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14.09.2017, 11:34

Deutscher Referee unterbricht für drei Minuten

Eklat in Maribor: Aytekin fast von einer Rakete getroffen

Leicht ist der Job des Schiedsrichters nicht - das bekam FIFA-Referee Deniz Aytekin (39) am Mittwochabend mal wieder am eigenen Leib zu spüren. Bei seinem ersten Einsatz in der Königsklasse seit dem umstrittenen 6:1 von Barcelona über Paris in der vergangenen Spielzeit wurde der Bundesliga-Schiedsrichter von russischen Fans angegriffen - eine Rakete verfehlte ihn nur knapp.

Er musste das Spiel zwischen Maribor und Spartak für drei Minuten unterbrechen: FIFA-Referee Deniz Aytekin.
Er musste das Spiel zwischen Maribor und Spartak für drei Minuten unterbrechen: FIFA-Referee Deniz Aytekin.
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Im nur knapp 13.000 Zuschauer fassenden Stadion, für die Champions League wahrlich eine ungewöhnliche Kulisse, stellte sich Aytekin bei der Partie zwischen Maribor und Spartak Moskau (1:1) wohl auf einen halbwegs ruhigen Abend ein. Russische Fans machten dem gebürtigen Nürnberger allerdings einen Strich durch die Rechnung: Neben dem exzessiven Abbrennen von Pyrotechnik flog nach 15 Minuten plötzlich eine Rakete mit hoher Geschwindigkeit Richtung Mittelkreis - also genau dorthin, wo sich gerade Aytekin aufhielt.

Ein gezielter Angriff auf den deutschen Schiedsrichter, der daraufhin die Begegnung für drei Minuten unterbrach, ehe er sich entschied, die Partie fortzusetzen. Weitere Zwischenfälle gab es in der Folge bis Spielende nicht mehr. Eines aber ist sicher: Spartak hat mit einer empfindlichen UEFA-Strafe zu rechnen. Die russischen Fans, spätestens seit der EM 2016 in Frankreich wieder stark im Fokus, haben ihrem Verein keinen Gefallen getan.

Für Aytekin war es also eine unschöne Rückkehr auf die internationale Bühne, wobei er auch an seinen umstrittenen Auftritt in Barcelona Anfang März nicht die besten Erinnerungen haben dürfte. Nach dem 1:6 machte Paris Saint-Germain den Schiedsrichter aus Oberasbach (Mittelfranken) wegen mehrerer strittiger Entscheidungen in der Schlussphase für das Ausscheiden verantwortlich.

Spielabbruch in Montenegro

Die Ausschreitungen in Maribor waren für Aytekin nicht komplettes Neuland: In der EM-Qualifikation leitete er 2015 das Match zwischen Montenegro und Russland in Podgorica. Dabei wurde der russische Keeper Igor Akinfeev nach nur 20 Sekunden von einer Leuchtrakete am Kopf getroffen. Aytekin unterbrach die Partie, schickte die Spieler in die Kabine. Nach einer 35-minütigen Unterbrechung ging es weiter, ehe in der 67. Minute ein verschossener Elfmeter der Russen das Fass zum Überlaufen brachte - eine Rudelbildung unter den Spielern und Wurfgeschosse von der Tribüne reichten, um das Spiel endgültig abzubrechen.

Spielabbruch auf St. Pauli

Auch in der Bundesliga war Aytekin bei einem Spielabbruch hauptverantwortlicher Schiedsrichter. Im April 2011 lief in der Partie zwischen St. Pauli und Schalke 04 die 88. Minute, als Schiedsrichterassistent Thorsten Schiffner plötzlich zusammensackte. Ein voller Bierbecher hatte ihn im Nackenbereich getroffen. Aytekin brach das Spiel daraufhin beim Stand von 0:2 ab.

msc

 

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weitere Infos zu Aytekin

Vorname:Deniz
Nachname:Aytekin
Verein:TSV Altenberg
Verband:Bayern


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