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27.11.2018, 11:33

Insgesamt vier Bundesligisten in den Top-20

CL-Einnahmen: Wie aus 3 Millionen Euro 135 Millionen wurden

Mit einem Triumph in der Champions League kann München bei den Vermarktungserlösen Madrid überholen. Mit Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Schalke 04 sind vier weitere Bundesligisten unter den Top-20-Vereinen mit den größten Einnahmen seit dem Start des Wettbewerbs 1992/93.

Real Madrid kassierte 88,65 Millionen Euro für den Titelgewinn im Frühjahr.
Real Madrid kassierte 88,65 Millionen Euro für den Titelgewinn im Frühjahr.
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Olympique Marseille ist als erster Gewinner in die Geschichte der Champions League eingegangen. Nach dem 1:0-Sieg im Finale gegen den AC Mailand am 26. Mai 1993 in München bekam Marseille 3,51 Millionen Euro an Prämien aus Vermarktungserlösen der UEFA. Peanuts gegenüber den heutigen Summen. 88,65 Millionen Euro kassierte Real Madrid im Frühjahr 2018 für den Titelgewinn. Selbst die schon im Sommer 2017 in den Play-offs am FC Liverpool gescheiterte TSG Hoffenheim erhielt allein für diese zwei Spiele mit 9,25 Millionen Euro fast dreimal so viel Geld wie Marseille vor 25 Jahren.

Diese inflationäre Entwicklung hat den Fußball in Europa gespalten. Die Diskussionen über den neuen Verteilungsschlüssel seit dieser Saison nach Abschluss der neuen Vermarktungsverträge sind hart. Etablierten Vereinen wie Real Madrid oder Bayern München winken in dieser Spielzeit beim Gewinn des Titels bis zu 135 Millionen Euro. Neben Startgeldern, Erfolgsprämien und Zahlungen aus dem Marktpool werden erstmals über eine Koeffizienten-Rangliste auf der Basis von Titelgewinnen in der Geschichte aller europäischen Wettbewerbe und Erfolgen in den zurückliegenden zehn Jahren weitere Beträge in zweistelliger Millionenhöhe ausgeschüttet.

In dieser Rangliste führt Real Madrid mit 379 Punkten vor dem FC Barcelona (317) und Bayern München (297). Jeder Rang ist 1,108 Millionen Euro wert. Madrid bezieht da- rüber 35,46 Millionen Euro, München 33,25 Millionen Euro. Mit den für alle Klubs gleich hohen Startgeldern (15,25 Millionen Euro) und den zu 50 Prozent fixen Geldern aus dem Marktpool (die zweite Hälfte wird nach sportlichem Erfolg gezahlt) waren Real schon vor dem Start der Saison etwa 70 Millionen Euro sicher, dem FC Bayern etwa 65 Millionen Euro. Über dieses System ist die Champions League zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft geworden. Aus der Sicht von Vereinen wie beispielsweise Viktoria Pilsen oder Young Boys Bern sogar zu einer Drei-Klassen-Gesellschaft.

Gleiche Leistung - 30 Millionen Unterschied

Die Spanne bei den Leistungen der UEFA war schon in der Vergangenheit enorm. In der abgelaufenen Saison erhielt Qarabag Agdam 16,82 Millionen Euro, der AS Monaco 46,58 Millionen Euro. Beide Klubs schieden mit Abpfiff der Gruppenphase aus. Bei gleicher sportlicher Leistung (je zwei Remis) erklärt sich der gewaltige Unterschied bei den Zahlungen aus den Verträgen der UEFA mit den übertragenden Sendern in den jeweiligen Ländern, die über den sogenannten Marktpool an die Vereine ausgezahlt werden. Aserbaidschan kann für diese Rechte nicht die Summe bieten, die Frankreich gezahlt hat. Qarabag bezog über den Marktpool knapp 1,12 Millionen Euro, Monaco etwas über 32,87 Millionen Euro.

Natürlich erhalten auch die Qarabags der Champions League seit dieser Saison mehr Geld, da die Vermarktungserlöse der UEFA um über 600 Millionen Euro von 1,4 Milliarden Euro in der Saison 2017/18 auf 2,04 Milliarden Euro im laufenden Wettbewerb gesteigert wurden. Die Geldschere geht über den neuen Verteilerschlüssel jedoch weiter auseinander als je zuvor.

Nur drei "Gründungsmitglieder" dabei

In der Einnahme-Rangliste seit Gründung der Champions League sind unter den 20 Topverdienern mit Marseille, Porto und dem AC Mailand nur drei "Gründungsmitglieder" zu finden. Auch deshalb, weil richtig große Kasse erst in der jüngeren Vergangenheit mit der Explosion der Vermarktungseinnahmen seit 2013 gemacht wird.

Rainer Franzke

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Real Madrid hat seit Einführung der Champions League 772 Millionen Euro an Vermarktungserlösen eingenommen. Dicht auf den Fersen ist der FC Bayern München. Insgesamt finden sich vier Bundesligisten in den Top 20. Eine Übersicht.
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Vereinsdaten

Vereinsname:Bayern München
Gründungsdatum:27.02.1900
Mitglieder:291.000 (30.11.2018)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Säbener Straße 51-57
81547 München
Telefon: (0 89) 69 93 10
Telefax: (0 89) 64 41 65
E-Mail: service@fcb.de
Internet:http://www.fcbayern.de

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Vereinsname:Borussia Dortmund
Gründungsdatum:19.12.1909
Mitglieder:154.000 (01.07.2018)
Vereinsfarben:Schwarz-Gelb
Anschrift:Rheinlanddamm 207-209
44137 Dortmund
Telefon: (02 31) 90 20 0
Telefax: (02 31) 90 20 105
E-Mail: info@bvb.de
Internet:http://www.bvb.de

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Vereinsname:Bayer 04 Leverkusen
Gründungsdatum:01.07.1904
Mitglieder:26.000 (01.07.2018)
Vereinsfarben:Rot-Weiß-Schwarz
Anschrift:Bismarckstraße 122-124
51373 Leverkusen
Telefon: (02 14) 8 66 00
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E-Mail: info@bayer04.de
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Vereinsname:FC Schalke 04
Gründungsdatum:04.05.1904
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45891 Gelsenkirchen
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Telefax: (02 09) 36 18 109
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Internet:http://www.schalke04.de


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