"Bei einem Mann wie Mourinho weiß man nie, wie er sich entscheidet. Entweder es gibt eine unerwartete Überraschung. Oder er entscheidet sich so, wie wir es erwarten, nämlich gegen Inter und für das Ausland", so Moratti gegenüber spanischen Medien.
Mourinho wird mit Real Madrid in Verbindung gebracht, wo Trainer Manuel Pellegrini nach titelloser Saison und dem verlorenen Meisterschaftskampf gegen Erzrivale FC Barcelona schlechte Karten hat. Und das trotz einer Rekordinvestition von 250 Millionen Euro für neue Spieler. "Pellegrini wird nicht bleiben", zitierte die Zeitung "El País" ein namentlich nicht genanntes Real-Vorstandsmitglied. Die "Marca" spekuliert über eine Bekanntgabe des Pellegrini-Abschieds für Mittwoch. Gut möglich also, dass Mourinho am Samstag seine künftige Wirkungsstätte, das Bernabeustadion, betritt.
Im Vorfeld des Finals gegen die Bayern unterstrich der 47-Jährige gleichwohl, dass es noch keine Gespräche mit Real gegeben habe (die "Marca" sieht das anders). "Es ist nicht wahr, dass ich Trainer von Real Madrid bin", sagte Mourinho am Dienstag: "Nach dem Finale möchte ich zwei bis drei Tage, um in Ruhe über meine Zukunft nachzudenken." Unabhängig vom Ergebnis werde er dann entscheiden. "Es ist keine Frage des Vertrages oder des Geldes, sondern der persönlichen Zufriedenheit." Und die war in Italien offenbar nicht immer gegeben. Denn in Mailand arbeitete Mourinho zuletzt nachhaltig an seinem Abschied. Nach dem Gewinn des Scudetto am Wochenende durch das 1:0 in Siena räumte er abermals ein, dass er mit Italien einfach nicht warm geworden sei.
"Adios Mourinho", titelte die "Gazzetta dello Sport" daraufhin am Dienstag - und nennt bereits Nachfolgekandidaten. Der Niederländer Guus Hiddink sowie, man höre und staune, Erfolgscoach Pep Guardiola vom FC Barcelona, stünden auf der Wunschliste. Daneben werden auch Sinisa Mihajlovic (Catania Calcio), der Florentiner Coach Cesare Prandelli sowie Luciano Spalletti (Zenit Sank Petersburg) als denkbare Nachfolger angeführt.
Die Inter-Spieler sprechen sich derweil für einen Verbleib ihres Trainers aus. "Es wäre schade, wenn er uns verlassen würde. Daran denken wir derzeit nicht einmal", sagte der argentinische Torjäger Diego Milito. Noch klarer drückte sich Mittelfeldspieler Sulley Muntari aus: "Mourinho ist unser Trainer und er geht nirgendwo hin."
UEFA-5-Jahreswertung
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