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Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

Deutschland
1
:
1

Halbzeitstand
0:0
RSC Anderlecht

RSC Anderlecht

Belgien

BORUSSIA DORTMUND
RSC ANDERLECHT
15.
30.
45.






60.
75.
90.










Immobile trifft, Mkhitaryan vergibt beste Chancen

BVB zieht als Tabellenführer ins Achtelfinale ein

Die Entscheidung fiel erneut auf Torwart Langerak und gegen Weidenfeller - das war die Hauptbotschaft im Vorfeld des abschließenden Champions-League-Gruppenspiels gegen Anderlecht. Jürgen Klopps Kommentar vorab: "Roman hat die Nachricht so hingenommen, wie das ein Spieler eben macht, der nicht nominiert wird." Die Hauptbotschaft nach Spielende gegen den RSC Anderlecht: Borussia Dortmund zieht als Gruppensieger ins Achtelfinale ein und geht damit Großkalibern wie Real Madrid oder Chelsea aus dem Weg. Da machten auch die vielen vergebenen Chancen von Immobile und Mkhitaryan nicht viel aus.

Mitchell Langerak und Roman Weidenfeller
Änderung in der BVB-Torwart-Hierarchie? Mitchell Langerak bekam erneut vor Roman Weidenfeller den Vorzug.
© Getty ImagesZoomansicht

Neben der Entscheidung, wieder auf Langerak zu setzen, dessen persönliche Bilanz es bis dahin in sich gehabt hatte (20 Siege, ein Remis, zwei Niederlagen - 19 Gegentore), würfelte BVB-Trainer Klopp im Vergleich zum 1:0 gegen Hoffenheim gewaltig durch: Durm, Ginter, Sahin, Großkreutz, Kagawa und Immobile begannen für Piszczek, Hummels (Rückenprobleme), Kehl (Prellungen nach Zusammenstoß mit TSG-Akteur Polanski), Aubameyang, Bender und Ramos (alle auf der Bank). Nach dem jüngsten 0:2 in der Königsklasse beim FC Arsenal am 5. Spieltag stand außerdem fest, dass wohl schon ein Remis zum Gruppensieg reichen würde. Arsenal nämlich hätte in diesem Fall einen Sieg in Istanbul mit sechs Toren Differenz gebraucht.

Anderlechts Coach Besnik Hasi stellte im Vergleich zum 2:0 gegen Galatasaray derweil auf drei Positionen um: Dendoncker und Kljestam bildeten anstelle von Defour und Tielemans die Doppelsechs, N'Skala begann außerdem für Najar. In der heimischen Liga hatte es zuletzt ein 2:4 bei Royal Mouscron-Peruwelz gegeben.

Anderlecht: Erst Respekt, dann Mut

Ciro Immobile gegen Anthony Vanden Borre
Duell um den Ball: Ciro Immobile gegen Anthony Vanden Borre.
© Getty Images

Freudige Nachricht: Über 45 Wochen, genauer gesagt 318 Tage hatte die Leidenszeit von Blaszczykowski gedauert. Nun stand "Kuba" ("Ich bin für morgen bereit!") wieder im Kader und damit vor seinem Comeback, sah sich den Anfang aber natürlich von der Bank aus an. Und der sah aus BVB-Sicht ordentlich aus: Die Hausherren drückten die Belgier direkt tief hinten rein, eroberten sich mit hohem Pressing viele wichtige Bälle im Mittelfeld und konnten so erste aussichtsreiche Angriffe starten. Den besten Abschluss verzeichnete Immobile: Mkhitaryan startete über die Mitte durch, nahm an der Strafraumkante Kagawa mit. Der Japaner leitete direkt weiter zu Immobile, der feurig abschloss - Proto parierte stark (4.). Nach den ersten zehn druckvollen Minuten der Westfalen aber schüttelten die Violett-Weißen den Respekt ab und agierten teilweise sehr gefällig im Angriff.

Mkhitaryan, der Glücklose

Henrikh Mkhitaryan
Glücklos im Abschluss, bemüht auf dem Platz: Henrikh Mkhitaryan.
© Getty ImagesZoomansicht

Am Ende hatte das Team von Coach Hasi gar die etwas besseren Gelegenheiten - wie in Minute elf: Mitrovic war nach einem Steilpass frei durch, scheiterte aber am lange wartenden Langerak, der letztlich angeschossen wurde. Oder in Minute 34, als Conté beinahe Mitrovic mustergültig bediente. Oder auch in Minute 43: Acheampong eilte über links voran, flankte präzise zu Mitrovic. Der Stürmer bewies Übersicht und köpfte in den Rückraum zu Kljestan, der aber verzog.

Vom BVB kam derweil nur noch wenig bis in die heiße Zone - lediglich Mkhitaryan verzeichnete einen Aufreger: Der Armenier enteilte seinen Gegenspieler, brachte mit links aber einen zu schwachen Abschluss an. Apropos Mkhiatryan: Der stets umtriebige und willige Mittelfeldmann agierte wie so häufig glücklos, probierte viel. Doch letztlich fehlte das Fortune im Abschluss - wie seit Wochen schon.

Immobile befreit sich und den BVB

Die Borussen kamen gierig aus der Pause, hatten durch Kagawa direkt den ersten Abschluss: Der Japaner setzte seinen Linksschuss im Strafraum aber vorbei (47.). Es folgte mal wieder etwas von Mkhitaryan, der Proto mit einem scharfen Schuss herausforderte - Sieger blieb der Gäste-Keeper (49.). So auch in Minute 54, als der Armenier wieder an Proto scheiterte, der dieses Mal gar sicher hielt. Nach mehreren weiteren glücklosen Anläufen war es dann aber soweit: Der BVB ging in Front. Gündogan, Kagawa und Sahin kombinierten sich stark durch die Mitte. Letzterer steckte dann perfekt zu Immobile durch. Der Italiener täuschte erst an, narrte so seinen Gegenspieler und drehte das Leder schließlich stark halbhoch in die rechte Ecke. Torwart Proto hatte keine Chance, setzte sich auf den Hosenboden und ein enttäuschtes Gesichts auf (58.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später vergab außerdem Kagawa noch die Großchance aufs 2:0 - weit drüber (60.).

Ciro Immobile
Präziser Abschluss zum 1:0: Ciro Immobile.
© Getty Images

Wenig los im RSC-Angriff

Das Bild blieb in der Folge gleich: Der BVB drückte teilweise stark, verwaltete zwischenzeitlich aber auch gut und ließ die Violett-Weißen so kaum aufkommen. Chancen gab es obendrein, doch Immobile, Mkhitaryan und wieder der Armenier scheiterten (70. und 71.). Und was kam noch von den Gästen? Viele Minuten lang ganz wenig - viel zu wenig. Das lag einerseits an den fehlenden Ideen in Strafraumnähe, andererseits an der guten Abwehr der Dortmunder.

Kein Real, kein Chelsea

Doch weil einerseits Mkhitaryan erneut zweimal hochkarätig frei vor Schlussmann Proto vergab (80. und 83.), konnten die Belgier noch auf den Ausgleich hoffen. Zu Recht, wie sich in der 84. Minute herausstellte: Vanden Borre enteilte nach einem Doppelpass über rechts, fand mit seiner Flanke Mitrovic. Der nickte humorlos ein, während Großkreutz gar nicht richtig in den Zweikampf reinkam - 1:1. Dabei blieb es dann aber auch und damit beim Gruppensieg in Staffel D - Gegner wie Real Madrid oder Chelsea sind demnach noch nicht gefragt. In den letzten Minuten feierte zudem "Kuba" sein aktives Comeback, durfte noch etwas CL-Luft schnuppern.

Dortmund tritt am Samstag (15.30 Uhr) bei Hertha BSC an, Anderlecht am Sonntag (18 Uhr) bei KV Oostende. Die Auslosung für das Achtelfinale der Königsklasse findet am kommenden Montag (ab 12 Uhr, LIVE! bei kicker.de) statt.

Champions League, 2014/15, Vorrunde, 6. Spieltag
Borussia Dortmund - RSC Anderlecht 1:1
Borussia Dortmund - RSC Anderlecht 1:1
Vorfreude

Dieser BVB-Fan hat den passenden Schal für den heutigen Abend gekauft.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia Dortmund
Aufstellung:
Langerak (2,5) - 
Durm (3,5) , 
Subotic (4) , 
Ginter (2,5) , 
Schmelzer (3)        
Gündogan (2,5)    
Sahin (3) - 
Kagawa (5)    
K. Großkreutz (4,5) - 
Immobile (2)    

Einwechslungen:
66. Kirch für Gündogan
75. Aubameyang für Schmelzer
84. Blaszczykowski für Kagawa

Trainer:
Klopp
RSC Anderlecht
Aufstellung:
Proto (1,5) - 
Mbemba (4,5) , 
Deschacht (5) , 
N'Sakala (3) - 
Dendoncker (5) , 
Kljestan (5)    
Conte (3)    
Praet (4)    
Acheampong (4,5) - 
Mitrovic (3)        

Einwechslungen:
69. Tielemans für Kljestan
79. Cyriac für Conte
89. Heylen für Mitrovic

Trainer:
Hasi

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Immobile (58., Rechtsschuss, Sahin)
1:1
Mitrovic (84., Kopfball, Vanden Borre)

Spieldaten

Borussia Dortmund       RSC Anderlecht
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 19 : 8 Torschüsse
 
gespielte Pässe 653 : 371 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 577 : 283 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 76 : 88 Fehlpässe
 
Passquote 88% : 76% Passquote
 
Ballbesitz 63% : 37% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 10 : 7 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 6 : 10 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 0 Abseits
 
Ecken 4 : 3 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
09.12.2014 20:45 Uhr
Stadion:
Signal-Iduna-Park, Dortmund
Zuschauer:
65851 (ausverkauft)
Spielnote:  3
vor der Pause ein zähes Spiel, das nach dem Wechsel an Tempo, Klasse und Dramatik gewann.
Chancenverhältnis:
11:2
Eckenverhältnis:
4:3
Schiedsrichter:
Alberto Undiano Mallenco (Spanien)   Note 2
souveräner, unauffälliger Auftritt, bei dem er wenig gefordert wurde.
Spieler des Spiels:
Silvio Proto
Torhüter Silvio Proto hielt die Gäste mit mehreren Paraden im Spiel und ermöglichte so, dass Anderlecht mit dem späten Ausgleich einen Punkt ergatterte.

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