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12.03.2018, 19:43

Setzt Manchester Uniteds Trainer gegen Sevilla auf Rashford?

Mourinhos Konter für "schlechtesten Trainer der Geschichte"

Liverpool? Interessiert nicht mehr. Das Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Sevilla in der Champions League bestimmt über Wohl und Wehe der Saison von Manchester United. José Mourinho nahm sich vorher noch einen Kritiker vor.

José Mourinho
"Wenn man unter die letzten Acht kommt, kann alles passieren": José Mourinho.
© imagoZoomansicht

Zu den besten Teams der Champions League "gehören wir noch nicht", meinte José Mourinho am Montag. Doch der Portugiese, der die Königsklasse mit dem FC Porto und Inter Mailand bereits gewann, glaubt auch zu wissen: "Wenn man unter die letzten Acht kommt, kann alles passieren. Dann riecht man das Halbfinale."

Zwischen Manchester United und dem Viertelfinale steht noch der FC Sevilla, der am Dienstagabend (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) zum Achtelfinal-Rückspiel im Old Trafford gastiert. Die Ausgangslage ist für die Red Devils nach dem 0:0 im Hinspiel gefährlich. Ein Gegentor würde die Sache kompliziert machen. "Das Ergebnis lässt alles offen. Wir haben keinen Vorteil", findet Mourinho.

Die Vorstellung beim 2:1 gegen den FC Liverpool am Samstag, als die United-Defensive gegen die hochgelobte Reds-Offensive quasi nichts zuließ, dürfte dem Portugiesen aber Mut gemacht haben. Wobei er betonte: "Das Spiel morgen ist wichtiger als Samstag. Da ging es um Meisterschaftspunkte, von denen es noch 24 weitere gibt. Morgen und Samstag (im FA Cup gegen Brighton, d.Red.), das sind K.-o.-Spiele."

Vor allem das Spiel gegen Sevilla wird richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf sein. In der Premier League ist der Rekordmeister Zweiter, im FA Cup steht er im Viertelfinale - doch ein Achtelfinal-Aus in der Champions League würde einen Schatten auf die ganze Spielzeit werfen.

Da kann eine gelungene Generalprobe gegen den Erzrivalen sicher nicht schaden. Zum Matchwinner gegen Liverpool avancierte überraschend Marcus Rashford, der erstmals seit dem Boxing Day (2:2 gegen Burnley) in der Premier League wieder in der Startelf der Red Devils stand. Seit der Verpflichtung von Alexis Sanchez war der 20-Jährige ein wenig ins zweite Glied gerückt.

Wenn er von Frank de Boer gecoacht werden würde, würde er lernen, wie man verliert, denn er hat ja jedes Spiel verloren.José Mourinho über Marcus Rashford

Auf die Kritik von Frank de Boer, der als TV-Experte bei "BT Sport" zu Gast war, reagierte Mourinho auf typische Weise. "Ich habe etwas gelesen, ein Zitat vom schlechtesten Trainer der Premier-League-Geschichte, Frank de Boer. Sieben Spiele, sieben Niederlagen, kein Tor (bei Crystal Palace zu Saisonbeginn, d.Red.)", führte Mourinho trocken aus: "Er sagte, dass es nicht gut für Marcus Rashford sei, einen Trainer wie mich zu haben, weil es für mich das Wichtigste sei, zu gewinnen. Wenn er von Frank gecoacht werden würde, würde er lernen, wie man verliert, denn er hat ja jedes Spiel verloren."

Das saß. De Boer hatte gesagt, dass Rashford als jungem Spieler auch Fehler zugestanden werden müssten und es schade sei, dass Mourinho sein Trainer wäre. Der Portugiese hingegen führte aus, er sei sich sicher, dass Rashford - wenn man sich die Einsatzzeiten in den vergangenen beiden Jahren anschaue - unter den Top 5 wäre. "Ich will nur das Beste für den Jungen. Spielt er jedes Spiel von Beginn an? Natürlich nicht. Aber er ist ein Spieler, dem wir vertrauen."

Auch gegen Sevilla? Mourinho kann am Dienstag auch wieder auf Anthony Martial zurückgreifen, der zuletzt zweimal wegen Oberschenkelproblemen fehlte. Dass Paul Pogba auflaufen kann, ist hingegen eher unwahrscheinlich, auch wenn der Franzose noch kurz auf den Platz ging, nachdem er bei der öffentlichen Trainingseinheit am Montagvormittag gefehlt hatte. Da auch Ander Herrera noch ausfällt, könnte Mourinho im Mittelfeldzentrum erneut auf das Duo Matic/McTominay setzen.

Carrick beendet seine Karriere am Saisonende

Dem Ende neigt sich indes die Karriere des Michael Carrick entgegen. Der 36-Jährige erklärte am Montag, dass für ihn am Saisonende Schluss sein wird. Der Mittelfeldspieler war 2006 von Tottenham zu den Red Devils gekommen, für die er seitdem 463 Pflichtspiele bestritt. "Es kommt der Zeitpunkt, an dem dein Körper dir sagt, dass es Zeit ist aufzuhören", erklärte der 34-malige englische Nationalspieler, der zur Saison 2018/19 wahrscheinlich den Trainerstab des Rekordmeisters verstärken wird. Wegen einer Herz-Rhythmus-Störung hat Carrick in der laufenden Saison erst vier Pflichtspiele absolviert.

ski

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