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06.11.2014, 19:39

21 Anhänger des türkischen Klubs festgenommen

UEFA ermittelt gegen Dortmund und Galatasaray

In Folge der schweren Ausschreitungen vor, während und nach dem Champions-League-Spiel zwischen Dortmund und Galatasaray (4:1) wird die Justiz tätig. Zudem hat die UEFA ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden Vereine eingeleitet. Das teilte der Verband am Donnerstagmorgen mit.

Feuer: Es brennt lichterloh im Block der Galatasaray-Fans.
Feuer: Es brennt lichterloh im Block der Galatasaray-Fans.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkommission will über den Fall am 13. November befinden. Gegen Galatasaray wird u.a. wegen des Gebrauchs von Pyrotechnik und Raketen ermittelt. Aber auch der BVB muss sich in einer Stellungnahme äußern - ihm wird unzureichende Organisation vorgeworfen. Bei Borussia Dortmund betrachtet man es als normalen Vorgang, selbst Teil des UEFA-Ermittlungsverfahrens zu sein. BVB-Sprecher Sascha Fligge verweist darauf, dass beim sogenannten "Debriefing" unmittelbar nach der Partie keine Vorwürfe seitens der UEFA erhoben wurden. Im Gegenteil. "Es gab eine positive Beurteilung dessen, was unser Ordnungsdienst geleistet hat", versichert Fligge. 35 Gegenstände, meist pyrotechnischer Natur, waren im Vorfeld der Partie von den Dortmunder Ordnungskräften sichergestellt worden.

Aus einem von der UEFA am Donnerstag eingegangenen Schreiben geht hervor, was der Borussia genau zur Last gelegt wird. Es geht um folgende drei Punkte: Das versuchte Eindringen eines Galatasaray-Fans auf das Spielfeld, die Gegenreaktion einiger BVB-Anhänger auf die Ausschreitungen im türkischen Block und drei Feuerzeugwürfe von der Südtribüne aus. Für alle Vorfälle im Hinblick auf die Verwendung von Pyrotechnik müssen sich ausschließlich die Gäste aus Istanbul verantworten.

Nach Angaben von Staatsanwältin Sandra Mücke ermittelt die Justiz unter anderem wegen versuchten Totschlags sowie Landfriedensbruchs und nimmt Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz unter die Lupe. Die Polizei hat 21 Galatasaray-Anhänger festgenommen, 700 Personen wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die Festgenommenen und die Mehrzahl der festtgesetzten Anhänger hätten ihren Wohnsitz in Deutschland, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Dortmund mit.

"Die Polizei hat deutlich gemacht, was wir alle unter konsequenter Strafverfolgung verstehen", sagte Polizeipräsident Gregor Lange anlässlich einer Pressekonfenenz am Mittwoch und sprach von "Kriminellen" und "Schwerkriminellen": "Wir müssen uns damit auseinandersetzen, ob der Polizei in schwierigen Situationen der nötige Respekt gezollt wird." Und: "Es wurden Menschenleben gefährdet."

Da mehr als drei Kilo schwere Sitzschalen in Richtung von BVB-Fans geflogen seien, werde wegen versuchten Totschlags ermittelt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Ermittler gehen davon aus, auch den Gewalttäter zu ermitteln, der eine Sitzschale in einen BVB-Block geworfen haben soll. Verletzt wurde niemand.

Rund um das Champions-League-Spiel der Borussen gegen Galatasaray hatte es heftige Ausschreitungen gegeben. Rund 1000 Galatasaray-Anhänger hatten sich vor dem Spiel auf dem Dortmunder Friedensplatz versammelt, setzten dort nach Polizei-Angaben Pyrotechnik ein - ebenso auf dem Weg in Richtung Stadion. Zwei Beamte wurden verletzt, mehrere Personen in Gewahrsam genommen. Zudem waren Leuchtkörper aus dem Gäste-Block in Bereiche mit Dortmunder Zuschauern geworfen worden. Ferner wurden Sitzschalen inklusive Verankerungen auf andere Fans geschleudert.

Über das komplette Spiel verteilt knallte es im Block der Galatasaray-Anhänger immer wieder. Als Feuerwerkskörper nach der Pause bei einer Ecke für die Dortmunder auch aufs Spielfeld geworfen wurden, unterbrach Schiedsrichter Pavel Kralovec (Tschechien) die Partie für zwei Minuten.

Nach der Partie nahm die Polizei die Personalien aller Fans im Galatasaray-Block auf, erste Tatverdächtige wurden festgenommen. Nahe des Stadions verhinderten die Beamten anschließend einen geplanten Angriff von BVB-Anhängern auf die Galatasaray-Fankurve.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 05.11., 08:32 Uhr
Galatasaray-Fans sorgen bei BVB-Gala fast für Spielabbruch
Am Ende stand ein deutliches 4:1 auf der Anzeigetafel, doch die Vorfälle während des Spiels gegen Galatasaray trübten die gute Stimmung beim BVB. Gästefans hatten beim Stand von 1:0 durch das Zünden von Böllern und Leuchtraketen für eine Spielunterbrechung gesorgt und auch kurz vor Spielende fielen sie durch das Werfen von Böllern in den BVB-Block unangenehm auf. Hamit Altintop sprach von einer "sehr, sehr hässlichen" Angelegenheit, weshalb er während des Spiels die Fans beschwichtigte und von Jürgen Klopp nach der Partie dafür persönlich verabschiedet wurde.
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06.11.14
 

7 Leserkommentare

G.h@onlinehome.de
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22.11.2014 | 23:47

Lächerlich ?

Der Anspruch kann ja wohl nicht der Vergleich mit dem nahen Osten oder Afrika sein ! Nb ich bin regelmäßig [...]
fandessvwilhelmshaven
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21.11.2014 | 00:32

Lächerlich...

... und das ändert sich nicht dadurch, dass Sie den gleichen Quatsch zweimal, nur in anderen Worten, [...]
G.h@onlinehome.de
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20.11.2014 | 20:52

Skandal der UEFA

Sorry, die Verhältnismäßigkeit der Strafen ist völlig unpassend angesichts der Vorkommnisse. Da traut [...]
fandessvwilhelmshaven
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20.11.2014 | 09:10

Lächerlich...

was G.h@onlinehome.de schreibt.
Die UEFA ist sogar die am strengsten kontrollierende Organisation, w[...]
G.h@onlinehome.de
Beitrag melden
19.11.2014 | 21:58

Skandal der UEFA

Totschläger werden kaum mehr bestraft als die Werfer von 2 Feuerzeugen, Einladung zum Terror in Stadien [...]

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