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09.12.2009, 11:30

Juventus Turin: Diego in der Kritik

Ferrara entschuldigt sich

Während Karl-Heinz Rummenigge von einer "magischen Nacht" zu berichten wusste, sah die Corriere dello Sport "Vier Ohrfeigen für Juve! Ein totaler Zusammenbruch." Trotzdem gab es für Trainer Ciro Ferrara nach der bitteren 1:4 (1:1)-Niederlage gegen Bayern München beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin zunächst eine Jobgarantie.

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Juventus Turin: Trainer Ciro Ferrara
"Es tut mir leid für die Zuschauer": Trainer Ciro Ferrara.
© picture alliance Zoomansicht

"Ich kann bestätigen, dass wir mit ihm (Ferrara) als Trainer weitermachen werden", sagte Juve-Präsident Jean-Claude Blanc nach der höchsten Heimpleite in der Europacup-Geschichte für Juventus. "Das ist eine sehr große Enttäuschung, aber wir müssen nach vorne schauen. Das Projekt endet nicht hier, es geht weiter", ergänzte Blanc.

Ferrara selbst entschuldigte sich bei den Fans für die dürftige Leistung seiner Mannschaft. "Es tut mir leid für die Zuschauer, den Klub, für alle. Wir dürfen nicht nach Alibis suchen, wir müssen uns hinterfragen und Verantwortung übernehmen. Ich bin und wir sind es gewohnt, hart zu arbeiten - und genau das werden wir jetzt tun, um aus dieser Situation herauszukommen", sagte der Coach.

Verheerende Alte Dame. Juve zerbröselt in Stücke. Ferrara, dafür gibt es keine Entschuldigung. Das Mindest-Resultat ist verfehlt worden. Für Ferrara eine Albtraum-Nacht mit Protesten der Tifosi und Pfiffen gegen die Stars. Diego leuchtet wie eine längst erloschene Kerze, eine totale Enttäuschung. La Stampa

Spielbericht

Die italienische Presse wurde indes deutlich und stellt auch den Trainer in Frage. "Jetzt muss sich alles ändern, Juve! Der Klub ist fragil, die großen Neuzugänge skandalös, und Ferrara hat dem Team keine Spielkultur gegeben. Juve wurde von den Bayern gedemütigt", war in der "Tuttosport" zu lesen. Lob für die Bayern gab es dagegen in der "La Gazzetta dello Sport": "Addio Champions League. Van Gaals Bayern beherrschen Juve. Die Signora wurde im eigenen Wohnzimmer geschlagen und gedemütigt. Bayern war perfekt."

Diego in der Kritik

Diego
Kam gegen die Bayern nicht zum Zug: Der Ex-Bremer Diego.
© imago

Mit Hohn und Spott wurde auch der Ex-Bremer Diego überschüttet. Der Brasilianer leuchte "wie eine längst erloschene Kerze", schrieb "La Stampa" und "Tuttosport" nannte ihn eine "Katastrophe". Und in der Tat blieb Diego blass, war an keiner gefährlichen Offensivaktion beteiligt und wurde schließlich bereits in der 65. Minute für Amauri ausgewechselt.

Nach einem Traumstart warfen Verletzungen den Brasilianer zurück, seitdem sucht er seine Form. "Das ist ein schwieriger Moment, in dem wir als Team aber nur wachsen können. Wir müssen jetzt unser wahres Gesicht zeigen", sagte er. Seine eigene Leistung sah Diego selbstkritisch, die Fans hätten "zurecht gepfiffen, als ich ausgewechselt wurde".

09.12.09
 
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