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12.02.2019, 20:01

Dortmund: Favre und das Abwehrpuzzle

Delaney schwärmt von "Rohdiamant" Sancho

Zumindest eine gute Nachricht hatte Lucien Favre am Dienstagabend zu verkünden. Dortmunds Trainer, der gegen Hoffenheim (3:3) noch das Bett hüten musste, konnte seine Arbeit wieder aufnehmen. "Es geht mir besser", verriet Favre 26 Stunden vor dem Champions-League-Achtelfinale gegen Tottenham Hotspur. Auf ein paar seiner Spieler trifft das nicht zu.


Aus London berichtet Thomas Hennecke

Lucien Favre
Muss eine neue Abwehr konstruieren: BVB-Coach Lucien Favre.
© picture allianceZoomansicht

Nachdem sich auch Julian Weigl (Erkältung) abmeldete und bei Lukasz Piszczek eine Fersenverletzung wieder aufbrach, muss Favre erneut eine neue Abwehr konstruieren. "Fakt ist: Sie sind nicht dabei", sagt der Trainer maximal emotionslos, um die Anschlussfrage nach seinen Besetzungsplänen für die Partie am Mittwoch (Anstoß 21 Uhr, LIVE! bei kicker.de) mit der ganzen Routine von fast drei Jahrzehnten Tätigkeit als Fußballlehrer zu beantworten: "Wir werden sehen."

Eine Spur zu Dan-Axel Zagadou, der nach zehn Wochen Pause (Mittelfuß-Stauchung) der schwarz-gelben Reisegruppe in London wieder angehört, legte Favre ausdrücklich nicht. Schließlich sei der junge Franzose erst "langsam zurück" und habe außer einem 60-Minuten-Test in der U 23 des BVB keine Wettkampfpraxis vorzuweisen. Dortmunds Trainer wird eine Lösung finden (müssen) und sieht keinen Sinn darin, angesichts des Abwehr-Engpasses in Wehklagen auszubrechen: "Es bringt nichts, über Spieler zu reden, die nicht da sind." Außerdem sei die Aufgabe gegen den Tabellendritten der Premier League "auch in kompletter Besetzung schwer".

Delaney "passt" auf Sancho auf

Jadon Sancho und Thomas Delaney
Hält Youngster Sancho am Boden: Thomas Delaney.
© imagoZoomansicht

Immerhin: Jadon Sancho wird am Mittwochabend da sein, er ist mit seinen knapp 19 Jahren eine der größten Attraktionen der Bundesliga, deshalb reißen sich in seiner Heimat die Medien längst um ihn. Bei der Pressekonferenz im Wembley-Stadion erfuhren die englischen Journalisten, dass sich Mittelfeldspieler Thomas Delaney verantwortlich für seinen hochbegabten Kollegen fühlt. Verantwortlich, "ihn auf dem Boden zu halten", wenn auf der Insel gerade ein Hype um seine Person ausgebrochen sei.

Sancho, der am Dienstagmorgen seinen Pass vergessen hatte und deshalb eine 17-minütige Verspätung bewirkte, sei ein "Rohdiamant", schwärmte Delaney, "ein sehr, sehr großes Talent". Mit Insiderwissen über Tottenham habe Sancho, der vor seinem Wechsel nach Dortmund in Diensten von Manchester City stand, aber nicht aufwarten können. "Er hat uns nicht viel erzählt", versicherte Delaney.

Zorc mahnt robusteres Abwehrverhalten an

Nach zuletzt sieben Gegentoren in drei Pflichtspielen (Frankfurt, Bremen/Pokal, Hoffenheim) hatte Sportdirektor Michael Zorc bei Reiseantritt ein wieder robusteres Abwehrverhalten angemahnt. Favre entdeckte bei seiner Ursachenforschung drei Gründe für die jüngste Durchlässigkeit der Dortmunder Defensive: "ein Teil Aggressivität, ein Teil Konzentration und ein Teil das Spiel zu lesen." Dass Favre aus Verärgerung über ungewohnte Schwächen lauter als sonst geworden sein könnte, verwies Delaney ins Reich der Fabel. Der Trainer habe "im Moment ein paar Probleme mit der Stimme".

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 12.02., 12:44 Uhr
"Kann es kaum erwarten" - Sancho mit dem BVB auf Heimat-Besuch
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