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18.10.2017, 00:31

Kapitän fordert eine Reaktion in der Bundesliga

Schmelzer: "In der zweiten Halbzeit nur wild"

Nur 1:1 in Nikosia - das hatten sich die Dortmunder anders vorgestellt. Zwei Siege in den Duellen mit den Zyprern hatten die Chancen auf den Achtelfinaleinzug wieder vergrößern sollen, nun kam alles anders. Daran konnte auch Comebacker Marcel Schmelzer nichts ändern, der ebenso wie sein Trainer klare Worte fand. Torhüter Roman Bürki stärkten beide aber bedingungslos den Rücken trotz eines folgenschweren Doppelfehlers.

Marcel Schmelzer
Trotz des Comebacks frustriert: Marcel Schmelzer (#29).
© picture allianceZoomansicht

Am 1. Spieltag hatte sich Schmelzer in Freiburg einen Bänderteilriss im rechten Sprunggelenk zugezogen, nun kehrte der Kapitän auf den Platz zurück - und stand sogar in der Startelf. Dabei war bereits die Teilnahme des 29-Jährigen an der Auswärtsreise eine Überraschung gewesen. Schmelzers Freude über sein schnelles Comeback dürfte sich jedoch in Grenzen gehalten haben, zu sehr drückte das 1:1 bei APOEL auf die Gemüter. Sechs Punkte Rückstand auf das Spitzenduo aus Madrid und Tottenham lassen die Hoffnungen auf das Achtelfinale aufs Minimalste schrumpfen.

Schmelzer: "Das darf nicht passieren"

"Wir sind enttäuscht", brachte es Schmelzer auf den Punkt. "In der zweiten Hälfte war es nur wild, weil wir alle gewinnen wollten. Wir haben keine Ruhe ausgestrahlt und sind auf allen Positionen nach vorne gelaufen. Da müssen wir dazulernen", sparte er nicht an Kritik. Dass seiner Mannschaft defensive Struktur bisweilen ebenso abging wie offensive Durchschlagskraft, war Schmelzer nicht verborgen geblieben. "Wir haben unnötig viele Konterchancen zugelassen und selber zu wenige kreiert. Das darf nicht passieren, gerade in der Champions League. Normalerweise wird das noch viel härter bestraft", wusste Schmelzer.

Dafür, dass im Vorfeld Spieler wie Funktionäre von der Wichtigkeit dieses Spiels gesprochen hatten, blieb die Performance der Borussen erschreckend ideenlos. Das größte Problem? Für Schmelzer war es klar: "Wir haben uns keine Chancen herausgespielt." Trainer Peter Bosz sah es ähnlich: "In so einem Spiel ist es wichtig, das erste Tor zu schießen. Aber wir waren nicht scharf genug für ein Tor." Leise Kritik übte der Niederländer an seinem Torjäger, der in der allerletzten Szene des Spiels die Chance auf den Siegtreffer vergab: "Für Auba war es heute schwierig. Aber der letzte Ball muss bei ihm normalerweise reingehen."

Am Wochenende müssen wir zwei, drei Schippen drauflegen.Marcel Schmelzer

Über einen mindestens ebenso folgenschweren Fauxpas wollten Trainer und Kapitän nicht viele Worte verlieren. Roman Bürkis Doppelpatzer, der dem früheren Dresdener Mickael Poté den Weg zum 1:0 ebnete, wollten beide nicht zu hoch hängen. "Das passiert im Fußball. Die Mannschaft wird ihm das nicht vorwerfen", wiegelte Bosz ab. Schmelzer pflichtete bei: "Er hat keine große Schuld. Wir wollen ja hinten raus spielen. Gerade nach dem Abpraller hätten wir als Verteidiger ihm auch helfen können."

Zorc: "Bin kein Träumer, sondern Realist"

Wie geht es nun weiter? "Wir müssen versuchen, das Heimspiel gegen Nikosia zu gewinnen. Dann müssen wir sehen, wie die letzten beiden Spiele laufen", vermied es Bosz, den Traum von der K.-o.-Runde bereits zu vergraben. Während Schmelzer eher an die Folgen für die Bundesliga dachte und forderte, "am Wochenende wieder zwei, drei Schippen draufzulegen", sah die Lage für Manager Michael Zorc ganz klar aus: "Ich bin kein Träumer, sondern Realist. Es geht jetzt darum, den dritten Platz zu sichern."

psz

 
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weitere Infos zu Bosz

Vorname:Peter
Nachname:Bosz
Nation: Niederlande
Verein:Borussia Dortmund


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