| Vorname: | José |
| Nachname: | Mourinho |
| Nation: | Portugal |
| Verein: | Real Madrid |
Seit 2002 rennt Real Madrid der ersehnten "Decima" vergeblich hinterher. In der vergangenen Saison kam das Aus im Halbfinale gegen die Bayern, die im Elfmeterschießen die Oberhand behielten. Angesichts des 16-Punkte-Rückstands auf den FC Barcelona in der Liga ist das Wohl und Wehe der "Königlichen" diesmal noch mehr an einen Erfolg in der Königsklasse gebunden. Doch die Hürde ist hoch: Schließlich geht es gegen ManUnited, den souveränen Spitzenreiter der Premier League.
Die Statistik spricht für die Spanier, die von vier Europacup-K.o.-Duellen mit United drei für sich entschieden. Das letzte Aufeinandertreffen beider Klubs liegt schon zehn Jahre zurück, wird aber einem früheren Real-Star für immer im Gedächtnis bleiben. Nach einem 3:1 in Madrid reichte Real in Manchester ein 3:4 zum Einzug ins Halbfinale. Alle drei Treffer gingen dabei auf das Konto von Ronaldo, der das vielleicht beste Spiel seiner Karriere ablieferte. Als der Brasilianer in der 67. Minute ausgewechselt wurde, erhob sich das Old Trafford und bekundete dem Angreifer mit stehenden Ovationen seinen Respekt. "Das werde ich niemals vergessen", sagte dieser unlängst wieder.
Bei den Duellen im Jahr 2013 steht ein anderer Ronaldo im Mittelpunkt. Cristiano schoss sich mit drei Treffern beim 4:1 gegen Valencia schon einmal warm für das Duell mit seinem Ex-Klub. 2003 hatte ihn Manchester United im Alter von 18 Jahren für 17,5 Millionen Euro von Sporting Lissabon nach England geholt. In der Premier League hatte es Ronaldo zunächst schwer, nach zwei harten Lehrjahren entwickelte er sich unter der Führung von Sir Alex Ferguson ("Er war wie ein Vater für mich") aber zum absoluten Weltklassespieler. Der Höhepunkt: 2008 gewinnen die Red Devils die Champions League, der Portugiese wird Weltfußballer. Im Sommer 2009 ging es dann für 94 Millionen Euro zu Real Madrid.

Dreieinhalb Jahre später läuft "CR7" immer noch auf Hochtouren - und jetzt kommt es zum ersten Wiedersehen mit United. Und dem fiebert nicht nur der Superstar entgegen. "Das ist das Spiel, auf das die Welt wartet", sagte José Mourinho Uniteds vereinseigenem Sender MUTV: "Ich hoffe, dass wir der Welt den Fußball schenken können, den sie sich erhofft." Den 2:0-Erfolg des englischen Rekordmeisters gegen Everton hatte sich der 50-Jährige am Sonntag als Tribünengast angeschaut. Real hatte schon am Samstag gegen Sevilla gespielt, dabei schonte Mourinho mehrere Spieler für das große Duell. Mesut Özil und Sami Khedira erhielten genauso eine Pause wie die angeschlagenen Xabi Alonso und Angel di Maria.
Madrids Coach verbindet mit Manchester so einiges. Unvergessen der Jubel Mourinhos über den Last-Minute-Treffer von Costinha im Achtelfinale der Champions League im März 2004, der für den späteren Sieger FC Porto das Weiterkommen bedeutete. Der Portugiese feierte im Old Trafford auf den Knien rutschend. Einige Monate später hielt er beim FC Chelsea Einzug und verkündete, er sei "a special one". Mit Sir Alex Ferguson ist Mourinho trotz aller Rivalität früherer Tage in Freundschaft verbunden, auch am Sonntag in Manchester war Zeit für ein Gespräch. Dass diese "fantastische Beziehung" auch die anstehenden Achtelfinalduelle überstehen wird, ist für den 50-Jährigen klar. Seit Jahren wird Mourinho auf der Insel als Nachfolger gehandelt, sollte der Sir eines Tages doch einmal abtreten.
Ferguson freut sich nach eigener Aussage auch schon seit der Auslosung auf die Duelle. "Hier treffen die größten Klubs der Welt aufeinander", meinte der Schotte. Sein Team dominiert die Premier League derzeit klar und führt die Tabelle mit nunmehr zwölf Punkten Vorsprung an. Und das, obwohl United in dieser Saison nur selten wirklich brilliert hat. Die Duelle mit Real Madrid sind daher auch eine echte Reifeprüfung für die Ferguson-Schützlinge - allen voran für Torhüter David de Gea, der seinen Trainer immer noch nicht restlos von seinen Qualitäten überzeugt hat. Ein starker Auftritt in seiner Heimatstadt Madrid wäre für den 22-Jährigen schon mal ein guter Anfang.
Bereitete die Defensive den Red Devils in dieser Saison schon so einiges Kopfzerbrechen, so lief die Angriffsmaschine auf Hochtouren. Die Offensivabteilung um Goalgetter Robin van Persie und den zuletzt ebenfalls wiedererstarkten Wayne Rooney muss sich in Europa vor keinem verstecken. Nicht nur deshalb ist sich Reals Welt- und Europameister Sergio Ramos bewusst: "Wenn wir den kleinsten Fehler machen, wirft uns United raus."


| Vorname: | Cristiano Ronaldo |
| Nachname: | Dos Santos Aveiro |
| Nation: | Portugal |
| Verein: | Real Madrid |
| Geboren am: | 05.02.1985 |