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FC Porto

FC Porto

Portugal
3
:
1

Halbzeitstand
1:0
RB Leipzig

RB Leipzig

Deutschland

FC PORTO
RB LEIPZIG
15.
30.
45.







60.
75.
90.












Leipzig zahlt auch in Porto Lehrgeld

Danilo Pereira kontert Werners Traumeinstand

RB Leipzig hat am vierten Spieltag der Champions League einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale verpasst. Stattdessen unterlagen die Sachsen beim Mitkonkurrenten um Platz zwei, dem FC Porto, mit 1:3. Nach einer ideenlosen ersten Hälfte feierte der zum zweiten Durchgang eingewechselte Werner einen Traumeinstand, doch die Portugiesen hatten daraufhin eine weitere Antwort parat.

Hector Herrera
Portos Hector Herrera brachte sein Team früh in Führung. Leipzigs Abwehr sah beim Gegentreffer nicht wirklich gut aus.
© ImagoZoomansicht

Portos Trainer Sergio Conceicao entschied sich für dieselbe Startelf, die die Generalprobe gegen Boavista Porto am Wochenende mit 3:0 gewonnen hatte. Wie schon im Hinspiel gegen Leipzig erhielt damit auch José Sa den Vorzug vor Torwartlegende Casillas.

Dagegen wechselte RB-Coach Ralph Hasenhüttl im Vergleich zur 0:2-Niederlage in München viermal Personal: Augustin, Bruma, Kampl und Bernardo ersetzten Demme, Klostermann, Poulsen und überraschenderweise auch Werner, die allesamt auf der Bank saßen. Keita wurde nach seiner im Bayern-Spiel erlittenen Schienbeinprellung rechtzeitig fit und stand in der Startelf.

Wie in Istanbul: Leipzig früh in Rückstand

Mit derselben taktischen Ausrichtung wie im Hinspiel starteten die Leipziger in das Rückspiel im Estadio do Dragao. Doch anders als im ersten Vergleich waren es diesmal nicht die Sachsen, die früh in Führung gingen, sondern die Portugiesen. Portos Führungstreffer resultierte aus einer Ecke, die von der Defensive des Bundesligisten mehrfach nicht geklärt werden konnte, sodass Herrera letztlich leichtes Spiel hatte (13.). Wie schon beim ersten CL-Auswärtsspiel in Istanbul lag RB erneut früh zurück.

Doch Leipzig zeigte eine Reaktion, wenngleich das Offensivspiel der Hasenhüttl-Elf nicht frei von Fehlern blieb. So bemühten sich die Sachsen im Vorwärtsspiel, auch die Außenverteidiger Bernardo und Halstenberg schalteten sich mit ein. Richtig gefährlich wurde es in der ersten halben Halbzeit aber nur ein einziges Mal - und das nach einer Standardsituation: José Sa parierte einen Forsberg-Freistoß klasse (21.).

Ideenlos in Porto

Porto verstand es hingegen, das Zentrum zuzumachen und den Leipzigern durch eine robuste (aber keineswegs unfaire) Spielweise den Schneid abzukaufen. Durch zwei dicht gestaffelte Viererketten fanden Forsberg, Bruma und Co. kein Durchkommen, auch weil dem Offensivspiel Kreativität, Tempo und Zielstrebigkeit abging.

Werners Einwechslung zahlt sich sofort aus

Natürlich musste Hasenhüttl personell reagieren. Für den blassen Halstenberg (Gelb-verwarnt) und den harmlosen Bruma kamen Klostermann und Werner neu rein. Gerade die Einwechslung des deutschen Nationalspielers, der auf der linken Seite stürmte, machte sich sofort bezahlt: Werner nahm ein Zuspiel von Sabitzer am Strafraumrand klasse an und vollendete sehenswert mit einem Schlenzer aus 16 Metern (48.). Zwei Ballkontakte, ein Tor.

Doch in der Folge waren es eben nicht die Leipziger, die das Kommando übernahmen, sondern Porto. Mit viel Wut im Bauch marschierte die Conceicao-Elf nach vorne und setzte die Sachsen enorm unter Druck. Im ersten Versuch köpfte Danilo nach einer Ecke noch drüber (60.), eine Minute später nickte er nach einem Alex-Telles-Freistoß mehr oder minder unbedrängt zur erneuten Führung Portos ein. Allerdings hätte das Tor nicht zählen dürfen, da der Torschütze (sowie zwei weitere Portugiesen) einen halben Schritt im Abseits standen.

Leipzig verliert auch den direkten Vergleich

Leipzig hatte zwar weiterhin mehr Ballbesitz, doch daraus machte man zu wenig. So sprangen für den Bundesligisten lediglich Distanzversuche (Sabitzer, Klostermann) heraus, die José Sa nicht wirklich forderten. Auch die Hereinnahme von Angreifer Poulsen brachte nicht mehr die erwünschte Wende, stattdessen konterte sich Porto durch den eingewechselten Maxi Pereira in der Nachspielzeit noch zum 3:1-Endstand. Somit ging auch der direkte Vergleich an die Portugiesen, die Leipzig in der Tabelle der Gruppe G um zwei Punkte überholten und jetzt auch im Falle einer Punktgleichheit den Vorteil auf ihrer Seite hätten.

Porto empfängt am kommenden Samstag (21:30 Uhr) Belenenses Lissabon. In der Champions League spielen die Portugiesen am Dienstag, 21. November, bei Staffel-Spitzenreiter Besiktas. Leipzig empfängt am Samstag (15.30 Uhr) Hannover 96. In der Königsklasse geht es für die Sachsen am Dienstag, 21. November, mit einem Auswärtsspiel in Monaco weiter.

Champions League, 2017/18, Vorrunde, 4. Spieltag
FC Porto - RB Leipzig 3:1
FC Porto - RB Leipzig 3:1
Ruhe vor dem Sturm?

Stimmungsvolles Bild: Das Estadio do Dragão wartet auf RB Leipzig.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Porto
Aufstellung:
José Sa (3) - 
Felipe (3) , 
Marcano (3) , 
Alex Telles (3) - 
Danilo Pereira (2)        
Herrera (2,5)        
J. Corona (3)    
Brahimi (3)    
Marega    
Aboubakar (3,5)

Einwechslungen:
13. André André (4,5) für Marega
72. Maxi Pereira     für J. Corona
89. D. Reyes für Brahimi

RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (3) - 
Bernardo (3,5) , 
Orban (4,5)    
Upamecano (3) , 
Halstenberg (3,5)        
Kampl (4) , 
Keita (4,5) - 
Bruma (5)    
Forsberg (4) - 
Sabitzer (2,5)    
Augustin (4)        

Einwechslungen:
46. Klostermann (4) für Halstenberg
46. Ti. Werner (2,5)     für Bruma
75. Y. Poulsen für Augustin

Trainer:
Hasenhüttl

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Herrera (13., Rechtsschuss, Danilo Pereira)
1:1
Ti. Werner (48., Rechtsschuss, Sabitzer)
2:1
Danilo Pereira (61., Kopfball, Alex Telles)
3:1
Maxi Pereira (90. + 3, Rechtsschuss, Aboubakar)
Gelbe Karten
FC Porto:
Danilo Pereira
(2. Gelbe Karte)
Leipzig:
Halstenberg
(2. Gelbe Karte)
,
Augustin
(1.)
,
Sabitzer
(1.)

Spieldaten

FC Porto       RB Leipzig
Tore 3 : 1 Tore
 
Torschüsse 14 : 9 Torschüsse
 
gespielte Pässe 341 : 487 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 253 : 389 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 88 : 98 Fehlpässe
 
Passquote 74% : 80% Passquote
 
Ballbesitz 41% : 59% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 19 : 22 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 20 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 
Ecken 3 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
01.11.2017 20:45 Uhr
Stadion:
Estadio do Dragão, Porto
Zuschauer:
41616
Spielnote:  3,5
spielerisch eine mäßige Partie mit wenig Torraumszenen. Allerdings blieb sie bis in die Nachspielzeit spannend.
Chancenverhältnis:
5:2
Eckenverhältnis:
3:5
Schiedsrichter:
Ovidiu Alin Hategan (Rumänien)   Note 3,5
insgesamt ein guter Leiter, die knappe Abseitsstellung beim 2:1 war ohne TV-Bilder schwer zu erkennen.
Spieler des Spiels:
Danilo Pereira
Er bereitete das 1:0 mit großem Einsatz vor, und das 2:1 köpfte Danilo Pereira selbst. Ein unermüdlicher Kämpfer im Mittelfeld des FC Porto.

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