Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

19.11.2012, 22:37

CL, 5. Spieltag: Chelsea droht das Aus

FCB taumelt, aber Müller löst das Ticket

Die Champions League ging am 5. Spieltag in die entscheidende Phase und in den Partien war mächtig was los. Der FC Bayern taumelte in Überzahl, zog den Kopf aber aus der Schlinge und ist genau wie Valencia im Achtelfinale. Um dieses muss Chelsea nach der Pleite bei Juventus Turin mächtig bangen. In Kopenhagen gab es einen negativen Höhepunkt in Sachen Fairplay. Galatasaray streitet sich mit Cluj um ein Ticket, während Braga raus ist. Ein Spaziergang durch Moskau führte den FC Barcelona in die nächste Runde.

Gruppe F: Bayern ist dank Lille im Achtelfinale

Retter: Thomas Müller sorgte für den wichtigen Punkt.
Retter: Thomas Müller sorgte für den wichtigen Punkt.
© Getty Images

Das war für den FC Bayern eine Zitterpartie. Mit dem Ergebnis des ersten Gruppenspiels im Hinterkopf reichte ein Remis fürs Achtelfinale und so ging es letztlich auch aus, obwohl die Bayern am Rande einer Niederlage waren und lange in Überzahl spielten. Mit dem angeschlagenen Ribery hatten die Bayern in Valencia zunächst einen guten Start. Die erste Chance hatte Dante, der per Kopf aber an Keeper Guita scheiterte. Der nächste große Aufreger war der weniger schönen Art. Bereits mit Gelb belastet, foulte Barragan Alaba übel und sah die Rote Karte. Doch die Bayern taten sich trotz Überzahl jetzt schwer. Bis zur Pause gab lediglich noch Pizarro einen Schuss ab. Selbst der bis dato so bärenstarke Ribery blieb blass. Valencia ließ dem FCB viel Ballbesitz, blieb aber mit schnellen Gegenstößen brandgefährlich. Dabei vergab Soldado die beste Möglichkeit. Müller hatte für die Bayern eine Chance, traf nach Vorarbeit von Ribery den Ball aus sieben Metern aber nicht richtig. Besser machte es der eingewechselte Mandzukic, dessen Kopfball nur knapp vorbei ging.

Dann passierte es. Feghouli tanzte Ribery und Badstuber am Strafraum aus, Dante fälschte ab - 1:0! Zum Glück hatte Müller schhnell eine Antwort parat. Der eingewechselte Gomez ließ durch und mit etwas Glück - Feghouli fälschte ab - zappelte der Ball im Netz und das Achtelfinalticket war gelöst.

Bevor die Bayern in Valencia auf den Platz mussten, schaffte Lille durch einen 2:0-Erfolg in Weißrussland bei Baryssau die idealen Voraussetzungen. Die Franzosen punkteten erstmals, knöpften dem Gegner die Punkte ab und gaben den Bayern damit die Steilvorlage für den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale. Sidibé traf bereits in der 14. Minute mit einem schönen Schuss von der Strafraumecke und Bruno erhöhte nach Pass von Digne aus kurzer Distanz zur 2:0-Pausenführung für die Franzosen. Nach dem Wechsel gab es für die Zuschauer im weißrussischen Nebel nicht mehr viel zu sehen. Den direkten Vergleich mit Baryssau haben die Franzosen aber verloren (Hinspiel: 1:3) und deshalb wird es auch nichts mehr mit der Europa League.


Gruppe E: Titelverteidiger Chelsea in Not - Donezk vergisst die guten Manieren

Party in Turin: Die "Alte Dame" präsentierte sich gegen Chelsea in Hochform.
Party in Turin: Die "Alte Dame" präsentierte sich gegen Chelsea in Hochform.
© Getty Images

Juventus Turin hat sich durch ein ungefährdetes und souveränes 3:0 über den Titelverteidiger FC Chelsea eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um das Überleben der Gruppe E gesichert. Die Italiener dominierten die Londoner vor allem im zweiten Durchgang, als der ehemalige Leverkusener Vidal mit dem 2:0 die Weichen endgültig auf Sieg stellte, quasi nach Belieben und gewannen eine einseitige Partie auch in dieser Höhe völlig verdient. Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte dieser durchaus höher ausfallen können. Chelsea hingegen enttäuschte auf ganzer Linie und muss nun um das Weiterkommen zittern. Die Blues müssen jetzt gegen Nordsjaelland gewinnen. Spielt Turin aber remis bei Schachtar Donezk, ist der Titelverteidiger raus.

Schachtar Donezk ist nach dem 5:2 gegen den FC Nordsjaelland im Achtelfinale, weil sie den direkten Vergleich mit Chelsea gewonnen haben. In Kopenhagen vergingen 24 höhepunktarme Minuten, ehe der Tabellenletzte erstmals flott und erfolgreich über den linken Flügel kombinierte: Nordstrand veredelte Johns Maßflanke. Doch Schachtar glich knappe 180 Sekunden äußerst kurios aus: Nach einem Schiedsrichterball verstand Luiz Adriano Willians weiten Schlag als Vorlage, steuerte alleine auf den verdutzen FCN-Keeper Hansen zu und vollstreckte. Reichlich Diskussionen folgten, Spieler wie Zuschauer waren außer sich. In dem turbulenten ersten Durchgang antwortete der wütende Lorenzten prompt mit der erneuten Dänen-Führung, die Willian allerdings noch vor der Pause egalisierte. Kurz nach Wiederanpfiff fungierte Willians zweiter Treffer als Appetitanreger für nun vehement stürmende Ukrainer. Gegen den zusehends hilflosen Champions-League-Debütanten betätigte sich Luiz Adriano durch zwei weitere Buden als Dreifach-Torschütze. Ein schaler Beigeschmack blieb.


Gruppe G: Barça verwandelt den Matchball

Dani Alves
Hart und platziert: Dani Alves erzielte die Führung für Barcelona.
© picture alliance

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nutzte der FC Barcelona seinen Matchball und darf wie erwartet fürs Achtelfinale planen. Dabei war es keineswegs so, dass die Katalanen bei Spartak Moskau in der Anfangsphase dominierten, die Russen hatten zunächst durchaus auch ihre Chancen, aber es war dann doch Barça, das mit einem trockenen Schuss durch Dani Alves in Führung ging. Nach dem Rückstand das gleiche Bild: optisch überlegene Gäste und brandgefährliche Hausherren. In der 23. Minute vergab beispielsweise Suchy aus elf Metern völlig freistehend. Später vergab Emenike eine weitere Großchance, da stand es schon 2:0, weil Messi aus 16 Metern per Aufsetzer erhöht hatte (27.). Kurz vor der Pause war die Messe gelesen, Messi umkurvte Keeper Dykan und schob zum 3:0 ein (39.). Das war's. Nach dem Wechsel vergaben die Katalenen einige Großchancen, waren aber gnädig und beließen es beim 3:0.

Das zweite Ticket für die Runde der letzten 16 wird derweil erst am letzten Spieltag vergeben. Benfica Lissabon zog durch ein 2:1 gegen Celtic Glasgow punktemäßig mit den Schotten gleich. Benfica belohnte sich im heimischen Estadio da Luz früh für seine energischen Offensivbemühungen: John brachte die Hausherren durch einen knackigen Rechtsschuss in Front. Nach flottem Beginn ließ der Angriffsschwung der Portugiesen aber nach - auch bedingt dadurch, dass ihnen die Lennon-Truppe zusehends körperbetonter begegnete. Noch vor dem Kabinengang glich Samaras per Kopf aus. Doch die Hausherren ergriffen nach der Pause erneut beherzt die Initiative. Zwei Abwehrspieler machten in Minute 71 die Heimfans schließlich glücklich: Luisao verlängert den Ball zum ebenfalls aufgerückten Garay, der den Ball siegbringend in die Maschen knallte.


Gruppe H: Braga verabschiedet sich - Galatasaray besiegt die Red Devils

- Anzeige -

In Gruppe H hatte sich Manchester United Platz eins schon gesichert. Hinter den "Red Devils" herrscht jedoch ein harter Kampf - Galatasaray Istanbul, CFR Cluj und Sporting Braga kämpften um die Plätze zwei und drei. Im direkten Duell trafen in Rumänien Cluj und Braga aufeinander. Es sollte ein Abend werden, den Clujs Rui Pedro so schnell nicht vergessen wird. Der Portugiese brachte sein Team mit einem Dreierpack (7., 15., 34.) noch vor der Pause entscheidend in Führung - Alan hatte zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt (17.). Den zweiten Durchgang musste Braga in Unterzahl bestreiten, da Douglao in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wegen einer Tätlichkeit am ehemaligen Karlsruher Rada Rot gesehen hatte. Mit einem Mann weniger war für die Portugiesen nichts mehr zu machen, sodass man schon auf Schützenhilfe aus Istanbul hoffen musste.

Durch den 1:0-Sieg von Galatasaray gegen ManUnited ist das Aus Bragas besiegelt. Sir Alex Ferguson nutzte die Begegnung, um einigen Stammspielern eine kleine Pause zu gönnen und ließ die drittjüngste Mannschaft von ManUnited in der Champions-League-Geschichte auflaufen. Und das junge Team tat sich am Bosporus schwer, profitierte aber davon, dass Galatasaray aus seiner optischen Überlegenheit zunächst kein Kapital schlug. Nach Wiederanpfiff erlöste Burak Yilmaz, der nach einer Ecke per Kopf zur Stelle war (54.), die Fans von "Cim Bom" und sorgte für Riesenjubel in der Turk Telekom Arena. Danach zogen sich die Türken zurück und brachten den knappen Sieg mit Glück und Geschick über die Runden. Braga ist somit raus. Istanbul und Cluj werden Platz zwei am 5. Dezember 2012 im Fernduell untereinander ausmachen: Die Türken sind in Braga gefordert, die Rumänen bei Manchester United.


Bilder zum Spieltag
Barca spaziert, Bayern muss kämpfen

© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
19.11.12
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -