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24.11.2015, 09:41

Die Roma gastiert beim FC Barcelona - Florenzi im Fokus?

Garcia: "Ein Sieg würde unsere Zukunft verändern"

Am Dienstagabend (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de) steigt im Camp Nou ein Topspiel, das aber nur einen Favoriten kennt: Die Roma gastiert bei Titelverteidiger Barcelona, der seine Brust jüngst mit einem überragenden 4:0 bei Real Madrid gestählt hat. Dennoch wittern die Italiener ihre Chance, wenngleich Trainer Rudi Garcia weiß, dass gegen Barça eine fehlerfreie Leistung benötigt wird. Mut gibt den Giallorossi das 1:1 aus dem Hinspiel, das bei Barça offenbar Begehrlichkeiten geweckt hat.

Alessandro Florenzi
Glänzte im Hinspiel gegen Barça mit einem echten Traumtor: Alessandro Florenzi.
© picture allianceZoomansicht

Es läuft die 31. Minute im Stadio Olimpico, als sich Alessandro Florenzi über die rechte Außenbahn aufmacht und aus 55 Metern den deutschen Torhüter Marc-André ter Stegen überwindet. Damit egalisiert der Flügelspieler das frühe 0:1 von Luis Suarez und ermöglicht der Roma am 1. Spieltag der Gruppenphase den ersten Punkt, denn es bleibt beim 1:1.

Seitdem soll Florenzi sogar im Fokus der Katalanen sein, als etablierter Römer und italienischer Nationalspieler wäre der 24-Jährige wohl ein Zugewinn für Barça - zumal mit Dani Alves (32) früher oder später ein Star im Team von Trainer Luis Enrique wegbricht. Derzeit sind das aber nur erste Gerüchte, wie auch Florenzi selbst jüngst angemerkt hat: "Ich bin aktuell bei der stärksten Roma, in der ich bislang gespielt habe. Wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Ich genieße meine Zeit hier. Was danach passiert, werden wir sehen. Ich lasse mich von Spekulationen nicht verunsichern und gehe meinen Weg weiter."

Die Roma möchte auch angreifen

Dieser Weg führt ihn nun zehn Wochen nach dem 1:1 ins altehrwürdige Camp Nou - und während die Roma (fünf Punkte) in der Gruppe E mit Leverkusen (vier, zu Gast bei BATE Baryssau) ums Achtelfinale ringt, steht Barcelona erwartungsgemäß mit zehn Zählern an der Spitze.

Rudi Garcia
Weicht den erwartbaren Prophezeiungen, Barça würde "locker" gegen seine Roma gewinnen, aus: Trainer Rudi Garcia.
© picture allianceZoomansicht

Die Frage, die sich bei den Giallorossi nun stellt: Wie kann man bestehen? "Wenn du gegen Barcelona spielst, dann weißt du, dass sie die meiste Zeit über den Ball führen werden", zählte Coach Rudi Garcia zunächst die Stärken des kommenden Gegners auf. "Wir müssen gegen dieses Passspiel bestens organisiert sein und selbst aus den wenigen Räumen Kapital schlagen. Denn wenn wir über die volle Distanz nur verteidigen, dann werden wir verlieren."

Der Plan des Franzosen sieht deswegen vor, seine schnellen Angreifer Juan Manuel Iturbe, Alessandro Florenzi oder auch Ideengeber Miralem Pjanic, der Stürmer Edin Dzeko füttern soll, effektiv einzusetzen. Bitter: In Gervinho (Oberschenkel) und Salah (Knöchel) fehlen zwei schwer ersetzbare Stammkräfte. Auch Capitano Francesco Totti (Oberschenkel) wird noch vermisst. "Unser stärkstes Team steht uns nicht zur Verfügung", sagte Garcia dahingehend und ergänzte: "Wir haben trotzdem ein gutes Team mit guten Spielern und wir glauben, dass wir gewinnen können. Fußball ist ein wunderschönes Spiel, und es gewinnt nicht immer das beste Team. Ich glaube nicht, dass irgendein Team unschlagbar ist. Wenn wir nicht glauben, dass wir es wert sind, hier zu spielen, werden wir verlieren. Wir müssen unsere Chancen nutzen und hart arbeiten."

Garcia: "Das Schicksal liegt in unseren Händen"

Defensiv wird allerdings erneut eine Glanzleistung notwendig sein - zumal auf Seiten der Blaugrana neben den zurzeit überragenden Neymar und Suarez auch noch Superstar Lionel Messi wieder zurück im Kader ist. Die Mittel der Roma gegen das Trio "MNS": eine robuste Innenverteidigung bestehend aus Kostas Manolas und Antonio Rüdiger, der im Hinspiel Luis Suarez enorm stark an die Leine genommen hatte, und Abräumer Daniele de Rossi. Hinter dem derzeitigen Anführer stehen aber aufgrund von Oberschenkelproblemen noch Fragezeichen - wie auch Garcia anmerkte: "Er absolvierte im Hinspiel ein außergewöhnliches Spiel gegen Barça. Doch wir wissen noch nicht, ob Daniele de Rossi spielen kann. Ich möchte es nämlich nicht riskieren, dass er morgen spielt und dann die nächsten sechs Spiele ausfällt." Denn: "Das Spiel gegen Barcelona ist wichtig, aber nicht entscheidend."

Ein Dreier beim amtierenden Titelträger käme Garcia aber sehr gelegen, will er doch das Selbstvertrauen seiner Elf weiter steigern, die mit 27 Punkten dick im Rennen um den Scudetto in der Serie A steckt (zuletzt 2:2 in Bologna beim "Wasserball mit Füßen") und auch schon den direkten Vergleich mit Bayer Leverkusen nach einem 4:4 und einem 3:2 für sich entschieden hat: "Das Schicksal liegt in unseren Händen und wir sind hier, um zu gewinnen, auch wenn nur wenige Teams hier erfolgreich sind. Barcelona ist eines der besten Teams der Welt. Ein Sieg würde unsere Zukunft verändern."

mag

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24.11.15
 
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