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15.04.2017, 14:35

Bartra aus dem Krankenhaus entlassen

Watzke erwog Rückzug aus der Champions League

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat nach dem Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus am Dienstagabend kurzfristig daran gedacht, den BVB aus der Champions League zurückzuziehen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. Am Samstagmittag konnte Marc Bartra das Krankenhaus verlassen.

Hans-Joachim Watzke
BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hat sogar kurzfristig einen Rückzug aus der Champions League erwogen.
© picture allianceZoomansicht

"Ich habe kurz überlegt, ob wir uns nicht ganz aus dem Wettbewerb verabschieden sollen", wird Watzke in dem Artikel zitiert. Allerdings hat sich der BVB-Boss anders entschieden: "Aber dann wäre es für die Täter ein Sieg gewesen", begründete er.

Am Dienstagabend explodierten kurz nach der Abfahrt des BVB-Busses vom Mannschaftshotel drei Sprengsätze mit Metallspitzen. Dabei wurden Scheiben beschädigt. Dabei hatte Marc Bartra einen Bruch der Speiche erlitten, zudem wurde er durch "Fremdkörper-Einsprengungen " verletzt. Der Spanier konnte am Samstag das Knappschaftskrankenhaus in Dortmund verlassen. Dies bestätigte der BVB.

Der BVB war auf dem Weg zum Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen AS Monaco, das anschließend auf Mittwoch verschoben wurde. Das Spiel ging mit 2:3 verloren, das Rückspiel findet am kommenden Mittwoch in Monaco statt (20.45 Uhr, LIVE! auf kicker.de)

Watzke berichtet weiterhin von seiner Ansprache an die Mannschaft am Morgen nach dem Anschlag: "Wenn einer sich nicht in der Lage fühlt zu spielen, dann kann er das dem Trainer sagen. Und ich habe auch gesagt: Von uns hätte es vollstes Verständnis gegeben und jede Form der Unterstützung. Jede!"

Watzke sprach zudem von einem Anschlag, der nicht nur ausdrücklich dem BVB galt. "Es war vielmehr ein Anschlag auf die Bundesrepublik Deutschland", sagte Watzke. Am Tatort wurden mehrere Bekennerschreiben gefunden, auch im Internet tauchte ein Text auf. Am Freitagabend ging beim Berliner "Tagesspiegel" eine Mail mit einem erneuten Bekennerschreiben ein. Die Echtheit dieser Schreiben wird derzeit noch von Experten geprüft.

jer

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