsieger
Sinnbild: Walter Samuel bleibt gegen Didier Drogba Sieger.
© picture-allianceZoomansicht

Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti veränderte seine Startelf im Vergleich zum 4:1-Heimerfolg gegen West Ham United in der Premier League lediglich auf einer Position und schickte Zhirkov für Paulo Ferreira aufs Feld.

Auf Seiten der Mailänder tauschte Inter-Coach José Mourinho im Vergleich zur 1:3-Pleite bei Catania Calcio in der Serie A dreimal Personal aus und brachte Samuel, Thiago Motta und Pandev für Materazzi, Stankovic und Mariga. Balotelli blieb wegen mangelnden Trainingseinsatzes zu Hause.

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Bei angenehmen Temperaturen, aber auf einem Rasen, der im Winter mächtig gelitten hatte, lieferte Maloudas Sololauf, von Lucio knapp innerhalb des Strafraums robust gestoppt, den ersten Aufreger. Der deutsche Referee Wolfgang Stark ließ weiterspielen (7.), blieb in der Folge in der ersten Halbzeit seiner Linie einer eher großzügigen Regelauslegung treu und ließ vieles weiterlaufen.

Ballacks Hammer aus der Distanz Zentimeter links vorbei war für lange Zeit die einzige nennenswerte Torszene (11.), weil sich beide Teams bei Offensivaktionen des Kontrahenten weit in die eigene Hälfte zurückzogen.

Inter zeigte das technisch bessere Spiel, verhielt sich mit einer guten Raumaufteilung taktisch clever, aber ging bei eigenen Angriffen nicht das volle Risiko, musste es nach dem 2:1 im Hinspiel auch nicht. Chelsea war zwar der Wille anzumerken - vieles aber blieb gegen die defensivstarken Gäste um die Innenverteidiger Lucio und Samuel eher dem Zufall geschuldet, wie Drogbas Möglichkeit aus 14 Metern nach einem Abpraller. Maicon blockte gerade noch ab (26.).

Die Lombarden agierten unaufgeregt, ließen den Ball viel besser zirkulieren als die uninspirierten Ancelotti-Schützlinge und hatten mit dem allgegenwärtigen Verteidiger Maicon auf der rechten Seite auch offensiv eine starke Triebfeder. Eto'o war nach Flanke des Brasilianers, die Terry unterlief, am Fünfmeterraum zu überrascht und nickte per Aufsetzer drüber (33.).

Erst kurz vor der Pause gelang es Chelsea, richtig Druck aufzubauen. Bei einer Eckenserie ging es im Strafraum körperlich zur Sache, Samuel umklammerte Drogba elfmeterreif, hielt aber auch mit fairen Mitteln Malouda (41.) als auch Lampard (45.+1) vom Torschuss ab. Und Inter-Keeper Julio Cesar warf sich sieben Meter vor dem Tor mutig Anelka entgegen und verhinderte den Pausenrückstand (42.).

Beide Trainer vertrauten nach Wiederanpfiff zunächst auf dasselbe Personal. Das Spiel ähnelte zunächst sehr der Auseinandersetzung aus dem ersten Durchgang, allerdings griff der Unparteiische nun des Öfteren in die Tasche und zückte auch bei leichteren Vergehen Gelb. Mailand agierte weiterhin geschickt, dem einfallslosen Chelsea gelang es nur durch eine Einzelaktion von Malouda Gefahr auszustrahlen (52.). Sekunden zuvor hatte Eto'o eine prima Schusschance zu zögerlich liegenlassen, und wie man eine Abwehr mit einer einzigen Aktion aushebelt, zeigte Sneijder mit Hackentrick auf Pandev, den Zhirkov im letzten Moment abgrätschte (59.).

Die Engländer waren weiterhin nicht schwer zu verteidigen. Ancelotti suchte nach Inspiration und brachte Joe Cole für Michael Ballack (62.). Der Wechsel verpuffte vollkommen, weil die spielstarken und ballsicheren Lombarden das Heft an der Stamford Bridge immer mehr in die Hand nahmen. Sneijders gedankenschnelles Zuspiel konnte Milito halblinks frei vor Turnbull aber nicht veredeln (65.), Thiago Motta nickte drüber (70.).

Und Chancen für den FC Chelsea? Die Ancelotti-Elf fand offensiv kaum mehr statt. Kalous Einwechslung für Zhirkov kompensierte Mourinho dadurch, dass er nur eine Minute später Stankovic für Pandev brachte (75.). Und schließlich machten die Nerazzurri den Deckel drauf: Sneijders Diagonalpass segelte genau in den Lauf von Eto'o, der von Ivanovic nicht aufzuhalten war und aus 16 Metern flach ins linke Eck einnetzte (78.).

Die Blues kamen nicht mehr zurück, vielmehr verloren die Hausherren nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum zwischen Thiago Motta und Drogba den Ivorer mit der Roten Karte - wegen Tätlichkeit (86.).

Mourinhos Rückkehr an die Stamford Bridge erfreute die Engländer also am Ende nicht, und für Ballack reicht es auch in diesem Jahr nicht für den erhofften Gewinn der Königsklasse.

Die Auslosung für das Viertelfinale findet am Freitag, 19. März 2010, statt. Die Hinspiele werden am 30./31. März, die Rückspiele am 6./7. April ausgetragen.

Auf Chelsea wartet am Samstag in der Premier League die Auswärtsaufgabe bei den Blackburn Rovers, am selben Tag reist Inter Mailand zu US Palermo.

16.03.10
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Chelsea
Aufstellung:
Alex   
Terry       
Zhirkov   
Ballack   
Mikel
Anelka
Drogba   
Malouda   

Einwechslungen:
62. J. Cole für Ballack
73. Kalou für Zhirkov

Trainer:
Ancelotti
Inter Mailand
Aufstellung:
Julio Cesar   
Maicon
Lucio   
Samuel
Zanetti    
Sneijder   
T. Motta      
Pandev   
Eto'o       

Einwechslungen:
75. Stankovic für Pandev
85. Mariga für Sneijder
90. Materazzi für T. Motta

Trainer:
Mourinho

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Eto'o (79., Rechtsschuss, Sneijder)
Rote Karten
Chelsea:
Drogba
(87., Tätlichkeit, T. Motta)
Inter:
-
Gelbe Karten
Chelsea:
Malouda
(2. Gelbe Karte)
,
Alex
(1.)
,
Terry
(2.)
Inter:
Eto'o
(1. Gelbe Karte)
,
T. Motta
(3.)
,
Lucio
(3.)
,
Julio Cesar
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
16.03.2010 20:45 Uhr
Stadion:
Stamford Bridge
Zuschauer:
38107
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)
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