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18.10.2017, 09:13

Dortmund: Aufflackernde Torwartdiskussion um Bürki

Dramatisches Festival Dortmunder Unzulänglichkeiten

Eine miserable Leistung, das hochwahrscheinliche Ende aller Champions-League-Ambitionen in dieser Saison und eine neu aufflackernde Torwartdiskussion um Roman Bürki. Es war ein Abend zum Vergessen, den Borussia Dortmund beim 1:1 in Nikosia erlebte. Cheftrainer Peter Bosz beendete ihn mit einer eigenwilligen Deutung der Geschehnisse.


Aus Nikosia berichtet Thomas Hennecke


Tiefe Enttäuschung bei Mario Götze und Co.: Dortmund steht vor dem frühen Aus in der Champions League.
Tiefe Enttäuschung bei Mario Götze und Co.: Dortmund steht vor dem frühen Aus in der Champions League.
© picture allianceZoomansicht

Was als Beginn einer Aufholjagd und als Trendwende nach den beiden Niederlagen gegen Tottenham Hotspur und Real Madrid (jeweils 1:3) gedacht war, geriet zu einem dramatischen Festival Dortmunder Unzulänglichkeiten. Die von Sportdirektor Michael Zorc zu "mehr Aggressivität, mehr Aktivität und mehr Robustheit" aufgeforderte Borussia karikierte sich mit ihren statischen, ermüdenden Kombinationen und einer selten erlebten Fehlerhaftigkeit selbst.

"Wir waren nicht zwingend genug und hatten in den entscheidenden Momenten zu wenig Zug zum Tor", gestand Mario Götze. Komfortable 73 Prozent Ballbesitz erwiesen sich als optische Täuschung: Dortmunds Offensive versagte in Zyperns Hauptstadt total - die meisten der von der Statistik erfassten 16:8 Torschüsse verfehlten ihr Ziel meilenweit.

Marcel Schmelzer, dem Trainer Bosz nach fünf Wochen Pause und nur drei Übungseinheiten zu einem schnellen Comeback verholfen hatte, war kurz vor Mitternacht Ortszeit allenfalls bereit, seiner Elf zu bescheinigen, "nicht den besten Fußball" gespielt zu haben. Freundlicher als in diesem Moment hat Dortmunds Kapitän einen so gründlich verpatzten Auftritt der Borussia noch nie umschrieben.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 18.10., 10:48 Uhr
Bosz: "Die Mannschaft muss für Bürki da sein"
Nur 1:1 bei Nikosia - die Träume vom Achtelfinale in der Champions League scheint der Borussia Dortmund früh begraben zu müssen. Trainer Peter Bosz hat wenig Erklärungsansätze für die schwache Leistung auf Zypern, fordert in der schwierigen Phase aber Zusammenhalt ein. Insbesondere gilt dies für Torwart Roman Bürki, den der Coach nach seinem krassen Patzer in Schutz nimmt und die Mannschaft in die Verantwortung.
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Schmelzer: Man darf sich jetzt keine Schwächephase einreden lassen

So kunstvoll, wie Schmelzer wenig später die erste Schaffenskrise der Saison mit dem fußballerisch armen Auftritt in Augsburg, dem 2:3 gegen Leipzig und dem Stolperspiel auf Zypern analysierte, hätten sich die 1000 mitgereisten BVB-Fans ihre Stars auf dem Rasen gewünscht. Man dürfe sich jetzt keine Schwächephase einreden lassen, appellierte Schmelzer, "und selbst, wenn es so ist, dürfen wir uns das nicht eingestehen".

Besser als in der Champions League, aus der sich die Borussia im Dezember wohl verabschieden wird, läuft es in der Bundesliga. Ihr gilt jetzt der Dortmunder Fokus, Schmelzer fordert eine umgehende Reaktion "in Hannover", wo aber nicht das nächste, sondern erst das übernächste Meisterschaftsspiel stattfindet.

Ins Bild der Irrungen und Wirrungen im GSP-Stadion von Nikosia passte auch, dass Peter Bosz seinen Schützlingen einen guten Start gegen Apoel attestierte - und mit einer exklusiven Sicht der Dinge auch Chancen registrierte, die es in dieser Form nicht gab. Der Niederländer muss sich eingestehen, dass Dortmund in der Champions League unter seiner Führung nur ein müder Abklatsch jener begeisternden Formation ist, die noch vor Jahresfrist in ganz Europa hymnisch besprochen wurde.

Rückendeckung für Bürki

Roman Bürki, damals unumstrittene Nummer 1, ist nach seinem neuerlichen Patzer nun endgültig in den Mittelpunkt einer öffentlichen Torhüter-Diskussion gerückt. Von seinen Kollegen erhält der unter Beschuss geratene Schweizer Rückendeckung. Stellvertretend für viele andere betont Abwehrchef Sokratis: "Roman hat uns schon viele Spiele gewonnen, weil er es sehr gut gemacht hat. Wir haben kein Torhüter-Problem."

Champions League, 2017/18, Vorrunde, 3. Spieltag
APOEL Nikosia - Borussia Dortmund 1:1
APOEL Nikosia - Borussia Dortmund 1:1
Zu Gast auf Zypern

Borussia Dortmund samt Fans sah sich am 3. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase 2017/18 bei APOEL Nikosia um.
© Getty Images

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62 Leserkommentare

MacWheily
Beitrag melden
19.10.2017 | 22:38

Bayern superheros

Die einzige Mannschaft der Welt doe schon am 2. Spieltag der Gruppenphase durch ist.

So viel zur Traum[...]
Juno2015
Beitrag melden
19.10.2017 | 18:51

Träumt mal alle schön weiter und zimmert euch eure rosarote Traumwelt weiterhin zusammen.

Das Bei[...]
FrankCastle
Beitrag melden
19.10.2017 | 13:21

@MacWheily:
Gegen Real werden dieses Saison, auch wenn die nicht in Topform sind, noch andere Toptea[...]
dossi82
Beitrag melden
19.10.2017 | 12:43

Mensch ärgere Dich nicht

Hatte nach der Auslosung und dem Spielplan schon ein ungutes Gefühl, leider hatte man etwas Pech beim [...]
schorleweisssauer
Beitrag melden
19.10.2017 | 12:12

EuroLeague?

beeindruckend, wie selbstsicher einige User hier schon von der EuroLeague sprechen.
Erstmal qualifizieren!

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zum Thema

weitere Infos zu M. Götze

Vorname:Mario
Nachname:Götze
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:03.06.1992

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Vorname:Marcel
Nachname:Schmelzer
Nation: Deutschland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:22.01.1988

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Vorname:Roman
Nachname:Bürki
Nation: Schweiz
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:14.11.1990

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Vorname:Sokratis
Nachname:Papastathopoulos
Nation: Griechenland
Verein:Borussia Dortmund
Geboren am:09.06.1988

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Vorname:Peter
Nachname:Bosz
Nation: Niederlande
Verein:Borussia Dortmund


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