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23.08.2013, 18:03

Schalke: Bankett beim Rückspiel abgesagt

Nach Polizeieinsatz: S04 kritisiert, UEFA eröffnet Verfahren

Zwei Tage nach dem Hinspiel der Champions-League-Play-offs gegen PAOK Saloniki (1:1) beschäftigt die Gelsenkirchener immer noch ein massiver Polizeieinsatz in der Schalker Fankurve in Folge des Zeigens einer umstrittenen Fahne. Nun schaltet sich auch die UEFA ein: Ein Disziplinarverfahren wurde eröffnet. Im Lager der Königsblauen stört man sich weiterhin am Verhalten der griechischen Gäste und hat erste Konsequenzen gezogen.

Das Spiel wird zur Nebensache: Im Rücken von Timo Hildebrand erfolgt der folgenschwere Polizeieinsatz.
Das Spiel wird zur Nebensache: Im Rücken von Timo Hildebrand erfolgt der folgenschwere Polizeieinsatz.
© imagoZoomansicht

Die Aufarbeitung der Geschehnisse in der Schalker Arena vom Mittwochabend dauern an. Nachdem ein nicht zum ersten Mal in der S04-Kurve gezeigtes Banner für Unruhe im Lager der griechischen Fans gesorgt hatte, war die Polizei mit einem Großaufgebot und unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken in den Block der Schalker Fans eingedrungen, um das betreffende Banner zu entfernen. In der Folge mussten nach Polizeiangaben 30 Personen von Sanitätern versorgt werden, das Deutsche Rote Kreuz spricht hingegen von 87 Personen, die Erste-Hilfe-Maßnahmen aufgrund des Einsatzes von CS-Gas erhielten.

Wir haben enorme Probleme mit deren Verhalten.Peter Peters in Richtung PAOK Saloniki

S04-Vorstandsmitglied Peter Peters kritisiert nicht nur den harten Polizeieinsatz, in dem er eine Umkehr der normalen Verhältnisse sah: "Der FC Schalke 04 ist in seinen gefühlten 100 Europapokalspielen, die allein ich erlebt habe, auch mehrfach provoziert worden. In so einem Fall ist es die Aufgabe, auf die eigenen Fans einzuwirken. Wir hätten deshalb erwartet, dass sich die Offiziellen und die griechischen Polizisten in einem solchen Fall um ihre eigenen Fans kümmern", erklärt Peters an die Adresse der Gäste. "Wir haben enorme Probleme mit deren Verhalten", sagt Peters klar. "Mir fehlte hingegen jegliches beruhigendes Einwirken auf die eigenen Fans, deren Verhalten bekanntlich problematisch ist." Das Verhalten sei "nicht nur unsportlich", sondern "völlig unakzeptabel" gewesen. Für das Rückspiel, das aufgrund einer zuvor gegen PAOK ausgesprochenen Strafe unter Zuschauerausschluss ausgetragen werden wird, haben die Schalker erste Konsequenzen gezogen: Das Bankett der beiden Vorstände am Spieltag wurde abgesagt.

Für Unmut im Schalker Lager sorgten zudem Aussagen, der Polizeieinsatz sei von Seiten der Knappen gefordert worden. "Diese Behauptung trifft absolut nicht zu: Das haben wir zu keinem Zeitpunkt gefordert", erklärten unisono der Sicherheitsbeauftragte Volker Fürderer und Moritz Beckers-Schwarz als Vorsitzender der Geschäftsführung der Arena Management GmbH. "Ich habe der Polizei im Gegenteil von einem Einsatz abgeraten", wird der Fanbeauftragte Patrick Arnold zitiert.

Doch die Königsblauen sehen durchaus auch Fehler in den eigenen Reihen: Es wäre "ein Zeichen der Vernunft" gewesen, wenn die Schalker Fans auf Bitten von Arnold und Fürderer das betreffende Banner entfernt hätten. Allerdings äußert Peters auch Zweifel an der polizeilichen Darstellung, der Inhalt des Banners erfülle "volksverhetzende Tatbestände". Die "Ultras Gelsenkirchen" selbst wiesen das in ihrer Stellungnahme weit von sich, die Fahne sei in Deutschland weder verfassungsfeindlich noch verboten.

In jedem Fall wird das Geschehen vom Mittwoch das königsblaue Lager noch länger beschäftigen. Ein konstruktiver Schritt der Aufarbeitung erfolgte bereits am Freitag: Klaus Noske, Leitender Polizeidirektor in Gelsenkirchen, und Peters trafen sich zu einem ersten Gespräch, dessen Inhalt beide vertraulich behandelten.

Außerdem plant der Verein, sich bei der UEFA schriftlich über das Verhalten von PAOK Saloniki zu beschweren. Doch auch der europäische Verband beschäftigt sich mit den Schalkern: Die UEFA hat ein Disziplinarverfahren gegen S04 eingeleitet. Vorgeworfen werden dem Klub das Zeigen politischer Banner, Zuschauerausschreitungen und die verspätete Abgabe der Spielaufstellungen. Die Schalker kündigten bereits an, auf Freispruch zu plädieren.

Champions League: Bilder zu Play-off-Hinspielen
Schalke strauchelt - Arsenal überrollt Fener
Miroslav Stoch (Nr. 11)
Jubelarie

Auf Schalke jubelten am Mittwoch die Griechen von PAOK Saloniki, die dank eines Tores von Miroslav Stoch (Nr. 11) mit einem 1:1 nach Hause fuhren und nun gute Chancen haben, erstmals in der Klubgeschichte in der Champions League zu spielen.
© picture alliance

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weitere Infos zu Keller

Vorname:Jens
Nachname:Keller
Nation: Deutschland
Verein:1. FC Union Berlin

Vereinsdaten

Vereinsname:FC Schalke 04
Gründungsdatum:04.05.1904
Mitglieder:145.000 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Ernst-Kuzorra-Weg 1
45891 Gelsenkirchen
Telefon: (02 09) 36 18 0
Telefax: (02 09) 36 18 109
E-Mail: post@schalke04.de
Internet:http://www.schalke04.de

Vereinsdaten

Vereinsname:PAOK Saloniki
Gründungsdatum:28.04.1926
Anschrift:PAOK Thessaloníki
Mikras Asias Str.
54351 Thessaloníki
Telefon: 00 30 - 31 - 95 09 50
Telefax: 00 30 - 31 - 95 10 00
Internet:http://www.paokfc.gr


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