Für Jens Lehmann wird es ein ganz besonderes Spiel. Denn der 40-Jährige hat in seiner langen Karriere noch nie im Camp Nou gespielt. "Das fehlt mir noch", sagte der ehemalige deutsche Nationalkeeper. "Das sind die Partien auf absolutem Weltklasseniveau, von denen jeder Profifußballer träumt", betonte Lehmann.
Und der 40-Jährige sieht durchaus Chancen, für eine Überraschung zu sorgen. "Vielleicht schaffen wir ja ein Ergebnis, bei dem die gesamte Fußball-Welt aufhorcht. Wir sind nicht der Favorit, aber wir haben mehr als eine Nullchance."
Gerade Lehmann - aber nicht nur ihm - kommt eine entscheidende Rolle zu. Dies sind sich alle Beteiligten bewusst. "Jens Lehmann wird im Tor nicht der Einzige sein, der das Spiel seines Lebens machen muss. Das gilt für alle. Dann haben wir eine kleine Chance", sagte Manager Horst Heldt.
Lehmann sieht dem Spiel, das vielleicht der letzte große Auftritt seiner rund 22-jährigen Karriere werden könnte, gelassen entgegen: "Der Trainer setzt mich unter Druck, das mag ich."
Auch VfB-Trainer Christian Gross hält die Aufgabe gegen die Katalanen für "schwierig, aber machbar". Er ließ seine Spieler sogar Elfmeter schießen üben, "damit wir uns später nicht den Vorwurf machen, nicht alles versucht zu haben".
Nach dem 1:1 im Hinspiel bräuchte der VfB entweder eine Entscheidung auf diesem Weg, einen Sieg oder ein Unentschieden mit mindestens zwei Toren, um den Titelverteidiger und spanischen Meister doch noch auszuschalten.
Um die Weltauswahl der Katalanen in Schach zu halten, braucht es laut Gross das "perfekte Spiel". Er fordert, Barça keinen Spielraum zu lassen, vom eigenen Tor fernzuhalten und selbst blitzschnell nach vorn zu spielen. "Wir müssen noch besser und kompakter sein als im Hinspiel", sagte er am Dienstagabend bei der Pressekonferenz zu dieser Partie. "Wir müssen mutig, selbstbewusst und clever spielen. Dann gibt es auch in Barcelona Möglichkeiten."
Obwohl dem FC Barcelona nach dem 1:1 im Hinspiel theoretisch bereits ein torloses Remis für das Erreichen des Viertelfinales genügen würde, wird Trainer Pep Guardiola gegen den Bundesligisten voll auf Angriff setzen. "Ich weiß, was ich meinen Spielern vermitteln muss: Volle Offensive, immer nach vorn spielen, den Angriff suchen", sagte er auf der Pressekonferenz am Dienstag.
"Wir wollen unbedingt ins Viertelfinale und hier noch weitere europäische Nächte erleben. Mit der Unterstützung unserer Zuschauer sind wir stärker", so der 39-Jährige, der übrigens 14 Monate jünger ist als Lehmann.
Der ehemalige spanische Nationalspieler mahnt aber vor dem Bundesligisten und führt als warnendes Beispiel das Aus des nationalen Erzrivalen Real Madrid vor Wochenfrist an. "Dadurch sind wir vorgewarnt. Es kann immer etwas passieren", sagte er. Die Madrilenen schieden durch ein 1:1 vor heimischem Publikum gegen Olympique Lyon aus.
Verzichte muss der Fußball-Lehrer auf seinen Spielmacher Xavi. Der Mittelfeldmann hat sich im Abschlusstraining am Vorabend der Partie im Camp Nou eine Muskelverletzung zugezogen. Voraussichtlich wird Xavi zehn bis 15 Tage ausfallen.
Der Ausfall des Regisseurs war nicht die einzige Sorge, die Guardiola wegen seiner Mittelfeldformation umtrieb. Auch hinter dem Einsatz des Maliers Seydou Keita stand nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel ein Fragezeichen. Mittlerweile ist aber sicher, dass Keita mitwirken kann, er wird wohl Xavi im Mittelfeld vertreten.
UEFA-5-Jahreswertung
Deutschland nun klar vor Italien.
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Re: Und die Oberschiri`s reden die Entscheidung schön.....
von:
rautesylt
- 10.02.12, 11:26 - 1 mal gelesen
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Re (4): Der Blubb muß atomisiert werden!
von:
fcnuwe
- 10.02.12, 11:24 - 2 mal gelesen
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