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20.03.2015, 14:54

Bayerns Viertelfinal-Gegner Porto im Portrait

Drachenzähmen schwer gemacht

Der große FC Bayern gegen das kleine Porto? Nicht so ganz. Im Viertelfinale der Champions League hat der deutsche Rekordmeister mit den Portugiesen ein vermeintlich leichtes Los erwischt. Doch unterschätzen darf man Porto nicht, schließlich sind die "Drachen" in der laufenden Königsklassen-Saison noch ohne Niederlage.

Bislang gab es viel zu bejubeln: Porto ist in der Königsklasse noch unbesiegt.
Bislang gab es viel zu bejubeln: Porto ist in der Königsklasse noch unbesiegt.
© Getty ImagesZoomansicht

Den ganz großen Kalibern konnten die Münchner fürs Erste aus dem Weg gehen. Die Vorjahresfinalisten Atletico und Real Madrid begegnen sich im direkten Duell, Barcelona bekommt es erneut mit Paris Saint-Germain zu tun. Diese vier Klubs wurden als größte Kontrahenten der Bayern im Kampf um die Finaltickets in Berlin ausgemacht.

Doch auf diesem Weg erwartet den FCB nun erst einmal der FC Porto. Die Portugiesen zogen fast unscheinbar und äußerst souverän in die Runde der letzten Acht ein, mussten dabei keine einzige Niederlage hinnehmen. Zwar waren die Gegner mit Bate Borisov, Athletic Bilbao, Schachtar Donezk und dem FC Basel nicht die höchsten Hürden - doch diese wurden in überzeugender Art und Weise übersprungen.

"Der beste Stall Europas"

Bekannt sind die Portugiesen vor allem für eines: den "besten Stall Europas". Diesen Titel bekamen sie schon vor einigen Jahren aufgedrückt. Aus gutem Grund, denn die Vorgehensweise des 27-fachen Meisters ist immer die Gleiche: Talente werden in Südamerika gescoutet, früh verpflichtet und bestens ausgebildet. Nach zwei bis drei Jahren, wenn die Youngster dann auf sich aufmerksam gemacht haben, springen die großen Klubs auf und zahlen Unmengen an Geld, um sie aus dem Nordwesten Portugals loszueisen. Viele Namen fanden bereits über Porto den Weg auf die ganz große Bühne: Pepe (jetzt Real Madrid), Falcao (Manchester United), Hulk (Zenit St. Petersburg) und nicht zuletzt James Rodriguez (Real Madrid) spülten seit dem Gewinn der Königsklasse 2004 (3:0 gegen Monaco im Finale auf Schalke) über 260 (!) Millionen Euro in die Kassen.

Und das System funktioniert, denn Jahr für Jahr ist Porto trotz herber Spielerverluste international vertreten und findet beinahe regelmäßig den Weg in die K.-o.-Runde. Auch in dieser Saison blühen wieder einige Talente im Drachenstall auf: Yacine Brahimi, der bei der Weltmeisterschaft in Brasilien mit Algerien für Furore sorgte - und beinahe auch dem DFB-Team ein Bein stellen konnte - wurde im Sommer für wenig Geld vom FC Granada aus Spanien verpflichtet und hat seinen Marktwert seitdem vervielfacht.

Die Mischung macht's

Zwei Gesichter des Aufschwungs: Brahimi und Torres kamen im Sommer und glänzen in Porto.
Zwei Gesichter des Aufschwungs: Brahimi und Torres kamen im Sommer und glänzen in Porto.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit Oliver Torres (Atletico Madrid), Cristian Tello (FC Barcelona) und Casemiro (Real Madrid) wurden vielversprechende junge Akteure ausgeliehen, die sich in der Stammformation von Trainer Julen Lopetegui behaupten konnten. Die zwei brasilianischen Außenverteidiger Danilo, der mit ein Sommerwechsel für rund 30 Millionen Euro zu Real in Verbindung gebracht wird, und Alex Sandro werden Franck Ribery und Arjen Robben das Leben schwer machen. Und im Angriff hat sich mit Jackson Martinez der ideale Ersatz für Falcao gefunden. Der 28-jährige Kolumbianer, 2012 vom mexikanischen Klub Chiapas gekommen, bringt es in 125 Pflichtspielen auf erstaunliche 86 Tore.

Die Bayern sollten gewarnt sein. Denn die Mischung aus hoffnungsvollen Talenten und Routiniers wie Jackson stimmt. In der Liga steht zwar aktuell hinter Erzrivale Benfica Lissabon nur der zweite Rang zu Buche, doch die Mannschaft befindet sich wieder im Aufwind. Wettbewerbsübergreifend ist die Lopetegui-Elf seit neun Partien unbesiegt. Der deutsche Double-Sieger ist zweifelsohne der Favorit, doch die "Drachen" sind nicht leicht zu zähmen.

kon

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 20.03., 15:05 Uhr
Auf nach Porto - Für die Bayern schließt sich ein Kreis
Bei der Auslosung der Viertelfinalspiele in der Champions League hatte der FC Bayern München Glück und zog mit dem FC Porto den vermeintlich leichtesten Gegner. Thomas Müller und Philipp Lahm gaben sich entsprechend selbstbewusst. Die Rolle des Mahners übernahm Sportvorstand Matthias Sammer. Pep Guardiola kennt die Portugiesen bestens und schätzt die hohe Qualität im Kader. Gänzlich unbekannt ist Porto ja ohnehin nicht, gab es doch diese eine schmerzhafte Niederlage 1987.
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weitere Infos zu Lopetegui

Vorname:Julen
Nachname:Lopetegui
Nation: Spanien

Vereinsdaten

Vereinsname:FC Porto
Gründungsdatum:28.09.1893
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Futebol Clube do Porto
Estádio do Dragão, Via FC Porto
3º Piso - Entrada Poente
4350-451 Porto
Telefon: 00 351 - 22 - 5 57 04 00
Telefax: 00 351 - 22 - 5 57 04 98
E-Mail: geral-fcp@sportmultimedia.pt
Internet:http://www.fcporto.pt/

Vereinsdaten

Vereinsname:Bayern München
Gründungsdatum:27.02.1900
Mitglieder:277.000 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Rot-Weiß
Anschrift:Säbener Straße 51-57
81547 München
Telefon: (0 89) 69 93 10
Telefax: (0 89) 64 41 65
E-Mail: service@fcb.de
Internet:http://www.fcbayern.de