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20.02.2018, 12:04

Conte hat vor dem Duell mit Barça schlaflose Nächte

2012 macht Mut: "Wir sind Chelsea. Wir können sie schlagen"

Mit zwei Siegen in Folge kam der schlingernde FC Chelsea zuletzt wieder ein wenig in die Spur. Nun wartet das Champions-League-Duell mit dem FC Barcelona. Der gilt als klarer Favorit. Doch es gibt Dinge, die den Blues Mut machen. Dass Lionel Messi noch nie gegen sie getroffen hat, zum Beispiel. Oder der Gedanke an das letzte Duell mit Barça.

Antonio Conte
Gut gelaunt trotz Schlafdefizit: Chelsea-Coach Antonio Conte.
© imagoZoomansicht

Contes schlaflose Nächte

"Wenn ich ehrlich bin, in den Tagen nach dem FA-Cup-Spiel war es schwierig, gut zu schlafen", gestand Antonio Conte. Das Duell mit dem FC Barcelona am heutigen Dienstagabend (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) spukte in seinem Kopf herum. "Wir müssen das perfekte Spiel abliefern, wenn wir gewinnen wollen. Auf dem Papier gibt es vor diesen Spielen einen klaren Favoriten und das ist Barcelona", meinte der Italiener, dem an der Stamford Bridge spätestens nach dem 1:4 in Watford ein rauer Wind ins Gesicht wehte, den er mit eigenen Aussagen nur noch verstärkte.

Zwei Siege haben die Lage im Westen Londons vorerst wieder beruhigt. Allerdings wurden sie gegen Liga-Schlusslicht West Brom (3:0) und im Pokal gegen Zweitliga-Abstiegskandidat Hull City (4:0) eingefahren - und jetzt kommt der große FC Barcelona. Der FC Barcelona, der in der heimischen Liga (sieben Punkte Vorsprung) und der Champions League (erst ein Gegentor) noch ungeschlagen ist.

Messi hat gegen Chelsea noch nie getroffen

Beide Klubs haben sich schon einige K.-o.-Duelle geliefert. Unvergessen der "Iniestazo" an der Stamford Bridge 2009 am Ende eines Skandalspiels (Stichwort Övrebö). Doch auch Chelsea hatte seine Erfolgserlebnisse gegen die Katalanen: 2005 köpfte John Terry die Blues nach einem Geniestreich von Ronaldinho noch ins Viertelfinale. Und dann war da ja noch 2012. In Unterzahl erkämpfte Chelsea im Halbfinal-Rückspiel im Camp Nou ein 2:2. Messi schoss einen Elfmeter an die Latte und weinte danach in der Kabine. Die Londoner zogen ins Finale von München ein und gewannen mit Coach Roberto di Matteo die Champions League.

Chelsea war immer ein furchtbarer Gegner: kompakt, stark in der Abwehr, sehr gutes Pressing. Wir fanden es gegen sie immer schwer. Und das werden Barcelonas Spieler jetzt auch wieder denken.Pedro, einst Barça, jetzt Chelsea

"Das war ein sehr trauriger Tag für mich, für Barcelona, für uns alle", erinnerte sich Pedro, inzwischen (wie auch Cesc Fabregas) beim damaligen Gegner unter Vertrag, gegenüber dem "Guardian": "Chelsea war immer ein furchtbarer Gegner: kompakt, stark in der Abwehr, sehr gutes Pressing. Wir fanden es gegen sie immer schwer. Und das werden Barcelonas Spieler jetzt auch wieder denken. Wir (Chelsea, d.Red.) können aus diesem Spiel 2012 viele Erinnerungen ziehen. Es ist nicht unmöglich für uns, Barcelona zu schlagen und weiterzukommen."

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Erst recht nicht, wenn Messis Torlos-Serie gegen die Blues anhält: In acht Spielen gelang dem Argentinier noch kein Treffer, auch Chelsea-Torhüter Thibaut Courtois verstand es während seiner Saison bei Atletico 2013/14, Messi zu nerven: sechs Spiele, kein Gegentor. Allerdings: Was bedeuten schon solche Statistiken? Messi bricht sie eigentlich zum Spaß.

Zeit zu glänzen: Hazard setzt sich selbst unter Druck

Lionel Messi gegen Eden Hazard
Auf Schals sind sie schon vereint, auf Klubebene treffen sie erstmals aufeinander: Eden Hazard (r.) und Lionel Messi.
© imagoZoomansicht

Da wäre es nicht schlecht für Chelsea, wenn ein eigener Akteur ins Rampenlicht treten würde: Eden Hazard zum Beispiel. Der Belgier, den Conte zuletzt als "falsche Neun" einsetzte, wird oft mit Messi und Cristiano Ronaldo verglichen, regelmäßig mit Real Madrid und Paris St. Germain in Verbindung gebracht. Doch der ganz großen Bühne konnte er seinen Stempel noch nicht aufdrücken. Letzten Monat wurde Hazard 27, es wäre langsam an der Zeit.

Das weiß auch Hazard, der erstmals auf Vereinsebene auf Messi trifft (im WM-Viertelfinale zog er mit Belgien gegen Argentinien mit 0:1 den Kürzeren): "Wenn ich dieses Level erreichen will, muss ich ein großes Spiel abliefern. Es ist schön, mit den Größten aller Zeiten verglichen zu werden, Messi oder Ronaldo", sagte er im Vorfeld, betonte aber: "Wenn man einer der Besten sein will, muss man in den großen Spielen gut spielen. Das ist ein großes Spiel, und wir sind Chelsea. Wir sind Meister in England. Wir sind bereit. Wir können sie schlagen." Auch Pedro gibt sich kämpferisch: "Wir müssen zuversichtlich sein. Wenn man mit Furcht ins Spiel geht, gibt man es gleich Barça."

ski

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Hazard: Messi? Ronaldo? "Versuche, ihr Level zu erreichen"
Seit 2012 spielt Eden Hazard beim FC Chelsea. Der Titelgewinn in der Champions League fehlt dem Belgier noch. Sein Vertrag läuft 2020 aus. Immer wieder gibt es Gerüchte um ein Interesse von Real Madrid.
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