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06.11.2012, 19:44

München: Mandzukic wird ins Bett geschickt

Heynckes mahnt und schwärmt vom Straßenfußball

Beim FC Bayern München sind die Verantwortlichen dieser Tage arg darum bemüht, auf die berühmte Euphoriebremse zu drücken. Es sei ja noch nichts erreicht, heißt es sowohl von Präsident Uli Hoeneß als auch von Coach Jupp Heynckes. Die Angst vor dem Schlendrian geht um. Doch Heynckes, selbst einst Stürmer, kann vor dem wichtigen Spiel in der Champions League gegen Lille nicht verhehlen, dass ihm seine Offensivabteilung Spaß bereitet.

Franck Ribery und Arjen Robben
Mit der Flügelzange gen Achtelfinale? Franck Ribery und Arjen Robben könnten mal wieder zusammen auflaufen.
© imagoZoomansicht

Zuletzt wurde dem Hamburger SV (0:3) schwindelig, als er es mit Franck Ribery (kicker-Note 1), Toni Kroos (1,5) und Thomas Müller (1,5) zu tun bekam und feststellte, dass er nicht konkurrenzfähig gegen diese Bayern ist. "So haben wir früher auf der Straße gespielt", schwärmte Heynckes. Gegen Lille darf wohl auch Arjen Robben wieder sein Können in der Münchner Arena demonstrieren. "Wenn Arjen spielt, wird er zeigen, dass er ein ungewöhnlicher Spieler ist", sagte der Coach. Auch Kroos, der gesundheitlich angeschlagen war, ist einsatzfähig.

Dagegen bangt der deutsche Rekordmeister um den Einsatz von Mario Mandzukic. Der Stürmer konnte am Dienstag wegen einer Erkältung nicht am Abschlusstraining der Bayern teilnehmen. Stattdessen wurde Mandzukic nach Hause geschickt, wo er das Bett hüten sollte. Ob Mandzukic doch noch ins Aufgebot rücken kann, soll am Mittwochvormittag entschieden werden. Als Ersatz für Mandzukic steht Claudio Pizarro bereit. Für Mario Gomez kommt ein Einsatz nach seiner Knöchelverletzung noch zu früh.

Mir ist das alles zu früh, mir ist das zu euphorisch, zu positiv. Wir haben überhaupt noch nichts erreicht.Jupp Heynckes

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Lille wird beim bloßen Gedanken an die Stars die eigene Außenseiterrolle bewusst. "Tatsache ist, dass wir auf diesem Niveau nicht mithalten können, denn wir verlieren jedes Jahr unsere besten Spieler", klagt Lilles Trainer Rudi Garcia. Und so sieht alles nach dem dritten Sieg im vierten Spiel für den FC Bayern aus. Doch das dachten ja schon alle, als die Bayern nach Weißrussland gereist sind. Im Gepäck hatte man dann eine 1:3-Schlappe bei BATE Baryssau. Das darf sich nicht wiederholen.

Vehement warnte Heynckes seine Mannschaft vor einer möglichen Fehleinschätzung der "Lobeshymnen" gerade nach der Topleistung in Hamburg. "Mir ist das alles zu früh, mir ist das zu euphorisch, zu positiv. Wir haben überhaupt noch nichts erreicht", mahnte Heynckes und verkündete: "Ich erwarte von der Mannschaft noch viel mehr!" Mit Blick auf die Tabellenkonstellation (Valencia, Baryssau und München haben jeweils sechs Punkte, während Lille noch keine Punkte hat) sagte Hoeneß, dass es "noch ganz dramatisch werden" könne.

Doch alles sieht danach aus, dass das nicht passiert, vor allem Ribery ist dieser Tage kaum zu bremsen. "Es ist natürlich immer etwas Besonderes, wenn man es mit einer Mannschaft aus seiner Heimat zu tun bekommt. Ich bin hoch motiviert. Wir müssen gewinnen, wir müssen die drei Punkte holen, wir müssen spielen wie in Hamburg", erklärte der Franzose am Dienstag. Bei der eindrucksvollen 3:0-Gala beim HSV war er der herausragende Mann. In der Bundesliga hat er eine sagenhafte kicker-Durchschnittsnote von 1,75 (zwei Tore, sechs Assists bei sechs Einsätzen).

Lilles Kapitän Rio Mavuba steht vor der Rückkehr

Beim zähen 1:0 Hinspielsieg vor zwei Wochen musste Ribery in Lille viele Fouls einstecken. Zur Pause blieb der 29-Jährige angeschlagen in der Kabine. Diesmal wird sein Gegenspieler der im Hinspiel gesperrte Mathieu Debuchy sein, der Ribery bestens aus der Nationalmannschaft kennt. "Er ist für mich einer der sehr guten Rechtsverteidiger. Es wird ein interessantes Duell", meinte Ribery kampfeslustig. Neben Debuchy wird auch Kapitän Rio Mavuba nach Meniskus-Operation wieder zur Verfügung stehen.

Heynckes erwartet einen Gegner, der sich nach drei Niederlagen noch nicht aufgegeben hat. "Lille wird noch einmal alles versuchen Sie haben Power, sie spielen aggressiven Fußball." In der heimischen Liga befindet sich das Team von Rudi Garcia aktuell im Aufwärtstrend, entsprechend fordert der OSC-Trainer einen mutigen Auftritt: "Wir wollen das Münchner Ungeheuer beherzt herausfordern", sagte Garcia. Und Mittelfeldspieler Benoit Pedretti unterstreicht: "Unser Ziel ist klar, wir wollen nicht mit null Punkten ausscheiden."

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 06.11., 17:16 Uhr
"Joa, schaut guad aus" - Der zufriedene Kaiser
Der FC Bayern dominiert die Bundesliga und macht Ehrenpräsident Franz Beckenbauer froh: "Joa, schaut guad aus", sagt der Kaiser. Dass die Münchner nach der Pleite gegen Leverkusen gegen den Hamburger SV so stark zurückkamen, imponiert Beckenbauer. Sieben Punkte Vorsprung auf Platz zwei, 30 Treffer erzielt - wird die Liga jetzt langweilig? Beckenbauer fordert einfach die Gegner auf, etwas dagegenzusetzen.
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06.11.12
 

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weitere Infos zu Heynckes

Vorname:Jupp
Nachname:Heynckes
Nation: Deutschland
Verein:Bayern München

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Vorname:Franck
Nachname:Ribery
Nation: Frankreich
Verein:Bayern München
Geboren am:07.04.1983

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Vorname:Mario
Nachname:Mandzukic
Nation: Kroatien
Verein:Bayern München
Geboren am:21.05.1986

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