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12.09.2017, 15:00

Dortmund kehrt in das Wembley-Stadion zurück

Knackiger Auftakt für den BVB gegen Tottenham

Auftakt mit Schlüsselspiel-Charakter: Borussia Dortmund ist zum Start der Champions-League-Gruppenphase sofort richtig gefordert. Im Londoner Wembley-Stadion kommt es am Mittwoch (20.45 Uhr) zum Duell mit dem englischen Spitzenklub Tottenham Hotspur. In einer Gruppe mit dem großen Favoriten Real Madrid geht es da bereits um wichtige Punkte im Kampf ums Achtelfinal-Ticket. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke fehlt jedenfalls "die Fantasie, dass Real Dritter werden könnte".

Gonzalo Castro und Mousa Dembelé
Wiedersehen in Wembley: Dortmunds Gonzalo Castro und Tottenhams Moussa Dembelé.
© picture allianceZoomansicht

Für den BVB ist die Champions-League-Reise nach London in den vergangenen Jahren fast zur Routine geworden, für den neuen Trainer Peter Bosz aber ist es eine Premiere: Erstmals wird der Niederländer am Mittwoch in der Königsklasse coachen. Gedämpft wird die Vorfreude auf das wichtige Debüt-Spiel gegen Tottenham allerdings durch Personalprobleme in der Abwehr.

Neben den langzeitverletzten Außenverteidigern Erik Durm und Raphael Guerreiro musste auch Marcel Schmelzer die Reise aufgrund eines Bänder-Teilrisses im Sprunggelenk absagen. Die Innenverteidiger Marc Bartra, dessen Adduktorenprobleme noch nicht gänzlich überwunden sind, und Neven Subotic (erkrankt) blieben kurzfristig ebenfalls in Dortmund. Bei letzterem besteht indes zumindest noch die leise Hoffnung, dass er am Spieltag nachreisen könnte.

Sorgen bereitet BVB-Boss Hans-Joachim Watzke allerdings weder das Königsklassen-Debüt von Bosz noch der kurzfristige Ausfall von Bartra. In Ömer Toprak stehe "ein Spieler mit großer internationaler Erfahrung" als Vertreter des Spaniers bereit. Und wer es - wie Bosz - als Trainer bis ins Europa-League-Finale geschafft habe, "der hat vor der Champions-League-Gruppenphase keine Angst". Dennoch stünden die Borussen vor einer "ganz schweren Aufgabe". Denn es steht nicht zu erwarten, dass es die "Spurs" es dem BVB wieder so leicht machen wie vor anderthalb Jahren in der Europa League. Damals schenkten die Engländer das Achtelfinal-Duell durch große Personalrochaden mehr oder weniger bereitwillig ab, um sich voll auf die Meisterschaft konzentrieren zu können. Einem 3:0-Sieg des BVB im heimischen Stadion folgte ein 2:1-Auswärtserfolg an der White Hart Lane. Das Weiterkommen der Schwarz-Gelben war nie gefährdet.

Watzke: "Tottenham hat eine Topmannschaft"

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Jetzt aber stehen die Vorzeichen anders - die Saison ist noch jung, die Spurs wie der BVB hoch motiviert, in Europa Spuren zu hinterlassen. "Tottenham hat eine Topmannschaft, die über Jahre gewachsen ist. Und sie besitzen die finanzielle Kraft, ihre Leistungsträger zu halten", sagt Watzke über den von Mauricio Pochettino trainierten Klub, der am Wochenende 3:0 beim FC Everton gewann.

Im Wembley-Stadion, wohin die Spurs aufgrund des Neubaus ihres Stadions an der White Hart Lane ausweichen müssen, läuft es dagegen nicht so gut für die Londoner. Doch auch die Dortmunder haben nicht uneingeschränkt gute Erfahrung mit dem Spielort gemacht. 2013 unterlagen die Borussen in Wembley dem FC Bayern im deutschen Champions-League-Finale mit 1:2. "Daran", sagte Watzke am Dienstag vor dem Abflug, "habe ich gar keine Erinnerungen mehr. Ich war damals so im Tunnel, dass ich nicht mal mehr weiß, wie die Kabinen aussehen."

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Eine Finale erwartet den BVB diesmal nicht. Wohl aber ein enorm wichtiges Spiel mit Blick auf die besondere Konstellation der Gruppe H. Titelverteidiger Real Madrid scheint fürs Weiterkommen gesetzt. Um das zweite Ticket fürs Achtelfinale streiten sich voraussichtlich Tottenham und der BVB. APOEL Nikosia, das vierte Team in der Gruppe, gilt als krasser Außenseiter.

Direkter Vergleich gegen Tottenham könnte entscheidend sein

"Der direkte Vergleich mit Tottenham wird nicht unwichtig", sagte Watzke am Tag vor der Partie. BVB-Keeper Roman Bürki ergänzte: "Es gilt, gut zu starten. Vor allem in unserer Gruppe. Ein Auswärtssieg wäre eine gute Ausgangslage." Damit das Vorhaben aufgehen kann, benötigt der BVB allerdings eine stärkere Leistung als zuletzt beim 0:0 in Freiburg, als man sich am mauernden Sport-Club die Zähne ausbiss und keine Wege vors Tor fand. Vielleicht hilft es ja, dass der Platz im Wembley-Stadion wesentlich breiter ist als der des Schwarzwaldstadions.

Matthias Dersch

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 12.09., 14:57 Uhr
Wembley ruft - BVB und der Zweikampf mit Tottenham
Am Mittwochabend geht es für den BVB los. Die Dortmunder starten in London bei Tottenham Hotspur in die neue Champions-League-Runde. Torhüter Roman Bürki erhofft sich einen guten Start beim Champions-League-Debüt von Coach Peter Bosz. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erwartet ein enges Spiel gegen die "Top-Mannschaft" aus Tottenham und spricht von einer kleinen Vorentscheidung im direkten Vergleich mit Tottenham. Real Madrid sieht er schon in der K.-o.-Runde.
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weitere Infos zu Bosz

Vorname:Peter
Nachname:Bosz
Nation: Niederlande
Verein:Borussia Dortmund


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