Nachdem die Außenseiter aus Rumänien Schachtjor bereits im Hinspiel in der Ukraine ein 2:2 abgetrotzt hatten, reichte Timisoara im Rückspiel am Mittwochabend ein torloses Remis zum Weiterkommen. Freude auch in Stuttgart, denn durch das Ausscheiden des UEFA-Cup-Siegers rutschte der VfB an Donezks Stelle in den Lostopf der gesetzten Teams und kann so in den Play-offs weder auf den FC Arsenal noch auf Olympique Lyon treffen.
Nicht wiederholen konnte BATE Borisov den Erfolg aus dem Vorjahr, als das Team als erste weißrussische Mannschaft die Gruppenphase der Champions League erreichte. Gegen den FK Ventspils aus Lettland war das 0:1 aus dem Hinspiel eine zu hohe Hypothek. Zwar siegte die Elf von Trainer Viktor Goncharenko zu Hause mit 2:1, letztlich fehlte aber ein Tor zum Weiterkommen.
Dem Ausscheiden gerade noch entronnen ist Celtic Glasgow, das nach einer 0:1-Heimniederlage im Hinspiel gegen Dynamo Moskau den Spieß noch umgebogen hat. Samaras traf in der russischen Hauptstadt erst in der Nachspielzeit zum erlösenden 2:0 für die Schotten, die so eine Verlängerung verhinderten und in die Play-offs einzogen - der erste Auswärtssieg für Celtic auf internationaler Ebene seit sechs Jahren! Ebenfalls mit dem Rücken zur Wand stand der FC Zürich, der sich vor Wochenfrist daheim dem NK Maribor mit 2:3 beugen musste. In Slowenien drehten die Schweizer dann aber auf und siegten klar und deutlich mit 3:0.
Während Levski Sofia nach einem 2:0-Heimsieg über den FK Baku (Hinspiel 0:0) die Play-offs ebenso erreicht hat wie der ungarische Vertreter VSC Debrecen, der seinem 1:0-Auswärtserfolg in Tallinn das gleiche Ergebnis vor heimischem Publikum folgen ließ, blieb Slavia Prag auf der Strecke. Zu Hause führten die Tschechen im Duell mit den Moldawiern von Sheriff Tiraspol nach einem torlosen Unentschieden im Hinspiel bis zur Schlussminute mit 1:0, ehe Jose Nadson mit dem Ausgleichstreffer für den ganz späten Schock sorgte.
Der griechische Meister Olympiakos Piräus ließ gegen Slovan Bratislava nichts anbrennen. 2:0 gewannen die Hellenen das Hinspiel - 2:0 endete auch das Rückspiel. Nicht ganz so deutlich machte es der FC Kopenhagen im skandinavischen Duell mit Stabaek IF, das Weiterkommen geriet dennoch nie in Gefahr. Dem 3:1-Erfolg der Dänen folgte im zweiten Aufeinandertreffen ein 0:0. Nicht weiter ist der serbische Titelträger Partizan Belgrad. Zwar besiegten die Hausherren im heimischen Partizan-Stadion APOEL Nikosia knapp mit 1:0 - allein es reichte nicht, weil die Zyprer das Hinspiel mit 2:0 für sich entschieden hatten.
Red Bull Salzburg ist nur noch zwei Spiele von der Gruppenphase der Champions League entfernt. Der österreichische Meister gewann bereits am Dienstagabend das Rückspiel der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation bei Dinamo Zagreb mit 2:1 (1:0) und zieht somit nach dem 1:1 im Hinspiel in die Play-offs ein.
In der ersten Halbzeit ging das Stevens-Team durch einen direkten Freistoß von Neuzugang Dusan Svento in der 33. Minute in Führung. Durchgang zwei begann mit einem Paukenschlag, denn Dimitrios Papadopoulos konnte nach nicht einmal 120 Sekunden für den kroatischen Meister ausgleichen. Dinamo erhöhte nun den Druck, und Salzburg hatte etliche gefährliche Situationen zu überstehen.
Als die rund 20.000 Besucher bereits im der Verlängerung rechneten, schlug Robin Nelisse sieben Minuten vor Spielende zu. Der Niederländer stand in der 83. Minute nach einem Lattentreffer goldrichtig. RB Salzburg hat damit einen Startplatz in der neuen Europa League bereits sicher.
Nicht gereicht hat es für Sivasspor. Das Überraschungsteam der letzten Saison in der Türkei nahm zwar gegen RSC Anderlecht das Herz in beide Hände und versuchte mit aller Macht, das 0:5 aus dem Hinspiel noch zu drehen. Schnell führte der Vize-Meister nach 19 Minuten mit 2:0.
Doch der ehemalige Bremer Jelle van Damme sorgte mit seinem Treffer in der 34. Minute für Ernüchterung bei den Türken und Erleichterung bei den Belgiern. Sivasspor konnte in der der zweiten Hälfte zwar noch auf 3:1 erhöhen, doch zu mehr reichte es nicht mehr.
Nach einem mehr als spannenden Schlagabtausch überstand auch Maccabi Haifa die 3. Qualifikationsrunde. Gegen den kasachischen Klub FK Aktobe lagen die Israelis nach 15 Minuten bereits mit 0:3 (!) zurück. Am Ende hieß es aber 4:3 für Haifa, das somit nach dem torlosen Remis vor einer Woche in die Play-offs einzieht.
Panathinakos Athen konnte gegen Sparta Prag den Spieß umdrehen und hält seine Champions-League-Hoffnungen am Leben. Die Griechen gewannen mit 3:0 (1:0) und machten so das 1:3 aus dem Hinspiel wett. Quasi in letzter Sekunde gelange Sporting Lissabon der Sprung in Runde vier. Bei Twente Enschede fiel Sekunden vor Abpfiff der entscheidende 1:1-Ausgleich für die Portugiesen, an dem der nach vorne geilte Torhüter Rui Patricio maßgeblich beteiligt war.
Pech für den VfB Stuttgart, der bei der Auslosung zu den Play-offs im Falle eines Ausscheidens von Sporting oder Panathinaikos auf jeden Fall zu den gesetzten Teams gehört hätte. So mussten die Schwaben bis Mittwoch zittern, ehe feststand, dass der VfB gesetzt ist.
Am Freitag werden die Paarungen für die Play-offs gezogen. Die Hinspiele finden am 18. und 19., die Rückspiele am 25. und 26. August statt.
UEFA-5-Jahreswertung
Deutschland nun klar vor Italien.
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