Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
22.11.2017, 12:25

3:3 nach 3:0: Liverpool verpasst vorzeitige Achtelfinal-Quali

Mentalitätsproblem? Klopp erinnert ans Dortmund-Drama

Liverpool und eine 3:0-Halbzeitführung, da war doch was? Ähnlich wie im Finale 2005, nur diesmal eben andersrum, endete die Partie noch 3:3. Begeistert war Jürgen Klopp natürlich nicht, konnte dem Last-Minute-Remis in Sevilla aber auch etwas Positives abgewinnen.

Wie ist die Stimmung? Meistens hat ein schiefes Grinsen von Jürgen Klopp nichts Gutes zu bedeuten.
© Getty ImagesZoomansicht

Ein Jahr hatte im Estadio Ramon Sanchez Pizjuan kein Gegner mehr gewonnen, mit dementsprechend viel Respekt war der FC Liverpool an "das Spiel der Champions League bis jetzt" (Jürgen Klopp) herangegangen. Einen Punkt beim FC Sevilla hätte der Trainer vorab vielleicht sogar unterschrieben, nachher sicher nicht.

3:0 führte sein Team zur Pause und hätte das Erreichen des Achtelfinals damit als Gruppenerster unter Dach und Fach bringen können. Hätte, denn am Ende hatte auch Sevilla dreimal im Kasten von Loris Karius eingenetzt - beim Ausgleichstreffer in der dritten Minute der Nachspielzeit stand Klopp nur da, während um ihn herum knapp 40.000 Menschen völlig durchdrehten.

Hätten wir das besser lösen können? Zu 100 Prozent.Jürgen Klopp nach dem Remis in Sevilla

Wie kann man nur eine 3:0-Halbzeitführung verspielen? Eine Frage, die das Liverpool-Lager im Mai 2005 noch mit einem Schmunzeln vernommen hatte. Immerhin waren sie in Istanbul gegen Milan diejenigen gewesen, die im Champions-League-Finale einen solchen Rückstand aufgeholt hatten. Jetzt war das Gegenteil der Fall und die Reds mussten vielmehr an den Mai 2014 denken. Damals hatten Steven Gerrard, Luis Suarez und Co. einen solchen Vorsprung bei Crystal Palace hergegeben und mit Tränen in den Augen die Chance auf die Meisterschaft verspielt.

Ganz so schlimm ist es diesmal freilich nicht, doch kritischen Fragen sah sich Klopp natürlich trotzdem ausgesetzt. "Hätten wir das besser lösen können? Zu 100 Prozent. Denke ich, dass wir ein Mentalitätsproblem haben? Zu 100 Prozent nicht!" Das passiert halt mal, pflichtete der 50-Jährige bei. Besonders "bei dieser Atmosphäre".

Klopp steht hinter seiner Mannschaft und sieht das Positive

Und was den Mentalitäts-Aspekt betrifft, was war denn da nochmal im April 2016? Als Liverpool gegen Klopps Ex-Klub Borussia Dortmund aus einem 1:3 ein 4:3 gemacht hatte und damit ins Europa-League-Halbfinale eingezogen war. "Da haben wir eine fantastische Mentalität gezeigt, und in vielen anderen Spielen auch." Ja, natürlich sei das in Sevilla nicht ganz optimal verlaufen, "aber das ist jetzt kein generelles Problem".

Woran es gelegen hat, dass sein Team "aufgehört hat, Fußball zu spielen", war für Klopp nicht schwer auszumachen: "Sie schießen das erste Tor und die Stimmung kippt. Bis zum zweiten Tor waren wir viel zu passiv. Danach haben wir versucht, das Spiel wie im ersten Durchgang zu kontrollieren." Und das ging schief: "Bis der finale Pfiff ertönt, ist alles möglich. Das wusste ich vorher auch schon."

Etwas Positives - wenn man das aus Liverpool-Sicht unglückliche Resultat dann irgendwann verarbeitet hat - hatte das Remis dann doch: "Wir haben was gelernt", hielt Klopp sich kurz, und wusste auch, was seine Mannschaft daraus mit nach Liverpool nimmt: "Einen Punkt mehr als vorher."

mkr

Champions League, 2017/18, Vorrunde, 5. Spieltag
FC Sevilla - FC Liverpool 3:3
FC Sevilla - FC Liverpool 3:3
Frühe Führung

Liverpools Firmino brachte die Reds in Sevilla früh in Front und dreht jubelnd ab.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Klopp

Vorname:Jürgen
Nachname:Klopp
Nation: Deutschland
Verein:FC Liverpool


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein FußballQuiz eMagazine