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05.11.2014, 23:15

Barcelona feiert Messis Rekord - ZSKA überrascht

Bayern ist Gruppensieger, Schalke muss jetzt zittern

Am 3. Champions-League-Spieltag gab es in diesen acht Partien ein wahres Torfestival. Diesmal geizten die Teams etwas mit Treffern, allen voran der FC Bayern, der gegen den AS Rom ein sachliches 2:0 feierte und damit im Achtelfinale steht. Schalke dagegen verlor 2:4 bei Sporting und steht unter Druck. In den jeweiligen Parallelspielen überraschte ZSKA Moskau ManCity (2:1) und NK Maribor spielte gegen Chelsea remis. Barcelona freute sich über ein 2:0 bei Ajax und Messis 70. und 71. Tor in der Champions League - Rauls Rekord ist damit eingestellt.

Gruppe E: Bayern sind als Erster durch - ZSKA überrascht

Lupfer zum 2:0: Mario Götze gefühlvoll.
Lupfer zum 2:0: Mario Götze gefühlvoll.
© Getty ImagesZoomansicht

Der FC Bayern, der diesmal mit Ribery für den kurzfristig erkrankten Robben in der Startelf begann, musste gegen die nach dem 1:7 im Hinspiel deutlich defensiver eingestellten Römer (ohne Totti und Gervinho) lange Zeit nach den Lücken suchen, ehe Ribery nach Alabas Zuspiel mit dem Führungstor den Knoten löste. Die Münchner waren dauerhaft dominant, ließen die italienischen Hauptstädter mächtig laufen, doch eine Vielzahl von Chancen sprang für die Guardiola-Elf dabei nicht heraus. So wurde es dank Götzes Volley-Lupfer ein geschäftsmäßiger 2:0-Pflichtsieg, da auch die Italiener offensiv so gut wie nicht in Erscheinung traten. Und wenn sie es taten, stand Neuer im Weg. Die Münchner stehen vorzeitig als Gruppensieger im Achtelfinale, müssen jedoch um Alaba bangen, der sich am rechten Knie eine Innenband-Verletzung zugezogen hat. Die Römer müssen um den Einzug in die K.o.-Phase bangen.

Manchester City verlor zu Hause mit 1:2 gegen ZSKA Moskau und droht damit einmal mehr früh in der Champions League zu scheitern. Doumbia brachte die Russen bereits nach zwei Minuten in Führung, doch Yaya Touré konterte noch in der Anfangsphase mit einem direkten Freistoßtreffer. Die clever konternden Moskauer bestraften allerdings einen schlimmen Fehlpass von Clichy durch Doumbia noch in der ersten Hälfte zum 1:2 aus Sicht der Pellegrini-Elf.

Yaya Touré
Sinnbild der Champions-League-Krise der Himmelblauen: Yaya Touré sieht Rot.
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Die zweite Spielhälfte mutierte schließlich zu einem Kartenfestival: Die City-Spieler Fernandinho (Gelb-Rot) und Yaya Touré (Rot) wurden des Feldes verwiesen. Das raubte den Himmelblauen natürlich die Chancen, wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. So aber stand die Erkenntnis in Stein gemeißelt, gegen die Russen nur einen (!) Punkt in zwei Spielen eingetütet zu haben - direkter Vergleich mit inbegriffen. Viel zu wenig für die eigenen Ansprüche des amtierenden englischen Meisters. Tabellenplatz vier ist die Folge, erneut droht das vorzeitige Aus in der Königsklasse.

Gruppe G: Schalke verliert und sorgt für Spannung - Chelsea remis in Maribor

FC Schalke 04
Der Schalker Jubel kam zu früh, Sporting Lissabon gewann nämlich.
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Den Schalkern steht nach dem 2:4 bei Sporting Lissabon zwei Zitter-Spieltage in der Königsklasse bevor, zumal sie gegen Lissabon nun auch den direkten Vergleich verloren. Die Königsblauen gingen zwar bei den Portugiesen durch ein Eigentor von Slimani in Front und durften sich in der Folge noch über einen nicht gegebenen Handelfmeter ärgern. Doch ab der 30. Minute übernahmen die Hausherren das Kommando und drängten die Schalker tiefer hinten rein. Da die Di-Matteo-Elf in der Defensive phasenweise sehr zaghaft zu Werke ging, drehte Lissabon das Spiel durch Sarr und Jefferson.

Erst Mitte der zweiten Halbzeit wagten sich die Knappen wieder nach vorne, doch vergaben Obasi, Huntelaar & Co. zunächst den möglichen Ausgleich. Zur Strafe markierte Nani nach einem stark vorgetragenen Angriff das 3:1. Schalke kam durch Aogo in der Schlussphase nochmal ran, doch zu einem Zähler reichte es nicht mehr für den Bundesligisten, da Slimani in der Nachspielzeit bei einem Konter den 4:2-Endstand markierte.

Spiel zwei in dieser Gruppe: Chelsea kam besser in die Partie, doch nach zirca 15 Minuten wurden die Hausherren mutiger und legten die Nervosität ab. Ohne die ganz dicken Chancen ging es in die Pause. Kurz nach Wiederanpfiff traf Ibrahimi mit einem schönen Schlenzer ins lange Eck. Wenig später hätte Maribor das 2:0 machen müssen, doch Zahovic traf das leere Tor nicht. Ab dem Zeitpunkt war nur noch Chelsea am Drücker, Matic stellte nach einer Ecke und einer Kopfballverlängerung von Terry den verdienten Ausgleich her. In der Folgezeit hatten Costa und Hazard gute Chancen, doch beide scheiterten an Handanovic. In der Schlussphase folgte dann die beste Chance zur Führung: Eden Hazard scheiterte jedoch vom Punkt. Die Mannschaft von José Mourinho hat nun vier Punkte Vorsprung auf Platz drei. Durch den Sieg von Sporting Lissabon gegen Schalke ist wieder alles offen, denn den Zweiten Schalke und den Vierten Maribor trennen aktuell nur zwei Zähler.

Gruppe F: Barcelona bejubelt Messis Rekord-Tore - Cavani trifft ganz früh

Mit 71 CL-Treffern gleichauf mit Real-Legende Raul: Lionel Messi.
© Getty Images

Nur ein Sieg hätte Ajax Amsterdams Hoffnungen auf das Achtelfinale gegen den FC Barcelona aufrecht erhalten. Mit dieser Vorgabe gingen die Hausherren die Partie auch an, Ajax hatte von Anpfiff weg keinen Respekt vor Barça und griff die verunsichert wirkenden Katalanen früh an. Die hatten mit den quirligen Niederländern einige Probleme und auch etwas Glück, als Jordi Alba einen Schuss im Strafraum per "Schutzhand" abwehrte. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Pedro Proenca blieb stumm. Dann profitierten die Katalanen von einem Fehler von Cillesen, der bei einem hoch rechts in den Strafraum geschlagenen Ball aus dem Tor eilte, aber daneben griff. Bartras Hereingabe köpfte Messi in der Mitte ins verwaiste Tor (36.) - Treffer Nummer 70 für den Argentinier in der Königsklasse.

Nach der Pause kontrollierten die Gäste die Partie besser und hatten durch Rückkehrer Suarez die Riesenchance auf das 2:0, doch der Uruguayer scheiterte frei vor Cillesen - anschließend schlenzte Messi den Ball nur ans Außennetz. Dann hatten die Katalanen Glück, als der eingewechselte Ex-Augsburger Milik per Kopfball nur den Außenpfosten traf. Nachdem Veltman für sein zweites Vergehen mit Gelb-Rot vom Platz musste (71.), boten sich den Gästen noch mehr Räume. Kurze Zeit später glückte Messi schließlich Treffer Nummer 71 und damit die Egalisierung des Torrekords von Real-Legende Raul: "La Pulga" grätschte eine flache Hereingabe von Pedro über die Linie - 2:0 (76.) - sein historisches 71. Tor und auch der 2:0-Endstand.

Edinson Cavani
In Minute eins erfolgreich - gleichbedeutend mit dem 1:0-Endstand: Edinson Cavani.
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Paris St. Germain begann seine Heimpartie gegen APOEL Nikosia furios: Bereits nach einer Minute schoss Cavani kunstvoll aus der Drehung ein, APOEL-Schlussmann Pardo sah dabei aber nicht allzu glücklich aus und ließ den Ball unter seinem Körper passieren. Die Zyprer waren keineswegs geschockt, vergaben ihre hochkarätige erste Chance aber: Erst hielt Sirigu Vinicius' Kopfball, dann haute Morais den Abpraller aus ganz kurzer Distanz über das Gehäuse. Der Pfosten verhinderte anschließend Cavanis Doppelpack, ehe Pardo Lucas' Schuss stark um den Pfosten lenkte.

Nach der Pause verwaltete PSG das Geschehen hauptsächlich, wirklich viele Höhepunkte boten sich den Zuschauern im Prinzenpark keine. Bis zehn Minuten vor dem Ende Cavani alles klar machen konnte, doch der Angreifer schoss die Kugel knapp am Gehäuse vorbei. Es sollte gegen harmlose Gäste aber auch so reichen, durch das 1:0 bleibt Paris Tabellenführer vor Barcelona - Ajax und APOEL kämpfen lediglich um Rang drei.

Gruppe H: Porto ungeschlagen - Donezk wieder torhungrig

Der FC Porto bleibt in der Gruppe H weiter ungeschlagen und zieht nach dem 2:0-Sieg bei Athlethic Bilbao vorzeitig ins Achtelfinale ein. Bereits im ersten Durchgang hatte Jackson die Führung auf dem Fuß, knallte einen Elfmeter allerdings an die Latte. In der 56. Minute machte es der Brasilianer dann besser: Brahimi wurde auf der linken Seite von jeglichen Gegenspielern ignoriert, spazierte problemlos in den Strafraum und hatte das Auge für den in der Mitte stehenden Jackson, der zur Führung einschob. Nach einem Aussetzer von Bilbaos Torwart Iraizoz, dem ein Rückpass über den "Schlappen" rutschte, stand Brahimi goldrichtig und schoss den FC vorzeitig ins Achtelfinale.

FC Porto
Brachte den FC Porto auf die Siegerstraße: Jackson Martinez (Mitte).
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Im Kampf um das zweite Achtelfinal-Ticket ist zwar noch keine Entscheidung gefallen, BATE Baryssau hat nun aber nur noch minimale Chancen aufs Weiterkommen. Nach dem 0:7-Debakel aus dem Hinspiel galt es für BATE, die Schmach gegen Schachtar Donezk wiedergutzumachen. Nach knapp zwanzig Minuten lagen die Weißrussen jedoch schon wieder in Rückstand: Luiz Gustavo legte nach einer Flanke auf Srna ab, der im Rückraum freistehend zum Abschluss kam und BATE-Schlussmann Chernik mit einem abgefälschten Schuss keine Chance ließ.

Nachdem sich Khagush auf dem Weg in die Halbzeitpause die Gelb-Rote Karte abholte, brach Baryssau in der zweiten Hälfte erneut ein. Alex Texeira und Luiz Adriano mit einem Dreierpack, der damit außerdem zum ersten CL-Spieler wurde, der gegen denselben Gegner zwei Hattricks markierte, besiegelten den deutlichen 5:0-Sieg. Durch diesen haben die Weißrussen nur noch theoretische Chancen auf das Achtelfinale.

Der 5. Spieltag der Champions League beginnt am 25. November unter anderem mit der frühen Begegnung (18 Uhr) zwischen ZSKA Moskau und dem AS Rom. Es folgen die Auftritte des FC Bayern München bei Manchester City und Schalke 04 gegen Chelsea (20.45 Uhr). Einen Tag später greifen zur gleichen Zeit wieder Dortmund (beim FC Arsenal) und Leverkusen (gegen Monaco) ein.

Champions League, 2014/15, Vorrunde, 4. Spieltag
Manchester City - ZSKA Moskau 1:2
Manchester City - ZSKA Moskau 1:2
Untergehende Sonne

Die Dunkelheit bricht herein, Zeit für die Champions League: Hier zeigt sich das Etihad Stadium, die Heimat von Manchester City.
© Getty Images

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05.11.14
 
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weitere Infos zu Guardiola

Vorname:Josep
Nachname:Guardiola
Nation: Spanien
Verein:Manchester City