
Chance verpasst, die Spannung steigt in der Gruppe E: Leverkusen unterlag in Valencia, das sich dadurch im Rennen um das Achtelfinale zurückmeldete. Genk rang Chelsea ein Remis ab, für Spannung an den letzten beiden Spieltagen ist gesorgt.
Lenos Sekundenschlaf brachte Leverkusen früh auf die Verliererstraße, Jonas nutzte den schweren Patzer nach ganzen zehn Sekunden. Die Werkself legte, angeführt von "Maskenmann" Ballack, erst Mitte der ersten Hälfte so richtig los und kam durch Kießlings Kopfball zum Ausgleich.
In der zweiten Hälfte tat sich zunächst nicht viel - ehe Soldado mit einem herrlichen Hackentor die erneute Führung für die Spanier erzielte (65.). Bitter für Bayer, dass Schürrles regulärem Treffer die Anerkennung verwehrt blieb (70.), dem umstrittenen 3:1 von Valencia durch Ramis Kopfballtreffer (75.) hingegen nicht. Valencia rückt Leverkusen bis auf einen Punkt auf die Pelle, die Dutt-Elf verlor zu allem Überfluss auch noch den direkten Vergleich gegen die "Fledermäuse" (Hinspiel 2:1).
Der FC Chelsea hat es verpasst, in Genk in einer fairen Partie einen entscheidenden Schritt Richtung Achtelfinale zu machen. Im ersten Durchgang ließen die klar dominierenden Blues nach der Führung mehrere Hochkaräter liegen. Nach Wiederanpfiff kam der KRC hellwach aus der Kabine und zum nicht unverdienten Ausgleich. Danach konnten die Engländer den Schaden trotz einiger weiterer guter Chancen nicht mehr reparieren.
Borussia Dortmund fuhr im Heimspiel gegen Olympiakos nach einem harten Stück Arbeit den ersten Sieg der Gruppenphase ein und darf nach dem 1:0 in der Gruppe F wieder auf das Achtelfinale hoffen, weil sich im Parallelspiel der FC Arsenal und Olympique Marseille gegenseitig die Punkte abknöpften.
Der BVB, im ungewohnten 4-3-3 agierend, erwischte einen Start nach Maß und ging durch einen satten 25-Meter-Schuss von Großkreutz früh in Führung (7.). Danach taten sich die Dortmunder, bei denen Leitner den verletzten Bender vertrat, im Spiel nach vorne jedoch schwer. Die Griechen kamen besser in die Partie, ohne dabei allzu gefährlich zu werden.
Nach dem Wechsel blieb die Begegnung hart umkämpft und bot nur wenig spielerische Elemente. Lewandowski verpasste nach einer Stunde die Vorentscheidung, als er nach einem zu kurzen Rückpass von Holebas nur den Innenpfosten traf. So blieb es ein Spiel auf des Messers Schneide, in dem die Dortmunder den knappen Vorsprung letztlich aber über die Zeit brachten.
Fünf Tore erzielte der FC Arsenal zuletzt bei Chelsea - gegen Marseille hatten die Gunners dagegen Ladehemmung. Ohne Torjäger van Persie in der Startformation musste die Wenger-Elf zu Beginn der Partie eine Drangphase der Gäste überstehen, ehe die Engländer die Kontrolle übernahmen. Insgesamt waren die Aktionen aber nicht zwingend genug, so dass Olympique beim 0:0 verdient einen Zähler aus dem Emirates Stadium entführte. Arsenal verpasste es durch den Punktverlust, schon vor dem Heimspiel gegen Dortmund (23. November) den Achtelfinaleinzug zu sichern.
Gruppensieger und anschließend Viertelfinalist - das ist für Schachtar Donezk erst wenige Monate her. Eine Wiederholung wird immer unwahrscheinlicher, nach dem 0:1 bei Zenit St. Petersburg rückt das Weiterkommen in Gruppe G für den weiter sieglosen ukrainischen Doublegewinner in weite Ferne. Ohne die verletzten Chygrynskyy, Fernandinho und Jadson musste Schachtar-Keeper Rybka seine Elf mehrmals retten, ehe ihn Innenverteidiger Lombaerts nach einer Ecke in der Nachspielzeit der ersten Hälfte doch überwand. Nach der Pause verwaltete Zenit mühelos die Führung und machte mit dem neunten Europapokal-Heimsieg in Folge einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale.
Nach dem vierten Spieltag hat APOEL Nikosia erstklassige Chancen auf das Überstehen der Gruppenphase. Die Zyprer siegten zuhause gegen Europa-League-Sieger FC Porto mit 2:1 und führen die Gruppe G mit nunmehr acht Punkten an - und haben den direkten Vergleich mit Porto nach dem 1:1 im Hinspiel auch gewonnen. Ein Foul von Portos Mangala im eigenen Sechzehner an Ailton war der Knackpunkt des Spiels. Ailton selbst verwandelte den Strafstoß und brachte Nikosia in Führung (41.). Im zweiten Durchgang bäumten sich die Portugiesen noch einmal mächtig auf und sorgten für viel Wirbel, taten sich aber gegen den Abwehrriegel von APOEL extrem schwer. Per Elfmeter (Nuno Morias an James Rodriguez) fiel durch Hulk dann doch der Ausgleich (89.). Allerdings währte dieser nicht lange, denn Nikosia hatte fast im Gegenzug die Antwort parat. Gustavo Manduca schloss einen schnellen Konter mustergültig ab und bescherte den Zyprern die drei Punkte (90.).
Bereits geklärt ist dagegen die Situation in der Gruppe H. Mit Titelverteidiger FC Barcelona und dem AC Mailand wurden die beiden haushohen Favoriten ihrer Rolle gerecht, beide haben seit Dienstag ihre Tickets für das Achtelfinale bereits in der Tasche. Für Viktoria Plzen und BATE Baryssau geht es nur noch um Rang drei.
Die Weißrussen knöpften Milan dank einer Energieleistung immerhin einen Punkt ab. Dabei schien zunächst für den italienischen Meister alles glatt zu gehen. Die Rossoneri bestimmten die Partie, nach einem Abwehrpatzer sprang die verdiente Führung heraus - Ibrahimovic war nach Robinhos Vorarbeit zu Stelle, sein dritter Treffer in der Königsklasse. Boateng zeigte nach dem Tor ein Trikot von Antonio Cassano (Verdacht auf Hirnblutung), das er unter seinem eigenen trug. Baryssau ließ sich jedoch nie hängen, auch wenn sich Ibrahimovic & Co. weitere gute Chancen erarbeiteten. In der 55. Minute wurde BATE belohnt: Einen zweifelhaften Elfmeter verwandelte Renan in der 55. Minute zum 1:1-Endstand. Trotz der ersten Punktverluste ist Milan sicher für das Achtelfinale qualifiziert.
Am Abend löste der FC Barcelona im Vorbeigehen sein Ticket für die K.o.-Phase. Die Katalanen gewannen bei Viktoria Plzen mit 4:0 und eroberten damit zugleich im Fernduell mit dem AC Mailand die Tabellenführung. Einmal mehr war es Messi, der Barça den Sieg bescherte. Der zweimalige Weltfußballer legte den Grundstein für den Dreier bereits vor der Halbzeit - zuerst verwandelte er einen an ihm persönlich von Marian Cisovsky verursachten Elfmeter (24.) und erhöhte dann kurz vor dem Pausenpfiff auf 2:0 (45.+2). Zu diesem Zeitpunkt waren die Tschechen bereits in Unterzahl, da Cisovsky für sein Foul, das zum Strafstoß geführt hatte, mit Rot vom Platz gestellt worden war. In Durchgang zwei machten Cesc Fabregas per Kopf (72.) und erneut Messi (90.+2) mit seinem fünften CL-Treffer in dieser Saison alles klar.