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07.03.2012, 23:25

Champions League, Achtelfinalrückspiele

Die Lionel-Messi-Show wird zum Albtraum

Der FC Barcelona war für Bayer Leverkusen im Achtelfinale der Champions League einige Nummern zu groß. Nach der Niederlage im Hinspiel folgte eine katalanische Lehrstunde. Als Meister seines Faches zeigte sich Lionel Messi. Auf Zypern setzte sich Nikosia im Elfmeterschießen gegen Olympique Lyon durch. Bereits am Dienstag siegte Arsenal mit 3:0 gegen Milan, was aber nach der deutlichen Hinspielniederlage nicht mehr zur Wende reichte. Zudem setzte sich Benfica Lissabon gegen Zenit St. Petersburg durch.

Messi lupft zum 3:0 ein.
Der dritte Streich: Lionel Messi lupft zum 3:0 ein.
© Getty ImagesZoomansicht

Eigentlich wollte man den FC Barcelona ja ein bisschen ärgern, doch dann wurde der Abend im Camp Nou zu einem Albtraum, den Bayer Leverkusen nie vergessen wird. 25 Minuten ließen die Topstars die Gäste noch zappeln, Bernd Leno durfte sich ein bisschen auszeichnen, ehe Lionel Messi seinen Galaabend eröffnete. Mit einem herrlichen Lupfer ließ er Bernd Leno erstmals hinter sich greifen. Noch vor der Pause erhöhte der kleine Argentinier, indem er durch den Strafraum spazierte, ohne dass die Defensive ihn gebremst hätte. Leverkusen hatte ein paar wenige gute Aktionen, spielte diese aber nicht zu Ende, sodass bereits nach 45 Minuten Ernüchterung eingekehrt war.

Wir hätten uns noch entscheiden können, uns mit elf Spielern vor den Strafraum zu stellen. Wir haben es nicht gemacht und sind dafür bestraft worden.Robin Dutt

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Barça-Coach Pep Guardiola hatte auch kein Einsehen und ließ seinen besten Akteur 90 Minuten durchspielen - nicht ohne weitreichende Folgen. Messi erhöhte nach dem Wechsel mit einem weiteren sehenswerten Lupfer gar auf 3:0. Danach musste man aufpassen, dass man sich nicht verzählte, fast im Minutentakt klingelte es. Auch Messi schraubte weiter an seiner Bilanz und hatte nach der Partie zwölf Treffer im laufenden Wettbewerb auf seinem Konto - fünf (!) waren es gegen die Werkself. Damit hat er seinen eigenen Torrekord, den er gemeinsam mit Ruud van Nistelrooy hält, eingestellt. Den beiden ist es geglückt, zwölf Tore in einer Champions-League-Saison zu erzielen - nur eine Frage der Zeit, bis Messi der alleinige Rekordhalter ist. Ein Rekord gehört ihm jetzt schon: Er ist der erste Spieler, der fünf Tore in einer Partie erzielt hat.

Ach ja, die Partie endete 7:1, rechnet man das Hinspiel dazu, haben die Katalanen mit 10:2 gegen das bemitleidenswerte Bayer 04 gewonnen. Keine Frage: Das war die heftigste und höchste Niederlage in der Europapokalgeschichte für das deutsche Team.

Nikosia bleibt die Überraschungsmannschaft

Das zyprische Überraschungsteam APOEL Nikosia hat gegen Olympique Lyon die Sensation geschafft und als viertes Team das Viertelfinalticket gelöst. Nach der 0:1-Hinspielniederlage bezwangen die Außenseiter den siebenmaligen Meister Frankreichs im Rückspiel mit 4:3 im Elfmeterschießen. Vor 23.000 Zuschauern brachte der Brasilianer Gustavo Manduca in der 9. Minute Nikosia in Führung und erzwang damit die Verlängerung. Lyon, immerhin zum neunten Mal in Serie im Achtelfinale der Königsklasse, enttäuschte auf der ganzen Linie.

"Gunners" geht die Puste aus - Benfica packt Zenit

Robin van Persie gegen Christian Abbiati
Die Schlüsselszene: Robin van Persie scheitert beim Stand von 3:0 an Milans Keeper Christian Abbiati.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit der Hypothek einer 0:4-Niederlage startete der FC Arsenal ins Rückspiel gegen den AC Mailand. Trainer Arsene Wenger hoffte dennoch auf die Sensation. B-Elf? Fehlanzeige. Auch Milan war auf der Hut und schonte kein Stammpersonal.

Nur ein frühes Tor konnte den Gunners die Hoffnung erhalten. Und das fiel auch. Koscielny war in der 7. Minute nach einer Ecke per Kopf zur Stelle, Rosicky legte nach einem üblen Patzer von Thiago Silva in der 26. Minute nach. Milan hatte von nun an allen Grund zur Nervosität - und bis der Pause richtig etwas zum Grübeln. Die "Gunners" hatten noch eine Patrone übrig, van Persie behielt vom Elfmeterpunkt die Nerven (43.) und machte die Sensation endgültig greifbar. Auf der anderen Seite traf Milan in Person von El Shaarawy bei einer "Hundertprozentigen" nur das Außennetz.

In der zweiten Hälfte schien Arsenal allerdings die Kräfte auszugehen, zumal die Rossoneri nun besser aufgestellt waren und mehrere gute Gelegenheiten für einen eigenen Treffer hatten. Nur einmal waren die Londoner ganz dicht dran am 4:0 - Abbiati hielt aber bei Gervinhos abgefälschtem Schuss sowie beim Nachsetzen von van Persie glänzend (59.).

Überlegenes Benfica bezwingt Zenit

Im Parallelspiel galt es für Benfica Lissabon, die 2:3-Hinspielniederlage bei Zenit St. Petersburg wettzumachen. Die Portugiesen zeigten in der ersten Hälfte die besseren Spielanlagen und wurden spät dafür belohnt. Maxi Pereira nutzte die kluge Hackenvorlage von Witsel, der direkt davor selbst an Keeper Malafeev gescheitert war (45.+2).

Zenit war nun gefordert, doch die Russen kamen weiterhin nicht so recht in Fahrt. Gefährlicher war weiterhin Benfica, so dass die Truppe von Trainer Jorge Jesus letztlich verdient ins Viertelfinale einzog - Nelson Oliveira machte mit dem 2:0 in der Nachspielzeit alles klar.

Fotos zu den Achtelfinal-Rückspielen
Debakel für Bayer, Blaues Auge für Milan
Simon Rolfes, Stefan Kießling und Renato Augusto (v.li.)
Fassungslosigkeit ...

... machte sich bei Bayer Leverkusen breit. Im Rückspiel des Champions-League-Achtelfinales setzte es für Werkself eine derbe 1:7-Packung. Das Aus war besiegelt, die Blamage auch. Simon Rolfes, Stefan Kießling und Renato Augusto (v.li.) lassen die Köpfe hängen.
© Getty Images

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07.03.12
 

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