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24.02.2016, 12:11

Italien: Weltmeister mit schwacher Darbietung

"Er war fast durchsichtig": Khedira erntet Kritik

Vor dem Spiel noch in höchsten Tönen gelobt, fand sich Sami Khedira nach dem Achtelfinalhinspiel gegen den FC Bayern massiver Kritik ausgesetzt. Die italienische Presse sprang mit dem deutschen Weltmeister im Trikot von Juventus Turin nicht gerade zimperlich um und macht ihn quasi für die ersten 60 Minuten verantwortlich, als die Münchner dominierten, die "Alte Dame" überhaupt nicht zur Entfaltung kommen ließen und verdient mit 2:0 führten.

Kam nicht richtig ins Spiel: Juves Sami Khedira (re.).
Kam nicht richtig ins Spiel: Juves Sami Khedira (re.).
© imagoZoomansicht

Zumindest die Bilanz stimmte, denn mit Khedira auf dem Platz haben die Bianconeri noch nicht verloren. Der "Glücksbringer" wird sein 17. Pflichtspiel aber nicht so gerne in Erinnerung behalten, schließlich zeigte der Mittelfeldspieler eine schwache Leistung. "Er ist umsichtig, er versteht es großartig, das Spiel zu lesen und zu animieren", hatte Trainer Massimiliano Allegri im Vorfeld seinen Strategen noch gelobt, animieren konnte Khedira Juve bis zu seiner Auswechslung in der 69. Minute aber in keinster Weise.

"Er fällt nicht auf", hatte Franz Beckenbauer zur Pause bei Sky moniert. Nur 30 Ballkontakte und kein einziger geführter Zweikampf unterstreichen das. "Wenig Präsenz, wenig Elan", meinte der Corriere dello Sport über den 28-Jährigen und zeigte sich verwundert: "Er war nicht der Spieler, an den wir gewöhnt sind." In der Liga beim 0:0 gegen Aufsteiger Bologna wurde Khedira geschont, um gegen die Bayern aufdrehen zu können. Doch es schien vielmehr, als sei er durch die Zwangspause aus dem Tritt gekommen.

Der Juve-Talisman hatte von Anfang an seine Kraft verloren. Er war fast durchsichtig.Die italienische Zeitung La Stampa über Khedira

"Der Juve-Talisman hatte von Anfang an seine Kraft verloren. Er war fast durchsichtig", urteilte die La Stampa. "Khedira schaffte es nicht, seinem Team Balance und Ruhe zu geben. Er geriet unter dem wahnsinnigen Druck ins Wanken", kommentierte der Corriere della Sera. "Entweder ist Khedira nicht in Form, oder er spürte Bayerns Überlegenheit. Es war kein guter Beschluss von Allegri ihn einzusetzen", setzte La Repubblica nach. Gut aber war aus Sicht von Juve, dass der für Khedira eingewechselte Stefano Sturaro das 2:2 markierte.

Khedira sprach im Anschluss von einer "phänomenalen Leistung" in der letzten halben Stunde, auf der es für das Rückspiel in München aufzubauen gilt. Der Sechser zeigte sich entsprechend "zufrieden, das war eine großartige Leistung der Mannschaft". Seine eigene war zu durchsichtig und hat noch Luft nach oben.

nik

Champions League, 2015/16, Achtelfinale
Juventus Turin - Bayern München 2:2
Juventus Turin - Bayern München 2:2
Es ist angerichtet

Die Juventus-Arena vor dem Anpfiff.
© Getty Images

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weitere Infos zu Khedira

Vorname:Sami
Nachname:Khedira
Nation: Deutschland
Verein:Juventus Turin
Geboren am:04.04.1987

weitere Infos zu Allegri

Vorname:Massimiliano
Nachname:Allegri
Nation: Italien
Verein:Juventus Turin