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22.10.2014, 22:40

Überblick: Real fertigt Liverpool ab - Arsenal siegt

BVB zeigt sein Gala-Gesicht - Bayer effektiv zu Platz 1

Im Gegensatz zum Dienstag geizten die Teams am Mittwoch mit Toren - mit den bemerkenswerten Ausnahmen Borussia Dortmund und Real Madrid. Der BVB siegte bei Galatasaray 4:0 und hat das Achtelfinale vor Augen. Die Madrilenen ließen beim FC Liverpool ebenfalls nichts anbrennen und feierten wie der BVB auch schon drei Siege. Leverkusen ist nach dem 2:0 gegen Zenit St. Petersburg Gruppenerster, Piräus schockte Juventus, Atletico fertigte Malmö ab, und Arsenal kam bei Anderlecht zu einem späten Dreier dank Podolski.

Gruppe D: BVB zeigt seine königliche Schokoseite - Podolski rettet Arsenal

Dortmunds Aubameyang war bei Galatasaray per Doppelpack der Dosenöffner.
Dortmunds Aubameyang war bei Galatasaray per Doppelpack der Dosenöffner.
© Getty ImagesZoomansicht

Borussia Dortmund kann offensichtlich per Knopfdruck seine fußballerische Klasse anschalten. Mit Sokratis als Linksverteidiger stand der BVB in den ersten 45 Minute sehr sicher, in der Offensive wirbelten Aubameyang und Reus nach Belieben, weil das Defensivverhalten von Galatasaray nicht Champions-League-tauglich war. Aubameyang nutzte seine Freiräume eiskalt aus und schnürte einen frühen Doppelpack. Vor dem Halbzeitpfiff nahm Reus genau Maß und sorgte mit einem strammen Distanzschuss für den 3:0-Halbzeitstand. Nach dem Wechsel wollten die Türken ihren enttäuschten Fans etwas mehr bieten, kamen entschlossener aus der Kabine, doch die Chancen verbuchten weiterhin die Borussen, weil Galatasaray in der Abwehr weiterhin viel zu fehlerhaft agierte. Der BVB verpasste es zunächst, das Ergebnis noch in die Höhe zu schrauben. Die beiden Joker Gündogan und Ramos produzierten schließlich den 4:0-Endstand. Mit dem dritten Dreier im dritten CL-Spiel ist die Klopp-Elf klar auf Achtelfinalkurs.

Im Parallelspiel der Gruppe D trafen sich Anderlecht und Arsenal. Für beide Teams war ein Dreier quasi Pflicht, um aussichtsreich im Rennen ums Achtelfinale zu bleiben. Ferner war der personalgeplagte Klub aus der Premier League natürlich der Favorit. Davon war in den ersten 45 Minuten aber kaum etwas zu sehen. Beide Mannschaften egalisierten sich nahezu vollends, beide Defensivverbände hatten mit der Ideenlosigkeit der Angriffsreihen kaum Probleme. Erst im zweiten Durchgang erwachte die Begegnung etwas, unter anderem scheiterte Santi Cazorla frei vor Torwart Proto, der am Boden stark reagierte. Letztlich schlugen aber die Hausherren eiskalt durch Najars Kopfball zu und tüteten damit einen 1:0-Sieg ein - dachten die Belgier bis zur 89. Minute. Dann drehten allerdings Gibbs und Joker Podolski die Partie und tüteten den sehr späten Dreier zugunsten der Engländer ein. Final wurde demnach doch noch ein Geschenk für Trainer Arsene Wenger geschnürt, der an diesem Abend seinen 65. Geburtstag feierte.


Gruppe C: Bayers Defensivspieler treffen - 0:0 in Monaco

Bayers Donati löste den Knoten.
Bayers Giulio Donati löste den Knoten gegen Zenit St. Petersburg durch einen Weitschuss.
© Getty Images

Bayer Leverkusen wollte gegen den Gruppenersten Zenit St. Petersbuug nach dem 3:1-Erfolg gegen Benfica Lissabon den zweiten Dreier nachlegen, doch gegen defensiv gut sortierte Russen tat sich die Schmidt-Elf im ersten Durchgang sehr schwer. Son probierte es aus der zweiten Reihe, Calhanoglu versuchte es mit einem Kopfball - das waren Bayers beste Gelegenheiten. St. Petersburg seinerseits versteckte sich keineswegs, doch auch die Gäste blieben im ersten Durchgang zunächst harmlos. Nach dem Wechsel wurden die Leverkusener etwas zielstrebiger und belohnten sich auch sogleich: Donati nahm aus 23 Metern genau Maß und netzte links unten ein. Nun hatte Bayer Blut geleckt, Joker Papadopoulos köpfte kurz nach seiner Einwechslung zum 2:0-Endstand ein. Auch als Wendell mit der Ampelkarte frühzeitig den Abflug machte, brannte bei der Schmidt-Elf nichts mehr an - der Bundesligist ist damit Gruppenerster.

Im zweiten Spiel in Gruppe C trennten sich die AS Monaco und Benfica Lissabon torlos. Die Elf von Leonardo Jardim begann im heimischen Stade Louis II stürmisch, ließ durch Ocampos, der aus bester Position vergab, allerdings früh einen echten Hochkaräter aus (6.). Danach fanden auch die Portugiesen besser in die Partie. Noch vor der Pause verbuchten sie durch Lima eine ebenfalls formidable Torgelegenheit (39.). Im zweiten Durchgang war Benfica der Führung lange näher. Doch die Monegassen, die in der Leverkusen-Staffel weiter ungeschlagen sind, konnten sich auf Schlussmann Subasic verlassen. Lissabon, das die Partie zu zehnt beendete (Lisandro Lopez sah nach rohem Einsteigen gegen Joao Moutinho die Rote Karte, 76.), wartet in der laufenden Champions-League-Runde weiter auf den ersten Sieg.


Gruppe B: Liverpool chancenlos gegen Real - Rasgrad jubelt spät in Überzahl

Nächster souveräner Sieg von Real Madrid: Die Königlichen gewannen komfortabel in Anfield - dabei hatten die Reds spritziger begonnen, ohne aber wirklich zwingend zu sein. Dann hatte James Rodriguez einen Geistesblitz und chippte die Kugel herrlich in den Lauf von Cristiano Ronaldo - der den Ball geistesgegenwärtig per Dropkick ins linke Eck versenkte (23.) - sein 70. Treffer in der Champions League, nur ein Treffer trennt ihn noch vom Rekord von Raul. Nach dem Gegentor wirkten die Engländer beeindruckt, während Real vor Selbstvertrauen strotzte und zwei weitere Tore nachlegte: Kroos flankte den Ball auf den Kopf von Benzema, der per Kopfball-Bogenlampe aus spitzem Winkel ins lange Eck traf (30.).

 Cristiano Ronaldo erzielte mit seinem 70. Champions-League-Treffer per Dropkick die Führung für Real Madrid in Liverpool.
Cristiano Ronaldo erzielte mit seinem 70. Champions-League-Treffer per Dropkick die Führung für Real Madrid in Liverpool.
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Der dritte Treffer fiel nach einer Ecke, nachdem sowohl Mignolet als auch die halbe Hintermannschaft der Reds einmal mehr zögerte und zauderte - Pepe spitzelte das Leder entschlossen vor das Tor, wo Benzema seinen Doppelpack per Abstauber markierte (41.). Zwei gute Möglichkeiten boten sich Liverpool kurz vor der Pause doch noch, erst wischte Casillas einen Allen-Schuss stark aus dem Eck, dann traf Coutinho nur Aluminium.

Nach der Pause begannen die Reds zwar wieder engagiert, ließen aber erneut jegliche Durchschlagskraft vermissen. Hinten blieben sie weiterhin wacklig, doch Mignolet vereitelte per starker Fußparade im Eins-gegen-Eins gegen Ronaldo den erneuten Einschlag. Dann wurde der Superstar zur Schonung für den Clasico am Samstag (LIVE! ab 18 Uhr im ausführlichen Ticker auf kicker.de) ausgewechselt, Khedira gab nach siebenwöchiger Verletzungspause sein Comeback und half dabei, das 3:0 problemlos über die Zeit zu schaukeln.

Der FC Basel hat bei Ludogorez Rasgrad in Unterzahl lange Zeit ein 0:0 gehalten, durch einen späten Weitschuss aber doch noch verloren. Marcelinho hätte zeitig für die Führung der Bulgaren sorgen können, doch Vaclik lenkte den Kopfball zur Seite ab. Dann stellte der deutsche Schiedsrichter Deniz Aytekin Serey Dié nach einem harten Einsteigen im Mittelfeld mit Rot vom Platz. In Unterzahl machten die Schweizer dicht, Ludogorez fiel anschließend wenig ein. Nach der Pause war es mehrfach Vaclik, der rettend zur Stelle war, doch der Schlussmann sah kurz vor dem Ende bei einem Weitschuss von Minev schlecht aus und blieb wie angewurzelt stehen - der Aufsetzer des Linksverteidigers schlug zur Freude des Champions-League-Neulings ins kurze Eck ein. Durch den späten Sieg sind die Bulgaren punktgleich mit Basel und Liverpool (3 Zähler), während Real Madrid auf Rang eins einsam seine Kreise zieht.


Gruppe A: Atletico ohne Gnade - Olympiakos schockt Juve

Sechs Spiele, sechs Heimsiege - das ist das Fazit zur Halbzeit in der Gruppe A. Olympiakos hatte seine Heimstärke bereits beim 3:2 gegen Atletico eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit Juventus Turin ging der nächste namhafte Gast im Karaiskakis-Stadion leer aus. Einen Freistoß des starken Dominguez konnte Nationaltorhüter Buffon noch entschärfen (7.), gegen den platzierten Linksschuss des Schweizers Kasami war er elf Minuten vor der Pause aber machtlos. Auch nach dem Wechsel blieben die Bianconeri blass, Kasami verpasste sein zweites Tor nur knapp (60.). In der Schlussphase stemmten sich die Italiener dann aber doch noch gegen die Niederlage und erspielten sich reihenweise Chancen. Doch entweder zielten die Gäste zu ungenau oder sie fanden in Roberto ihren Meister. Der Olympiakos-Torhüter rettete mit einem Blitzreflex nach Morata-Schuss den Sieg.

Vorjahresfinalist Atletico tat sich gegen Malmö FF eine Hälfte lang schwer. Außer einem Lattenkracher von Griezmann sprang gegen wackere Schweden zunächst nicht viel heraus. Nach der Pause gingen es dann jedoch schnell: Koke (48.), Mandzukic (61.) und Griezmann (63.) sorgten für klare Verhältnisse, Kapitän Godin und der eingewechselte Cerci besorgten den 5:0-Endstand.

Champions League, 2014/15, Vorrunde, 3. Spieltag
Olympiakos Piräus - Juventus Turin 1:0
Olympiakos Piräus - Juventus Turin 1:0
Aufwärmprogramm

Während sich die Spieler auf dem Rasen aufwärmen, machen sich auch die Fans von Juventus Turin auf den Rängen bereit für 90 Minuten Champions League.
© Getty Images

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22.10.14
 
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