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02.04.2013, 08:54

FC Bayern: Pizarro empfiehlt sich für einen neuen Vertrag

Robben macht Druck - Müller spielt

Vor dem so wichtigen Hinspiel in der Königsklasse gegen Juventus Turin nutzten Arjen Robben und Claudio Pizarro den Auftritt gegen desolate Hamburger, um Druck zu machen. Der Niederländer drängt vehement in die Startformation gegen den italienischen Rekordmeister, der peruanische Stürmer betrieb mit vier Toren und zwei Assists massive Eigenwerbung für einen neuen Vertrag - das ursprüngliche Arbeitspapier endet in zwölf Wochen.

Arjen Robben und Claudio Pizarro betrieben gegen HSV richtig viel Eigenwerbung.
Arjen Robben und Claudio Pizarro betrieben gegen HSV richtig viel Eigenwerbung.
© Getty ImagesZoomansicht

Arjen Robben hat jedes Mal ein unsicheres Lächeln oder gar lautes Lachen hinterhergesandt, um seine klare Aussage abzufedern. Doch seine Oster-Botschaft kam unmissverständlich rüber. "Ich natürlich!", antwortete der Linksfüßer spontan auf die Frage, wer an diesem Dienstag gegen Juventus Turin das Mandat als Rechtsaußen bekommen werde. "Ich muss spielen!" Aber diese Entscheidung treffe der Trainer, fügte Sprinter Robben eilends an, um noch einmal seinen Anspruch zu formulieren: "Normalerweise würde ich mich aufstellen, aber ich bin nicht der Chef."

Schon vor dem Hinspiel im Achtelfinale der Champions League beim FC Arsenal (3:1) hatte der Niederländer mehr oder weniger unmissverständlich geäußert, dass er "keinen Grund sehe, warum er nicht spielen sollte". Damals spielte der FC Bayern an einem Freitagabend beim VfL Wolfsburg und Joker Robben legte seinen ganzen Frust über das Reservistendasein in den Schuss, der zum 2:0-Endstand führte.

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Damals wie heute kann Jupp Heynckes diese Thematik gelassen hinnehmen. Bei den Gunners spielte Müller und war zusammen mit Kapitän Philipp Lahm bester Bayern-Akteur bei einem insgesamt fulminanten Auftritt (kicker-Note 1,5). Der flexible Offensivspieler erstickte eine mögliche Müller-oder-Robben-Diskussion mit seiner Gala auf dem Platz.

Die prinzipielle Fragestellung ist aber geblieben: Heynckes muss schon die ganze Saison hindurch entscheiden, welche seiner vielen Stars er für die Startelf nominiert. Vor dem Viertelfinale in der Champions League haben dem Fußballlehrer gerade jene Kandidaten die Wahl erschwert, die vermeintliche Stammplatzinhaber vertraten: Robben auf rechts und Claudio Pizarro (34) in der Mitte, ebenso Xherdan Shaqiri (21), der auf dem linken Flügel über eine Stunde Franck Ribery ersetzte - und das gut. Alle drei Aushilfskräfte erzielten Tore, Pizarro sogar vier.

"Fantastisch" fand Vorstand Karl-Heinz Rummenigge den famosen Vortrag des Stürmers mit dem feinen rechten Fuß, "einen Geniestreich" das 6:0, als Pizarro den Ball mit der rechten Innenseite hinter dem linken Standbein ins Netz lenkte. Dieser begnadete Fußballer, so Rummenigge, habe "einmal mehr bewiesen, weshalb er beim FC Bayern spielt".

Pizarro? Hoeneß hat sich "noch keine Gedanken gemacht"

Aber wie lange noch? Über das derzeit gültige Vertragsende zum 30. Juni 2013 hinaus? Hat Pizarro mit seinen vier Treffern und zwei Assists die beste Bewerbung für eine Verlängerung der Zusammenarbeit abgegeben? "Ich weiß nicht", sagt dazu Präsident Uli Hoeneß, "wir haben uns darüber noch keine Gedanken gemacht." Pizarros tolle Show wird sich mit Sicherheit anregend auf die Meinungsbildung bei den Münchner Machern auswirken. Der Profi mit der Nummer 14 möchte seine Karriere gerne in München fortsetzen und häufiger spielen. Die Berufung gegen den HSV hat ihn "ein bisschen überrascht", aber den Einsatz von Beginn an empfand er als "wichtig, ich habe das gebraucht".

Es ist immer eine kleine Chance da zu spielen.Claudio Pizarro bezüglich des Juventus-Spiels

Ob er gegen Juve sein spektakuläres samstägliches Werk fortführen darf? "Es ist immer eine kleine Chance da zu spielen", sagt Pizarro ziemlich zurückhaltend, verweist allerdings brav auf die Kollegen-Konkurrenten Mario Mandzukic und Mario Gomez: "Wir haben drei sehr gute Stürmer, alle drei sind in guter Verfassung, wir machen alle drei Tore."

Gegen Juve soll in vorderster Linie Mandzukic diesen wichtigen Auftrag erfüllen, der hochbegabte Shaqiri muss sowieso Ribery Platz machen - und Müller wird über die rechte Seite loslegen, nicht Robben.

Der Niederländer hätte allerdings noch einen Alternativvorschlag. "Lustig" und "manchmal ein bisschen überraschend" findet er, dass das Modell mit seiner Person rechts und Müller statt Toni Kroos in der Mitte völlig aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwunden sei. "So haben wir sehr oft gespielt", merkt Robben an, diese Variante sei für ihn "überhaupt nicht gestorben". Im Hit gegen Juve wird sie allerdings vorerst nicht wiederbelebt.

02.04.13
 

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weitere Infos zu Robben

Vorname:Arjen
Nachname:Robben
Nation: Niederlande
Verein:Bayern München
Geboren am:23.01.1984

weitere Infos zu Pizarro

Vorname:Claudio
Nachname:Pizarro
Nation: Italien
  Peru
Verein:Bayern München
Geboren am:03.10.1978

weitere Infos zu T. Müller

Vorname:Thomas
Nachname:Müller
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München
Geboren am:13.09.1989

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