Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
12.09.2017, 22:45

Champions League am Dienstag, 1. Spieltag

Glanzlose Bayern - Messi trifft gegen Buffon

Die Champions-League-Saison wurde vom FC Bayern mit einem glanzlosen Sieg gegen Anderlecht eröffnet. Gruppengegner Paris St. Germain hatte bei Celtic Glasgow derweil keinerlei Mühe. Im Kracher zwischen Barcelona und Juventus behielten die Spanier die Oberhand. Einen erfolgreichen Start legten auch die Klubs aus England hin. Sowohl Manchester United als auch Chelsea fuhren einen verdienten Heimsieg ein. Die Roma und Atletico trennten sich trotz zahlreicher Chancen torlos.

Gruppe B: Anderlecht macht es den Bayern leicht

Lewandowski, James und Tolisso
Frühe Führung: Lewandowski (links) erzielte das 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Der FC Bayern, bei dem James sein Startelfdebüt gab, ist mit einem glanzlosen Sieg gegen den RSC Anderlecht in die Gruppe B gestartet. Dabei machten es die Belgier, die von Nürnbergs Ex-Coach René Weiler trainiert werden, dem deutschen Rekordmeister zunächst denkbar einfach. Denn nach einer Notbremse an Lewandowski flog Kums in der Anfangsphase vom Platz, zudem gab es Strafstoß. Allerdings war das Foul wohl außerhalb des Strafraums. Lewandowski war es egal, er verwandelte sicher zum 1:0. Danach schien die Luft etwas raus, Bayern spielte zu locker weiter, vergaß es, nachzulegen und so wehrte sich Anderlecht bis zur Pause erfolgreich gegen einen zweiten Gegentreffer. Nach dem Wechsel musste sogar der Pfosten für den bereits geschlagenen Neuer retten. Der Weckruf? Zumindest erhöhte Thiago auf 2:0. Für den größten Aufreger sorgte da noch Ribery, der bei seiner Auswechslung zwölf Minuten vor dem Ende kräftig schimpfte. Der Schlusspunkt zum 3:0 war Kimmich vorbehalten.

PSG dominiert in Schottland

Paris Saint-German hat sich im Gastspiel bei Celtic Glasgow keine Blöße gegeben. Die durchweg dominanten Franzosen stellten bereits im ersten Durchgang die Weichen auf Sieg. Neymar (20.), Mbappé (34.) und Cavani per Strafstoß (41.) schossen PSG in Führung. Nach dem Seitenwechsel ließen es die Gäste, bei denen Draxler nach knapp einer Stunde eingewechselt wurde, etwas ruhiger angehen, ehe Lustig per Eigentor (83.) und Cavani mit einem sehenswerten Flugkopfball (85.) für den ebenso deutlichen wie verdienten Sieg des Favoriten sorgten. Die zunächst tiefstehenden Schotten kamen nur selten zu Torabschlüssen. Die beste Möglichkeit vergab Sinclair in der 64. Minute.

Gruppe A: United ohne Mühe

Romelu Lukaku
Überflieger: Romelu Lukaku feiert seinen Treffer.
© Getty ImagesZoomansicht

Als Europa-League-Sieger sicherte sich Manchester United das Ticket für die Champions League. Und die Red Devils hatten richtig Lust auf diesen Wettbewerb, machten von Beginn an mächtig Betrieb. Mkhitaryans Kopfball ging über den Kasten und Lukakus Schuss war zu zentral angesetzt (15.). Nach 18 Zeigerumdrehungen gab es eine Schrecksekunde für die Gastgeber: Pogba fasste sich nach einem langen Schritt an den Oberschenkel und musste wenig später ausgewechselt werden - für ihn kam Fellaini. Aber auch ohne den Mittelfeldmann diktierten die Engländer die Partie, Mkhitaryan setzte die Kugel aus kurzer Distanz an den Pfosten (23.). Von Basel kam offensiv recht wenig, allerdings bot sich nach 34 Minuten aus dem Nichts eine gute Chance, Zuffi verzog freistehend. Eine Minute später zappelte der Ball im Netz der Schweizer: Young flankte perfekt und fand den eingewechselten Fellaini, der nickte aus kurzer Distanz ein. Die Führung zur Pause war auf jeden Fall verdient, United war klar besser - und sorgte nach der Pause schnell für klare Verhältnisse. Blind flankte von der linken Seite und fand Lukaku, der köpfte zum 2:0 ein (53.). Das war gegen an diesem Tag offensiv harmlose Gäste schon die Vorentscheidung. Aber Basel gab sich nicht auf, Elyounoussi prüfte aus kurzer Distanz de Gea (64.). Die Hausherren hatten jedoch alles im Griff, der eingewechselte Rashford legte kurz vor dem Ende sogar noch den Treffer zum 3:0-Endstand nach (84.).

ZSKA ärgert Benfica

Im anderen Spiel der Gruppe A hatte Benfica den russischen Vertreter ZSKA Moskau zu Gast. Die Portugiesen kontrollierten die Parte mit viel Ballbesitz, viele Chancen sprangen im ersten Durchgang aber nicht heraus. Nach dem Seitenwechsel änderte sich das: Kurz nach Wiederbeginn flankte Zivkovic flach nach innen und fand Seferovic, der ehemalige Frankfurter traf aus kurzer Distanz (51.). Aber die Russen kamen zum Ausgleich, und zwar zu einem fragwürdigem. Benficas André Almeida bekam den Ball im Strafraum nach Berezutskiy-Schuss an den Arm, Schiedsrichter Mallenco zeigte auf den Punkt - eine sehr harte Entscheidung. Vitinho war es egal, der traf nämlich vom Punkt zum Ausgleich (63.). Und es kam noch besser aus Sicht der Gäste: Nach Vasins Schuss schaltete der vier Minuten vorher eingewechselte Zhamaletdinov im Zentrum am schnellsten und schob den Ball ein (71.). Diesen knappen Vorsprung brachten die Russen trotz aller Offensivbemühungen der Hausherren über die Zeit und feierten einen überraschenden Sieg in Lissabon.

Gruppe C: Alisson ist überall - Saul schließt den Kreis

Beinahe hätte man meinen können, Rom und Atletico Madrid hätten vor der Spiel abgesprochen, sich mit den Torchancen abzuwechseln. Hin und her ging es im Stadio Olimpico, dennoch torlos in die Pause. Weil Saul am Pfosten (3.), Nainggolan aus der Distanz an Oblak (33.) und Koke an Manolas scheiterte. Der Innenverteidiger kratzte das Leder in höchster Not von der Linie (35.). Nach der Pause verschoben sich die Kräfteverhältnisse allerdings klar zugunsten Madrids. Vietto (57.), Saul (59.) und der für Vietto eingewechselte Correa (63., 83.) fanden aber allesamt im herausragenden Keeper Alisson ihren Meister. In der 93. Minute hätte Saul das Tor machen müssen, scheiterte aber ebenfalls an Alisson. Als der Mann des Abends am Boden liegend nicht mehr eingreifen konnte, verfehlte Saul im Nachschuss das unbehütete Tor. So endete die Partie, wie sie begann - mit einem Pfostenschuss von Saul.

6:0 Agdam zahlt an der Stamford Bridge Lehrgeld

Erstmals betrat Qarabag Agdam die Champions-League-Bühne, und das gleich an der Stamford Bridge. Und die Aserbaidschaner zahlten früh Lehrgeld: Pedro stellte per Schlenzer schon in der 5. Minute auf 1:0 für die Blues, bei denen Antonio Rüdiger nach der Pause eingewechselt wurde. In der 30. Minute war Zappacosta mit dem 2:0 zur Stelle, auch der Distanzschuss (oder die verunglückte Flanke?) des Italieners von rechts außen war äußerst sehenswert. Als Azpilicueta in der 56. Minute nach feiner Außenristflanke von Fabregas auf 3:0 erhöhte, war Agdam endgültig geschlagen und gab sich in der Schlussphase auf. Bakayoko (72.), Batshuayi (76.) und ein Eigentor von Medvedev (82.) machten das halbe Dutzend voll.

Gruppe D: Messi trifft erstmals gegen Buffon

Lionel Messi
Doppelpack: Jetzt hat Lionel Messi auch gegen Buffon getroffen.
© Getty ImagesZoomansicht

In Gruppe D gab es gleich mal einen echten Kracher, denn mit Barcelona und Juventus trafen sich zwei Schwergewichte. Beide Teams begegneten sich eine Halbzeit auf Augenhöhe, die Punkte blieben letztlich aber beim Team von Ernesto Valverde, weil Messi und Co. aufdrehten. Während bei den Katalanen alles auf dem Feld stand, was Rang und Namen hat und auch der Ex-Dortmunder Dembelé ins Rennen geschickt wurde, fehlten bei den Italienern Khedira, Höwedes, Mandzukic oder auch Chiellini. Dessen ungeachtet stand Juve zunächst gewohnt sicher und ließ die starken Offensivkräfte von Barça kaum zur Entfaltung kommen. In Umschaltsituationen zeigten die Gäste zudem, dass sie selbst gefährlich sein können. Allerdings lagen die Hausherren bei allen statistischen Werten wie Ballbesitz, Zweikampf- oder Passquote deutlich vorn. Dennoch war die Führung von Messi (Schuss aus 16 Metern) kurz vor der Pause ein wenig überraschend. Für den Argentinier war es übrigens sein erster Treffer gegen Buffon. Kurz nach dem Wechsel versäumte er es, nachzulegen, als er nur den Pfosten traf. Dennoch war Juventus bald geschlagen, als Rakitic nach Vorarbeit von Messi einen missglückten Abwehrversuch auf den Schlappen bekam und auf 2:0 erhöhte. Jetzt fielen die Gäste doch etwas auseinander und Messi besorgte den 3:0-Endstand.

Sporting legt schnell den Grundstein zum Erfolg

Großer Dämpfer für Olympiakos Piräus: Trotz zweier später Tore unterlagen die Griechen einem effizienten Sporting Lissabon mit 2:3. Bereits nach zwei Minuten lief das Spiel in eine klare Richtung: Sportings Doumbia bekam im Strafraum der Griechen zu viele Freiheiten und köpfte zur frühen Führung ein. Die Passivität und fehlende Nähe zu den Gegenspielern zog sich bei Piräus durch die gesamte erste Hälfte, trotz hohen Ballbesitzanteilen war der 0:3-Halbzeitstand erträglich - Sporting traf zwei Mal Aluminium. Gelson Martins (13.) und Bruno Fernandes auf herrliches Zuspiel von Coates (43.) erzielten die Tore zwei und drei. Trotz leichter Steigerung der Griechen in der zweiten Halbzeit reichte es Lissabon aus, nur zu verwalten. Zu spät wurde Piräus dann wirklich gefährlich, Pardos Tore (89., 90+3) waren dann nur noch Ergebniskosmetik.

kon

Bilder des Spieltages
Champions League, 2017/18, Vorrunde, 1. Spieltag
Champions League, 2017/18, Vorrunde, 1. Spieltag
Zurück auf der großen Bühne

der FC Liverpool
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun