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16.02.2016, 15:10

Coach Spalletti hat gute Erinnerungen an Real Madrid

Die Roma - mit neuer Hoffnung gegen die Übermacht

Als krasser Außenseiter geht die Roma ins Achtelfinale gegen Real Madrid. Das liegt an mehreren Punkten: Die Italiener haben sich mit der schwächsten Bilanz aller Zeiten für die Runde der letzten 16 Teams qualifiziert, vor allem die Abwehr wirkt stets anfällig, und die eigene Bilanz in der K.-o.-Phase tut ihr Übriges. Doch es gibt auch Positives zu vermelden: Roma-Coach Luciano Spalletti weiß im Grunde, wie man die Königlichen schlägt. Außerdem zeigt die Offensive wieder, was sie kann.

Seydou Keita und Miralem Pjanic
Glaubt daran, eine echte Chance gegen Real Madrid zu haben: Seydou Keita (hier mit Miralem Pjanic).
© Getty ImagesZoomansicht

Mit einem 0:0 gegen BATE Baryssau und dank des parallelen 1:1 von Bayer Leverkusen gegen Barcelona quälte sich die Roma als Gruppenzweiter der Staffel E ins Achtelfinale. Die genaue Statistik: kümmerliche sechs Punkte und unglaubliche 16 Gegentore! Es war die schlechteste Vorrundenbilanz, mit der je ein Team die K.-o.-Runde der Königsklasse erreichte.

Doch inzwischen hat sich bei den Giallorossi einiges geändert: Ex-Trainer Rudi Garcia musste nach der erneuten vorweihnachtlichen Talfahrt seinen Platz räumen. Es kam Luciano Spalletti, der selbst schon einmal zwischen 2005 und 2009 bei den Römern unter Vertrag stand - und mit ihm veränderte sich ein wenig die Philosophie. Neues Leben kehrte ein: Die Römer wechseln teilweise zwischen Dreier- und Viererkette - und vorne scheint mit Neuzugang Stephan El Shaarawy wieder mehr Esprit Einzug zu halten. Außerdem scheint nun Sommertransfer Edin Dzeko angekommen zu sein. Der Bosnier beendete am Wochenende beim 3:1 in Carpi seine seit 30. August andauernde Liga-Durststrecke mit einem Doppelpack. Die Folge fürs Team: vier Ligadreier in Serie.

Optimistischer Keita

Doch reicht die Qualität, um das große Real Madrid (zehn Titel) in zwei Spielen ärgern und rauswerfen zu können? Kann die Roma tatsächlich nach 2008 mal wieder das Viertelfinale der Champions League erreichen? "Es wird schwer, aber nicht unmöglich", weiß Seydou Keita. Der Mittelfeldmann, zwischen 2008 und 2012 für Barça aktiv und deswegen häufig gegen die Königlichen im Einsatz, fügt im Gespräch mit "Roma Radio" an: "Die Spiele gegen Real waren immer etwas Besonders, immer Highlights, wie es hier das Derby gegen Lazio ist."

Der 36-Jährige schwelgt aber nicht nur in Erinnerungen, sondern wagt auch eine selbstbewusste Aussage: "Wir haben mittlerweile wieder unser Selbstvertrauen zurück. Und wir haben die Vorbereitung von unserem Coach, der den Gegner genau analysiert und uns bestens für einen nicht unmöglichen Sieg vorbereitet."

Perotti: "Wir können sie stürzen"

In der Tat dürfte Real ein klein wenig von einer von Spalletti trainierten Roma gewarnt sein. Die letzten beiden CL-Aufeinandertreffen nämlich gewannen die damals schon vom heute 56-Jährigen trainierten Giallorossi: Im Achtelfinale 2007/08 setzten sich die Italiener sowohl zu Hause als auch auswärts mit 2:1 durch. Die Siegtreffer besorgten damals Mancini im Stadio Olimpico und Mirko Vucinic im Santiago Bernabeu (90.+2). Als Akteur aktiv dabei war übrigens auch Francesco Totti, der mit 39 Jahren immer noch dem Kader der Hauptstädter angehört und aktuell mit einer Wadenverletzung kämpft (Einsatz fraglich).

Luciano Spalletti
Kann sich sicherlich noch an die Erfolge gegen Real Madrid erinnern: Roma-Coach Luciano Spalletti.
© Getty ImagesZoomansicht

Die beiden Klubs sind bisher in acht UEFA-Spielen aufeinandergetroffen. Dabei gab es vier Siege für Madrid, drei für die Roma und ein Unentschieden.

"Der Trainerwechsel hat unsere Mentalität verändert", gibt Keita gerne noch einmal zu. "Das Team entwickelt sich Schritt für Schritt, wir sind auf dem richtigen Weg. Das ist aktuell eine positive Phase, die der Klub aktuell durchlebt." Ein Meilenstein auf dem Weg zu einer europäischen Spitzenmannschaft, was die Roma als langfristiges Ziel immer wieder betont, wäre dabei sicherlich ein Triumph gegen Real Madrid, gegen die Königlichen, gegen das von Legende Zinedine Zidane trainierte "Weiße Ballett". "Gegen Real Madrid zu gewinnen, ist für mich der größte Wunsch. Genauso wie ein Sieg gegen Barcelona oder Bayern München", so Neuzugang Diego Perotti (CFC Genua). "Und wir haben die Qualität, um Zinedine Zidanes Team zu eliminieren. Wir können sie stürzen, aber dazu müssen wir selbst nach vorne spielen und ihre Mittelfeldspieler unter Druck setzen."

Darauf wird es wohl wirklich ankommen, denn die eigene Abwehr um den ehemaligen Stuttgarter Antonio Rüdiger wirkt nach wie vor nicht sattelfest (fünf Gegentore in sechs Spielen unter Spalletti). Und sollten Aufbauspieler wie Toni Kroos zu viel Raum haben, werden sie Möglichkeiten und Lücken finden, um Cristiano Ronaldo & Co. in Szene zu setzen.

Spalletti und der neue Roma-Stil

Sollte das nicht gelingen, wäre das kein Beinbruch, wie Coach Spalletti schon vor einer Woche gesagt hatte: "Wir sollten damit aufhören, zu schnell zu große Erfolge zu verlangen. Wir sollten auch nicht mehr davon reden, dass es zu schwer ist, hier erfolgreich arbeiten zu können. Wir sollten uns alle darauf konzentrieren, einen neuen Roma-Stil zu kreieren. Und das braucht seine Zeit und unser volles Interesse. Kinder auf der ganzen Welt wissen, wer wir sind - und ihnen gegenüber haben wir eine Verantwortung."

mag

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