Leverkusens Gegner im Porträt: Chelsea, Valencia, Genk
Mata ist in aller Munde
Keine leichte Gruppe für die Werkself: Bayer Leverkusen muss sich in der Staffel E mit dem FC Chelsea, dem FC Valencia und dem KRC Genk auseinandersetzen. Die Blues wollen sich mit einem neuen Trainer den Traum vom Henkelpokal erfüllen, Valencia verlor indes einen Schlüsselspieler an die Londoner. Die Belgier aus Genk, die sich durch die Qualifikationsmühle kämpften, gehen als Außenseiter ins Rennen.

Die Fronten gewechselt: Juan Mata, hier beim Viertelfinal-Aus gegen Schalke, wechselte von Valencia zu Chelsea.
© imago

Zum ganz großen Coup hat es für den FC Chelsea in der Champions League noch nicht gereicht. 2008 standen die Blues im Elfmeterschießen gegen Manchester United ganz dicht davor, doch John Terry rutschte beim Strafstoß weg, letztlich gingen Ballack & Co. leer aus.
In der vergangenen Saison kam das Team von der Stamford Bridge nicht über das Viertelfinale hinaus, wie auch in der Meisterschaft hatte der ewige Rivale ManUnited die Nase vorn - das Aus für Trainer Carlo Ancelotti. Nun soll der erst 33-jährige André Villas Boas den mit illustren Namen wie Cech, Drogba, Torres, Lampard und Neuzugang Mata gespickten FC Chelsea auf Kurs bringen. In der Liga ließ der Klub von Öl-Milliardär Roman Abramovich bei Stoke City (0:0) Punkte liegen, zuletzt gewannen die Londoner mühevoll gegen West Brom mit 2:1.
FC Valencia: Mata trifft auf seine Ex-Kollegen
In der Gruppe E wird der Spanier Mata somit gleich auf seine alten Kollegen treffen. Denn der FC Valencia wurde ebenfalls zugelost. In der vergangenen CL-Spielzeit scheiterten die Ostspanier im Achtelfinale an Schalke 04, gelten in Spanien als "dritte Kraft" hinter Real und Barcelona. Abgesehen vom schmerzvollen Mata-Abgang hat sich personell nicht viel getan bei den finanziell klammen "Fledermäusen" (das Tier im Vereinswappen): Joaquin hat den Verein Richtung Malaga verlassen, dafür hat das Team von Trainer Unai Emery Sergio Canales von Real Madrid ausgeliehen. Das heimische Estadio Mestalla kann durchaus zum Hexenkessel für Gästemannschaften werden.
KRC Genk: Vossen schießt den Meister in die Königsklasse
Außenseiter in der Gruppe ist zweifelsohne der KRC Genk. Die Belgier setzten sich mit viel Glück im Elfmeterschießen gegen Maccabi Haifa durch (4:1 i.E.). Vor allem der 21-jährige Angreifer Jelle Vossen traf in den Qualifikationsrunden, zuvor hatte sich der KRC (Koninklijke Racing Club) in der 3. Runde gegen Partizan Belgrad durchgesetzt. Der Klub aus Flandern feierte in der abgelaufenen Saison der Jupiler League seine dritte Meisterschaft der Vereinsgeschichte, in der laufenden Spielzeit steht das Team von Trainer Frank Vercauteren nach vier Spieltagen nur auf Rang neun.