Bayern: Van Bommel lobt Ribery
"Wir werden sie nicht mit vier Toren schlagen, das ist uns sehr wohl bewusst. Aber wir werden uns mit Anstand und Charakter präsentieren und den Leuten ein tolles Champions-League-Spiel zeigen", kündigte der Bayern-Trainer vor dem Rückspiel am Dienstag in München an. Nach den blamablen Auftritten in Wolfsburg (1:5) und Barcelona (0:4) steht Klinsmann massiv unter Druck. Der 4:0-Sieg über Eintracht Frankfurt am Karsamstag war zwar Balsam auf die geschundene Bayern-Seele, aber nicht mehr.
Auch eine respektable Leistung gegen Messi & Co. reicht nicht, um den Coach aus der Schusslinie zu bringen. "Das kann einiges reparieren, aber nicht alles", weiß Klinsmann nur zu genau. Das letzte verbliebene Saisonziel ist die Meisterschaft, und daran wird der 44-jährige Schwabe gemessen. Immerhin eroberten die Münchner am Wochenende Rang zwei, drei Punkte hinter Tabellenführer VfL Wolfsburg.
Vor dem Spiel gegen Barcelona sorgt Bayern-Kapitän Mark van Bommel in einem Interview mit dem spanischen Radiosender RAC 1 mit seinen Aussagen über Franck Riberys Sympathie für den FC Barcelona für Aufsehen. Neu ist das Ganze nicht, hatte der Franzose in der Vergangenheit doch ohnehin noch nie einen Hehl aus seiner Wertschätzung für den katalanischen Topklub gemacht. "Franck hat mir erzählt, dass er in Barcelona spielen will", verriet der Niederländer, der selbst schon bei den Katalanen spielte, und lobte seinen Mannschaftskollegen über den grünen Klee. Er sei der beste Spieler in Deutschland und würde sehr gut zu Barça passen. "Ich glaube, es wäre sehr gut für Barcelona, wenn sie ihn kaufen würden", so van Bommel.
Dass der Niederländer eventuell sogar einen Transfer Riberys forcieren wollte, weist der FC Bayern zurück. Es handele sich um ein Missverständnis, das aufgrund der mangelnden Fremdsprachenkenntnisse von van Bommel zustande gekommen sei, ließ der FC Bayern am Montag dazu ausrichten. "Mark hat versucht, die Sachen auf Spanisch zu sagen. Das ist ihm offenbar nicht gelungen", sagte Mediendirektor Markus Hörwick.
Ribery hat in München ohnehin einen Vertrag bis 2011, und sowohl Manager Uli Hoeneß als auch Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge werden nicht müde zu betonen, dass Ribery nicht verkauft werde. Im Gegenteil man wolle mit ihm sogar über das Vertragsende hinaus verlängern.
UEFA-5-Jahreswertung
Deutschland nur noch knapp hinter Italien.
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