"Ich habe jetzt keine Kraft, um über Madrid zu reden", sagte er, befragt zum kommenden "Clasico" in der Liga, "wir müssen jetzt das Spiel bei Chelsea am Mittwoch vorbereiten." Denn wie so oft, wenn es bei Barca nicht rund läuft, hing der Sieg am seidenen Faden, besser gesagt an den Füßen von Lionel Messi, der nicht nur in der Liga mit 41 Toren Bestmarken sprengt, sondern auch in der Königsklasse mit seinen bislang 14 Rekord-Toren den entscheidenden Sieg-Faktor darstellt.
Der Weltfußballer erklärte nach dem Levante-Spiel gewohnt lakonisch: "Wir wussten, dass es schwer wird. Das Wichtigste ist jetzt Chelsea, das wird ein genauso schweres Spiel - oder sogar noch schwerer." Allzu viele Sorgen macht sich der Argentinier nach elf Seriensiegen in der Liga über die Aufgabe aber nicht: "Unsere Resultate stimmen, das ist ja die Hauptsache", sagt der 24-Jährige wie selbstverständlich.
Weil gegen Chelsea wohl trotzdem mehr Abwehrarbeit zu erwarten ist als gegen Levante, schonte Guardiola den zuletzt leicht angeschlagenen Innenverteidiger Gerard Piqué, der auf der Bank blieb, Rechtsaußen Dani Alves wurde erst spät eingewechselt.
Für den an der Leber operierten Eric Abidal (Guardiola: "Ein fundamentaler Spieler"), der sich weiter im Krankenhaus erholt und seine kritische Phase nach der Transplantation vom vergangenen Dienstag überwunden hat, trat erneut Javier Mascherano an, den Guardiola ausdrücklich lobte: "Er spielt konzentriert und intensiv, das Wichtigste für einen Abwehrspieler." Vermutlich wird Mascherano in der Innenverteidigung bleiben, Kapitän Puyol dürfte statt Adriano außen ran.
Andres Iniesta, der das Halbfinale 2009 gegen Chelsea mit seinem Tor in der Nachspielzeit zum 1:1 entschied, wurde gegen Levante zu seinem 400. Pflichtspiel eingewechselt und war einer der Besten.
Peter Schwarz-Mantey