| Vorname: | Jens |
| Nachname: | Keller |
| Nation: | Deutschland |
| Verein: | FC Schalke 04 |

"Wir wollen den Schwung und das Selbstbewusstsein aus dem Sieg im Revierderby mitnehmen und ins Viertelfinale einziehen", kündigte Jungstar Draxler an. Dabei kommt ausgerechnet ihm eine Schlüsselrolle am Dienstagabend gegen Galatasaray Istanbul (20.45 Uhr, LIVE! auf kicker.de) zu. Denn mit Klaas Jan Huntelaar fehlt der treffsicherste Schalker Angreifer, mit Jermaine Jones der unermüdliche Antreiber im Mittelfeld.
Draxler wird also mehr Verantwortung übernehmen müssen, auch wenn er betont, dass die Mannschaft die Ausfälle kompensieren muss. Doch seit dem Wechsel in das zentrale Mittelfeld ist der 19-Jährige an seiner Aufgabe gewachsen. Beim phasenweise berauschenden Sieg gegen den BVB war er für den kicker der "Spieler des Spiels" (Note: 1,5), in den letzten zwei Partien gelangen ihm zudem drei Treffer.
Und Draxler kündigt noch weitere Tore an: "Ich habe immer betont, dass ich auf der Zehn mehr Torgefahr ausstrahle als auf links", sagte Draxler, der seit dem Weggang von Lewis Holtby als Regisseur auftrumpft: "Ich habe natürlich nichts dagegen, wenn noch einige Tore dazukommen."
Draxler warnte davor, sich im Rückspiel nur auf Sneijder und Drogba zu konzentrieren. Zwar spielen die beiden Weltstars eine zentrale Rolle im Team von Trainer Fatih Terim, aber Galatasaray "sei auch als Kollektiv sehr stark", so der Youngster auf der Pressekonferenz am Montag.
Anders als Schalke setzte Galatasaray seine Generalprobe in den Sand: Mit 0:1 blamierte sich das Team vor eigenem Publikum gegen Genclerbirligi. S04-Coach Jens Keller warnte allerdings davor, sich vom Ergebnis blenden zu lassen: "Das schwache letzte Liga-Spiel von Galatasaray interessiert uns nicht, die Champions League ist ein anderer Wettbewerb", sagte er am Montag auf der Pressekonferenz.
„Wer morgen ins Stadion einläuft, der wird keine Sekunde Müdigkeit verspüren“S04-Coach Jens Keller über einen möglichen Substanzverlust seiner Spieler
Befürchtungen, wonach die Spieler nach dem Revierknaller unter Subtanzverlust leiden, hegt der 42-Jährige nicht: "Wer morgen ins Stadion einläuft, der wird keine Sekunde Müdigkeit verspüren", sagte er.
Noch hat Keller nicht entschieden, wer anstelle des verletzten Huntelaars im Sturmzentrum spielen wird. Allerdings deutet sich eine Lösung an, und die heißt Pukki: "Pukki ist zwar nicht gesetzt, aber eine Option", so Keller.
Der Finne kam in dieser Saison bisher noch nicht richtig zum Zug. In der Liga stehen für ihn zehn Einsätze zu Buche, allerdings nur ein einziger über die komplette Spielzeit. Im DFB-Pokal und in der Champions League durfte er noch kein einziges Mal über 90 Minuten ran. Angesichts der Verletzung Ciprian Maricas (Außenmeniskus-OP) und der andauernden Formschwäche von Chinedu Obasi hat Pukki allerdings die besten Karten. Ein Wechsel Jefferson Farfans in die Mitte würde ein Loch auf rechts reißen. Allerdings trug im Abschlusstraining dann Obasi das Leibchen der Startelf.
Obwohl den Knappen nach dem 1:1 im Hinspiel bereits ein torloses Remis zum Einzug in das Viertelfinale reichen würde, gab Keller einer rein auf Ergebnisverwaltung beruhenden Spielweise eine Absage: "Wir dürfen nicht den Fehler machen, uns hinten reinzustellen, wir werden nicht abwartend spielen". Zudem hoffe er auf die S04-Fans, die den zahlreichen Gala-Anhängern stimmlich Paroli bieten und für eine Heimspiel-Atmosphäre sorgen sollen.