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12.02.2013, 12:35

Valencia/PSG: Duell der Gegensätze im Mestalla

Heißer Empfang für die "Neureichen" aus Paris

Im elitären Kreis der Champions League, noch dazu in der K.o.-Phase, kommt dies nicht allzu häufig vor. Das Achtelfinale zwischen dem FC Valencia und Paris St. Germain erlebt in der Königsklasse seine Premiere. Das Aufeinandertreffen des spanischen und französischen Klubs ist ein Duell der Gegensätze. Hier der finanziell angeschlagene Klub von der levantinischen Küste, dort die Neureichen aus der französischen Hauptstadt.

PSG-Stürmer Ezequiel Lavezzi ist er beste Torjäger der Franzosen in der Königsklasse.
PSG-Stürmer Ezequiel Lavezzi ist der beste Torjäger der Franzosen in der Königsklasse.
© Getty Images

Eine Information vorneweg: David Beckham, der spektakuläre Winterneuzugang der Franzosen, wird im Mestalla dabei sein. Zwar nominierte Carlo Ancelotti, der Trainer von PSG, den englischen Mittelfeldspieler nicht in den Kader für das Spiel am Dienstagabend, aber der 37-Jährige "wird da sein, um sich die Partie anzusehen", so der italienische Coach. Das erst Mal ernst könnte es für Beckham werden, wenn der Spitzenreiter der Ligue 1 am späten Sonntagabend beim FC Sochaux antritt (21 Uhr). "Wir werden die kommenden Tage abwarten, aber vielleicht kommt er gegen Sochaux zu einem Kurz-Einsatz", sagte Ancelotti der L'Équipe.

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Am vergangenen Freitag lief für Paris in der Liga alles nach Plan. Bastia wurde im Prinzenpark-Stadion mit 3:1 besiegt, zwei Tage später patzte Verfolger Lyon mit 1:3 gegen Lille und musste die Hauptstädter auf sechs Zähler davonziehen lassen. Paris hat in seinen letzten zehn Pflichtspielen nur einmal nicht gewonnen und zwar bei einem 0:0 gegen Ajaccio. In der Gruppenphase der Champions League setzte sich Paris in der Gruppe A mit dem FC Porto, Dynamo Kiew und Dinamo Zagreb mühelos durch - fünf Siege und eine Niederlage standen zu Buche (0:1 in Porto, 2. Spieltag). Ezequiel Lavezzi ist mit fünf Toren in drei CL-Spielen der torgefährlichste Angreifer von PSG, danach folgen Zlatan Ibrahimovic, Alex und Thiago Silva, die jeweils zweimal trafen.

Thiago Silva wird den Franzosen in Valencia verletzungsbedingt fehlen, genauso wie Thiago Motta. "Das ist natürlich ein Handicap", sagte Ancelotti. Der Trainer der Franzosen erwarte ein "taktisches und dennoch unterhaltsames Spiel", wobei seine Mannschaft nicht nur das Heil bei Kontern suchen werde. "Wir wollen guten Fußball zeigen", auch wenn diese Champions-League-Spiele ganz spezielle Duelle seien, in denen man vor allem "Charakter" und "Persönlichkeit" zeigen müsse. Der Italiener gewann als Trainer des AC Mailand die Königsklasse bereits zweimal, 2003 und 2007, und er macht keinen Hehl daraus, dass er sein persönliches "Triple" anstrebt.

Charakter will vor allem Stürmer Lavezzi zeigen, der seine Mannschaftskollegen warnte, dass auf diesem Level "Fehler nicht mehr tolerierbar" seien und zudem die "Rahmenbedingungen eine Herausforderung" seien, die wir "unbedingt annehmen müssen". Diese "Rahmenbedingungen" betreffen vor allem das Mestalla. Valencias Trainer Ernesto Valverde redete diesbezüglich auch gar nicht um den heißen Brei herum und kündigte Paris einen heißen Tanz an. "Die Atmosphäre in unserem Stadion wird am Siedepunkt sein."

In der Liga durfte die aufgeheizte Stimmung zuletzt der FC Barcelona erfahren, als die Katalanen im Mestalla nicht über ein 1:1 hinauskamen. Valencia gewann am vergangenen Samstag 1:0 bei Celta Vigo dank eines Treffers in der Nachspielzeit durch den ehemaligen Bundesliga-Stürmer Nelson Valdez. Der eigentliche Torjäger der Levantiner ist jedoch Roberto Soldado, der in der Primera Division elfmal traf und in der Königsklasse viermal in fünf Spielen einnetzte - zugegebenermaßen nur gegen BATE Baryssau. In der Gruppe F ging Valencia punktgleich mit dem FC Bayern über die Ziellinie, verlor gegen den deutschen Rekordmeister jedoch den direkten Vergleich (1:2, 1:1).

"Die wissen nicht, wie schwer es die bei uns haben werden"Valencias Sophiane Feghouli

Natürlich ist dieses Spiel neben den sportlichen Aspekten auch ein Duell "Arm gegen Reich". Während Valencia der Club mit den höchsten Schulden in Spanien und vom Bankrott bedroht ist und deshalb von der Provinzregierung als Hauptaktionär übernommen wurde, schwimmen die Pariser in Geld. Die Ölscheichs aus Katar, die im Klub seit 2011 das Sagen haben, pumpten 250 Millionen Euro für Stars in den Kader. "In Paris denken alle, dass PSG uns ohne Anstrengung vom Platz fegt. Gut für uns. Die wissen nicht, wie schwer es die bei uns haben werden", giftete Valencias algerischer Mittelfeldmann Sophiane Feghouli, der in der Nähe von Paris geboren wurde und viele Jahre in Frankreich spielte.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 12.02., 11:28 Uhr
Paris will mit Ibrahimovic auch Europa erobern
Das finanzielle Engagement der Besitzer aus dem Emirat Katar macht es möglich: Paris St. Germain liegt nicht nur in der französischen Ligue 1 vorne, sondern greift auch in Europa an. Ibrahimovic, Lavezzi und Co. sehen die CL-Hürde Valencia als Standortbestimmung. Und dann ist da ja auch noch David Beckham.
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12.02.13
 

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weitere Infos zu Soldado

Vorname:Roberto
Nachname:Soldado
Nation: Spanien
Verein:Tottenham Hotspur
Geboren am:27.05.1985

weitere Infos zu Lavezzi

Vorname:Ezequiel
Nachname:Lavezzi
Nation: Argentinien
Verein:Paris St. Germain
Geboren am:03.05.1985

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